Aktuell
Kleisterkunst. Herrnhuter Kleisterpapiere in Friesland
21. April - 02. Juni 2013
Aktenhällen, Bucheinbände, Mappen, Hutschachteln, Schubladen - viele Gegenstände konnten durch die farbenprächtigen und ästhetischen Papiere nach Herrnhuter Art aufgewertet werden. In der zweiten Hälfte des 18. und im frühen 19. Jahrhundert findet sich auch in Friesland - oft verborgen in Archiven - dieser Augenschmaus, der mit Kleisterfarben aus Stärkekleister und wasserlöslichen Farbmitteln mit Hilfe von Bürsten, Pinseln, Schwämmen, Kämmen und Fingern auf das Papier gebracht wurde.
Aktuell
Wirklich wahr? Echt!. Bilder und Objekte erzählen Geschichte – eine Audioführung im Schlossmuseum Jever
ab Mai 2010
Was ist wahr, was ist wirklich? Fragt man sich selbst, wie man den letzten Tag, die letzte Woche, das letzte Jahr verlebt hat, so ist die eigene Wahrnehmung oft eine andere als die des Nachbarn. Selbst wenn die Erinnerung durch Bilder und Objekte unterstützt wird, gibt jeder dem Erinnerungsstück eine andere Wirklichkeit, eben eine ganz persönliche. Gerade in einem kulturgeschichtlichen Museum gibt es eine Menge an Objekten, die eng mit Geschichte verbunden sind und was besonders wichtig ist, die auch entsprechend dokumentiert sind. Um einige Objekte ranken sich Sagen und Legenden: das Kettenhemd Fräulein Marias, das Bild des letzten Wolfes des Jeverlandes, das schwarze Brautkleid aus den 50er Jahren ... Während einer Audioführung kann man der Frage nachgehen, wie sich Überlieferung zusammensetzt und wie sie historische Wirklichkeit darstellt. Spannende und interessante Geschichten lassen die historische Wirklichkeit der Objekte erahnen.
Motiv: Östringfelder Wolf, M. Schwitters, 18. Jh.
Aktuell
Vorsicht zerbrechlich. Eine Auswahl aus dem Keramikmagazin des Schlossmuseums Jever
ab 07. April 2009
Mit etwa 3500 Objekten aus Keramik besitzt das Schlossmuseum Jever eine umfangreiche Sammlung, die ganz unterschiedliche Stücke umfasst: Neben älteren Objekten, wie beispielsweise den in der Dauerausstellung präsentierten Jeverschen und Zerbster Fayencen, finden sich auch zahlreiche Stücke des letzten Jahrhunderts. Meist handelt es sich um Gebrauchsgeschirr, das durch Schenkung ins Museum kam und an das sich meist persönliche Erinnerungen und Geschichten knüpfen. Diese Objektgeschichten spielen in der Ausstellung jedoch keine Rolle. Hier soll der Blick auf die Tischkultur zu einer Zeit gelenkt werden, in der Porzellanwaren längst für große Teile der Bevölkerung erschwinglich waren. Typische Service der 30iger, 50iger und 60iger Jahre des 20. Jahrhunderts werden vorgestellt, die vielfach dem funktionellen Design des Bauhauses verpflichtet sind und gleichzeitig durch ihre Dekore den jeweiligen Geschmack der Zeit widerspiegeln.
Aktuell
Der Schlossturm erzählt. Eine multimediale Reise durch 600 Jahre Geschichte
ab 01. Mai 2009
Der Schlossturm zu Jever gilt als das Wahrzeichen Frieslands. Mit seiner über 600 Jahre alten Geschichte wird der Bogen von der Häuptlingszeit bis ins 20. Jahrhundert hinein gespannt.
Ursprünglich ein rechteckiges Steinhaus mit einem umgebenden Wassergraben erhielt der jeversche Schlossturm um 1500 seine runde Gestalt, die der neuen Bewaffnung im Konflikt zwischen den Häuptlingen von Jever und den ostfriesischen Grafen Rechnung trug. Bis zu 5 Meter dicke Mauern auf einem Findlingssockel, gehalten von gewaltigen Ankern werden nur von wenigen Fensternischen durchbrochen. Seine Wehrfunktion behielt der Turm bis ins frühe 18. Jahrhundert. 1736 wurde er unter den Anhalt-Zerbster Fürsten von der markanten Zwiebelhaube mit einer gewagten Holzkonstruktion bekrönt.
In Planung
Ein weiter Horizont. Ländliche Eliten in Friesland um 1800
30. Juni 2013 - 15. Januar 2014
Der Titel der Ausstellung nimmt in doppeltem Sinne Bezug auf eine besondere Situation in den friesischen Marschen in der frühen Neuzeit, die einerseits von einem von der Aufklärung beeinflussten weiten geistigen Horizont der bäuerlich-bürgerlichen Führungsschicht bestimmt war und andererseits auf die überregionalen wirtschaftlichen Kontakte zu den Nordseeanrainern und darüber hinaus verweist. Dieser wirtschaftliche Wohlstand hat seinen Niederschlag in der Alltagskultur der Marschenbewohner gefunden.
Die Ausstellung, deren Grundlage ein mehrjähriges Forschungsprojekt ist, wird einen weitreichenden Einblick in diese Lebenswelt mit ihrer Wohnkultur, dem Modebewusstsein und den Lesezirkeln und wissenschaftlichen Gesellschaften bieten.
Sie ist zugleich Bestandteil des kulturtouristischen Themenjahrs "Land der Entdeckungen 2013", das im Zeichen der Archäologie und der Geschichte Ostfrieslands steht.
Weitere Informationen: www.ostfriesland.de.
In Planung
Ostfriesland-Haggadah
21. Juli - 18. August 2013
Seit Jahrhunderten ist die Erzählung vom Auszug des Volkes Israel aus Ägypten ins Gelobte Land die am häufigsten erzählte Geschichte und illustrierte Schilderung im Judentum - eine Legende von universeller Bedeutung über die Befreiung des Menschen aus der Sklaverei.
Ricardo Fuhrmann und Daniel Jelin, zwei Künstler mit jüdischen Wurzeln, die in Ostfriesland leben, reihen sich mit ihrem Werk in die lange Tradition der Haggadah-Darstellungen ein. Die Ausstellung, an mehreren Orten in Ost-Friesland präsentiert, wird unterstützt von der Deutsch-Israelischen Gesellschaft.
Dauerausstellung
FERNE FÜRSTEN (3).
Das Jeverland in Anhalt-Zerbster Zeit
Der Hof, die Stadt, das Land
Mit Audio-Führung zur Entwicklung unserer Landschaft am Meer im 17. und 18. Jahrhundert

Der dritte und letzte Teil der Ausstellungsreihe Ferne Fürsten, die sich mit verschiedensten Aspekten eben dieser Periode befasst, nimmt das Beziehungsgeflecht von Hof, Stadt und Land in den Blick. Faszinierende Objektbestände wie die jeverschen und Zerbster Fayencen oder die Arbeiten der Gold- und Silberschmiede, Zeugnisse der Alltags-, Festtags- und religiösen Kultur oder solche des aufgeklärten Denkens am Hof und innerhalb kleinstädtisch-ländlicher Kreise, aber auch die Insignien der Macht, Porträts, Reskripte oder Militaria, erhellen schlaglichtartig eine Epoche, deren Ende die Französische Revolution auch für das Jeverland ankündigen sollte.
Die Ausstellung wurde inzwischen zu einer in Umfang und Inhalt nicht veränderten Dauerausstellung umgewandelt. Sie repräsentiert nun die Stadtgeschichte, die sich auch zuvor in diesen Räumen befunden hat.
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