Degen
Degen alter Art
Der Degen alter Art ist eine klassische Stichwaffe mit schmaler beidseitig geschärfter Klinge, die in
eine schmale Spitze hinausläuft und im Kampf hauptsächlich zum Stechen diente.
Der klassische Degen entwickelte sich in der Renaissance, die eine Blüte der Fechtkunst mit sich brachte.
Als ziviles Accessoire verschwand der klassische Degen um 1830, wurde aber noch zu Beginn des 20. Jh.
vereinzelt als Teil der Beamtenuniform getragen.
Das Florett, dessen Blütezeit das 18. Jahrhundert war, wurde für die streng reglementierten,
tanzartigen Fechtübungen genutzt. Der Adel trug diese Waffen als Accessoire. Sie dienten der Repräsentation ständischer oder
staatlicher Macht.
Galanterieflorett mit Solinger Klinge, 17. Jh., Schlossmuseum Jever
 
Das Wort „Pallasch“ leitet sich vom ungarischen Wort „Pallos“ für „Schwert“ ab. Der Pallasch war
ursprünglich ein Säbel mit gerader Klinge.
Der Pallasch ist wegen seiner geraden Klinge eng mit dem Degen verwandt. In der preußischen Armee wurde
die Waffe ihrer Funktion entsprechend „Haudegen“ genannt.
Durch die kräftige gerade Klinge ist der Pallasch wie ein Säbel als Hiebwaffe einsetzbar aber auch zum
Stoß geeignet. Mit einer Gesamtlänge von bis zu 1,10 Meter war die Waffe für die schwere Reiterei im Kampf zu Pferde
besonders wirkungsvoll.
Französischer Pallasch, um 1800, Schlossmuseum Jever
 
Der Haudegen erlebte seine größte Verbreitung im 18. Jh.
Der Pallasch überlebte in den kräftigen Infanteriedegen,die wie der Pallasch nur noch eine Schneide besaßen.
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