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Schlossmuseum Jever Galanterieflorett

Abb.1: Galanterieflorett, Schlossmuseum Jever
Galanterieflorett mit einer Klinge aus Solingen, 17.Jahrhundert, Schlossmuseum Jever

 

Das Messinggefäß der zierlichen Waffe im Schlossmuseum Jever war einst vergoldet.
In die zwei kleinen nach unten gebogene Parierbügel wurden beim Fechten zwei Finger gelegt.


Im 17. Jh. besaßen Degen und Florett meist ein einfaches Stichblatt, herz- oder nierenförmig, einseitig oder doppelt. Diese Grundform hielt sich bis in das 19. Jahrhundert.
Schon im ausgehenden 17. und vor allem im 18. Jh. entstanden prachtvolle Verzierungen auf Gefäßen und Klingen, die aus Vorlagenbüchern stammten.
Die Klingen verkürzten sich, wurden gebläut und vergoldet und verloren ihren wirksamen Charakter. Die Gefäße aus Messing oder aus Bronze waren oft vergoldet.

Die schmale Klinge der Waffe weist einen unleserlichen Herstellerstempel in der Hohlkehle auf. Die Gravur eines sogenannten "Passauer Wolfs" über der Kehle war ein Vermarktungszeichen der Solinger Schwertfeger des 17. Jahrhunderts.

Abb.2: Passauer Wolf
Detailansicht des "Passauer Wolfs"

Torsten Pöschk

© Schlossmuseum Jever

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