Galanterieflorett
Das Messinggefäß der zierlichen Waffe im Schlossmuseum Jever war einst vergoldet. In die zwei kleinen nach unten gebogene Parierbügel wurden beim Fechten zwei Finger gelegt.
Im 17. Jh. besaßen Degen und Florett meist ein einfaches Stichblatt, herz- oder nierenförmig,
einseitig oder doppelt. Diese Grundform hielt sich bis in das 19. Jahrhundert. Die schmale Klinge der Waffe weist einen unleserlichen Herstellerstempel in der Hohlkehle auf. Die Gravur eines sogenannten "Passauer Wolfs" über der Kehle war ein Vermarktungszeichen der Solinger Schwertfeger des 17. Jahrhunderts.
Torsten Pöschk © Schlossmuseum Jever |