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Schlossmuseum Jever Die Kavalleriesäbel

Kavalleriesäbel dienten der schweren und der leichten Reiterei. Die Waffen der leichten Reiterei hatten eine kurze Klinge und einen leichten einfachen Handschutz in Form eines einfachen Bügels.

Kavalleriesäbel, um 1800 Kavalleriesäbel, um 1800, Schlossmuseum Jever

Die breite, einfache Klinge dieser Waffe entspricht in ihrer Form den Klingen, die in der Mitte des 18. Jh. in ganz Europa in Gebrauch waren. Der Griffbügel, der in einem rechten Winkel in die gerade Parierstange übergeht, ist ein typisches Merkmal für die Waffen des späten 18. Jh.

Die gebogene Form der Waffen ermöglichte einen Hieb von oben gegen vor dem Pferd stehende Feinde. Um auch gerade stoßen zu können, besaßen die meisten modernen europäischen Säbel eine spitze beidseitig geschliffene Klinge.


Husarensäbel, um 1810 Husarensäbel, um 1810, Schlossmuseum Jever

Dieses Modell eines Husarensäbels war ein "Exportschlager" aus Solingen, der in ganz Europa zu finden ist.
Die Klinge ist gebleut und mit feuervergoldeten floralen Ornamenten und militärischen Trophäenzeichen graviert. Auf der terzseitigen Fehlschärfe findet sich die Herstellergravur "J. S. & C.". Auf dem Klingenrücken ist eine kleine Gravur in Form einer Rose zu erkennen.

Husaren, die schnellen und sehr beweglichen Reiter und ihre Waffen, die stark gebogenen und leichten Säbel, gab es in allen europäischen Armeen. Die Waffen der Husaren waren sehr leicht. Erreicht wurde dies durch besonders dünne Scheiden, eine stark gekehlte Klinge und duch den Verzicht auf einen umfassenden Handschutz.


Kavallerie- Korbsäbel für Offiziere M 1852 Preußischer Kavallerie-Korbsäbel für Offiziere M 1852, Schlossmuseum Jever

Diese relativ schwere und große Waffe sollte die alten M 1811, die "Blüchersäbel" ablösen, die für die Hand zu wenig Schutz boten und zum Stoßen weniger geeignet waren.
Zum Leidwesen der traditionsbewussten Reiterei war die Waffe von einem Fußsoldaten, dem Premierleutnant Eichmann vom 14. Preußischen Infanterieregiment, entwickelt worden. Sie setzte sich dennoch durch.
Die untere Tragehülse an der eisernen Scheide ist noch vorhanden. Der untere Tragering wurde aber nach offizieller Trageanweisung am Ende des 19. Jahrhunderts entfernt.


Torsten Pöschk

© Schlossmuseum Jever

 

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