Die Kavalleriesäbel
Kavalleriesäbel dienten der schweren und der leichten Reiterei. Die Waffen der leichten Reiterei hatten eine kurze Klinge und einen leichten einfachen Handschutz in Form eines einfachen Bügels.
Die breite, einfache Klinge dieser Waffe entspricht in ihrer Form den Klingen, die in der Mitte des 18. Jh. in ganz Europa in Gebrauch waren. Der Griffbügel, der in einem rechten Winkel in die gerade Parierstange übergeht, ist ein typisches Merkmal für die Waffen des späten 18. Jh. Die gebogene Form der Waffen ermöglichte einen Hieb von oben gegen vor dem Pferd stehende Feinde. Um auch gerade stoßen zu können, besaßen die meisten modernen europäischen Säbel eine spitze beidseitig geschliffene Klinge.
Dieses Modell eines Husarensäbels war ein "Exportschlager" aus Solingen, der in ganz Europa zu finden ist. Husaren, die schnellen und sehr beweglichen Reiter und ihre Waffen, die stark gebogenen und leichten Säbel, gab es in allen europäischen Armeen. Die Waffen der Husaren waren sehr leicht. Erreicht wurde dies durch besonders dünne Scheiden, eine stark gekehlte Klinge und duch den Verzicht auf einen umfassenden Handschutz.
Diese relativ schwere und große Waffe sollte die alten M 1811, die "Blüchersäbel" ablösen, die für die Hand zu wenig Schutz
boten und zum Stoßen weniger geeignet waren.
Torsten Pöschk © Schlossmuseum Jever |