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Schlossmuseum Jever Tüllenbajonette

Das Wort "Bajonett" ist von der französischen Stadt Bayonne abgeleitet. Dort wurde die in den Lauf einsteckbare Stoßwaffe im 17. Jahrhundert entwickelt und allmählich in ganz Europa gebräuchlich.

Dreikant-Tüllenbajonett nach französischer Art Dreikant- Tüllenbajonett nach französischer Art, 19. Jh., Schlossmuseum Jever

Der berühmte französische Festungsbaumeister Vauban erfand 1669 das Tüllenbajonett, um das Abfeuern der Waffe bei aufgepflanztem Zustand zu ermöglichen.
Um 1700 baute man die ersten Bajonette mit abgeknicktem Arm, um nun auch das Laden zu erleichtern.

Dreikant- Tüllenbajonett nach französischer Art Dreikant-Tüllenbajonett nach französischer Art, 19. Jh., Schlossmuseum Jever


Die Länge und Form der Klinge variierte nach Einsatzzweck und passte sich den Veränderungen der Kriegstechnik an.
Kurze Klingen dienten dem Nahkampf unter Infanteristen. Lange Klingen wurden für die Infanteristen überlebenswichtig, als sie mehr und mehr berittenen Angreifern gegenüberstanden.

Erst mit Einführung des Hinterladergewehres in der Mitte des 19. Jh. verschwanden die Tüllenbajonette zu Gunsten der aufsetzbaren Seitengewehre mit Griff.

 

Torsten Pöschk

© Schlossmuseum Jever

 

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