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Glaskultur in Niedersachsen. Tafelgeschirr und Haushaltsglas vom Mittelalter bis zu frühen Neuzeit.
Katalog zur Sonderausstellung im Schlossmuseum Jever vom 18. 07. - 28. 09. 2004. Hg. von Edgar Ring. Husum: Husum Verlag 2003
(EUR 19,95)

Mehr als 100 faszinierende Objekte ermöglichen in der Wanderausstellung "Glaskultur in Niedersachsen" einen wohl einmaligen Überblick über die Geschichte der Glasherstellung und -verwendung in Norddeutschland im Verlauf von vierzehn Jahrhunderten.

Die gezeigten Glasgefäße bestechen durch ihre außergewöhnliche Formen-, Farb-, und Dekorvielfalt. Neben Fragmenten der frühen regionalen Glasherstellung aus archäologischen Grabungen finden sich luxuriös ausgestattete Glasgefäße der gehobenen Tisch- und Trinkkultur des 16. und 17. Jahrhunderts, medizinisch-alchemistische Glasprodukte und Scherz- und Schenkgefäße. Einstige Importe aus den berühmten Glaszentren wie Venedig oder Böhmen vervollständigen den Überblick, ergänzt durch Objekte aus dem Bestand des Schlossmuseums Jever.

Glas ist als Werkstoff seit über 4000 Jahren bekannt. Das aus Silikate (Sand, Kiesel, Quarz) und Alkalien (Soda, Pottasche) bestehende Gemisch wird bei Temperaturen um 1300°C zu einer klaren Masse, die bei 600°C bis 900°C weiterverarbeitet wird. Um das Jahr 0 wurde die Glasmacherpfeife erfunden, mit der es möglich wurde, durch Blasen Gefäße zu formen.

In Niedersachsen setzt erst im Laufe des 12. Jahrhundert eine heimische Glasproduktion ein, jedoch erst um die Mitte des 15. Jahrhunderts lösen Gläser Becher als Keramik und Holz verstärkt ab.(Maren Siems)

Glaskultur in Niedersachsen (21 KB)

Glaskultur in Niedersachsen
(21 KB)

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