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Barocke Träume im Schlossmuseum Jever

Die Fayence-Manufakturen von Zerbst und Jever

TerrineDas Schlossmuseum Jever beherbergt als kostbare barocke Objektgruppe eine seltene Sammlung von Zerbster und Jeverschen Fayencen, die wie auch die Gobelins in besonderem Maße das Lebensgefühl ihrer Zeit widerspiegeln.

Die Leidenschaft für das neuartige Material Porzellan, das mit Aufnahme der Handelsbeziehungen zu China seit dem 16. Jahrhundert auf den europäischen Markt gelangte, und das anfängliche Unvermögen, es im eigenen Land herzustellen, rief in Europa eine Blütezeit der Fayence hervor.

War zunächst das Porzellan Chinas das begehrte Sammelgut, welches als seltenes Exoticum in den Kunst-und Wunderkammern der Fürstenhöfe zusammengetragen wurde, so führte man an den fürstlichen Hofhaltungen bald auch Fayencen als repräsentative Zierobjekte und beliebtes Tafelgerät. Die Fayenceproduktion entwickelte sich schnell zu einem lukrativen Geschäft. Vor allem die Delfter Fayence-Manufakturen hatten sich auf die Imitation von chinesischem Porzellan spezialisiert.

Der Erfolg der niederländischen Fayencehersteller führte insbesondere im 18. Jahrhundert auch in anderen europäischen Ländern zu zahlreichen Neugründungen von Fayence-Manufakturen. Zu ihnen zählen die Manufakturen in Zerbst und Jever, aus deren Produktion nur mehr wenige Stücke erhalten sind.

>> Die Manufaktur Zerbst >> Die Manufaktur Jever

Anläßlich der Ausstellung "Barocker Traum - Fayencen aus Zerbst und Jever" ist ein gleichnamiger Katalog erschienen, der mit kurzen Einführungen in Zeit und Geschichte der Manufakturen einen Einblick in den überlieferten Bestand der erhaltenen Fayencen beider Manufakturen bietet.

Der Katalog kann für EUR 13,90 online bestellt werden.


Diese Präsentation wurde erarbeitet von Sabine Zühlcke (Musealog 2002).

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