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Barocke Träume im Schlossmuseum Jever

Die Fayence-Manufakturen von Zerbst und Jever

Jeversche Fayencen
ObstkorbSchreibgarnitur
TerrineTerrine
SeifenschaleDeckel Deckel
Örtliche Tonvorkommen bildeten 1760 eine wichtige Voraussetzung für das Gesuch des Fayencemalers Johann Taennich, in dem seit 1667 von Anhalt-Zerbst verwalteten Jever eine Fayence-Manufaktur einrichten zu dürfen.

In Folge schwieriger Absatzbedingungen sowie betrieblicher Probleme konnte der Betrieb der Manufaktur trotz fürstlicher Subventionen von Seiten Friedrich Augusts von Anhalt-Zerbst (Regierungszeit 1752-1793) nicht rentabel geführt werden, so daß die Manufaktur schon 1776 wieder aufgegeben werden mußte.

Dennoch sind aus dem Jeverschen Betrieb Produkte hervorgegangen, die wie die ausgestellten Deckelterrinen von hoher Qualität sind. Es hat sich jedoch nur wenig erhalten, so daß ein Urteil über die Produktpalette kaum möglich ist.

Anders als für die Zerbster Manufaktur sind für den Jeverschen Betrieb nur einige Produzenten namentlich nachweisbar. Relativ sicher zuzuordnen ist die Initiale K, die auch in Kombination mit der Ortsbezeichnung auftritt. Sie dürfte auf Sebastian Heinrich Kirch verweisen, der zeitgleich mit Taennich in Jever arbeitete und später nach Kellinghusen ging.

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