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Barocke Träume im Schlossmuseum JeverDie Fayence-Manufakturen von Zerbst und JeverZerbster Fayencen/Tafelaufsatz: Sitzender Bär als SchildträgerStiftung des Freundeskreises Schlossmuseum Jever.
Fayence-Manufaktur Zerbst; zwischen 1722 und 1734; auf Bodeninnenseite Marke "CLZ" (Johann Christian
Langendorf, 1722-1734 in Zerbst tätig).
Auf leicht gewölbter Sockelplatte sitzt ein Bär mit Halsband und Krone. Vor sich hält er einen Schild in Form einer Fischblase, ober- u. unterseitig eingefaßt von Akanthusblättern. Der Sockel, auf dem der Bär aufsitzt, ist flach ansteigend, profiliert, mit doppelkonischem Nodus; in der Mitte ein Wulstring. Die Figur des Bären wurde gegenständig in blauer Inglasur-Pinselmalerei auf weißer Zinnglasur gefaßt. Der Schild zeigt ein minutiös ausgeführtes zeittypisches Landschaftsmotiv ("Chinoiserie"). Kronenknauf, Schildabschluß u. Sockelplatte sind grünlich abgesetzt. Der Sockelfuß ist mit aufwendigen Bandornamenten versehen: Umlaufender Dekorstreifen aus runden Reserven mit Blumenmotiv im Wechsel mit geometrischem Flächenornament; darunter ein schmales Mäanderband. Die Initialen "CL" stammen von dem Maler Johann Christian Langendorf, der von 1722 bis 1734 in der Fayence-Manufaktur Zerbst tätig war. Sein großes Können im Bereich der Landschaftsmalerei, mit dem er den Schild des Bären zu einem kleinen Schmuckstück verwandelte, bewies er auch auf einer Schüssel, die sich heute im Museum der Stadt Zerbst befindet sowie auf einer Deckelvase des Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg, welche gleichermaßen seine Initialen tragen.
Literatur:
Peter Schmerenbeck (Hg.), Barocker Traum. Fayencen aus Zerbst und Jever (Oldenburg 1996) Kat. Nr. 88: Abb. S. 116, Text S. 152.
Jens Rütters: Der Fayence-Bestand des Küsten-Museums Wilhelmshaven und Fayence-Erzeugnisse der Manufaktur Zerbst (Diss. Ruhr-Universität Bochum 1997). >> Start >> Die Manufaktur Jever >>> Die Manufaktur Zerbst
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