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24. Juni bis 30. September 2001
(verlängert bis zum 14. Oktober 2001!)

Historismus in Nordwestdeutschland

Historismus in Nordwestdeutschland:

Historismus in Nordwestdeutschland

Zur Entstehung der Ausstellung

Ausstellungsthemen im Schlossmuseum Jever

Das Begleitbuch

Pressemitteilung

Die 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts gilt im europäischen Kulturraum als eine Epoche großer Umbrüche. Sie betrafen die politischen und sozialen Rahmenbedingungen ganzer Völker, aber vor allem auch Wissenschaft und Technik. Der Fortschrittsgedanke wurde zum Schrittmacher für alle Bereiche des täglichen Lebens. Er äußerte sich nicht nur in weltanschaulichen Visionen, sondern auch ganz konkret in der Aufhebung des Zunftzwanges, dem Fall von Zollgrenzen, der Entwicklung moderner Verkehrs- und Kommunikationsmittel und der fabrikmäßigen Herstellung von Bedarfs- und Konsumartikeln.

"Fortschritt" und "Vertrauen in eine bessere Zukunft" waren aber nur eine Seite der Medaille; die andere hieß "Rückbesinnung auf überkommene Werte". Nach dem nüchternen Biedermeier machte sich in allen Schichten der Gesellschaft ein starkes Bedürfnis nach üppigem Schmuck und äußerer Pracht bemerkbar, wie es in früheren Jahrhunderten dem Adel eigen war. Im Rückgriff auf die großen Epochen der Kunstgeschichte und unter Einsatz neuer Techniken verstanden es Künstler und Handwerker, den Glanz längst vergangener Tage in den modernen Haushalt einziehen zu lassen. Die Wiederbelebung alter Stile führte zu rasch wechselnden Geschmacksrichtungen, die man als Neogotik, Neorenaissance, Neobarock und Neorokoko bezeichnete.

Die Epoche des Historismus deckt sich im oldenburgischen Staatsgebilde weitgehend mit der Herrschaft des Großherzogs Nikolaus Friedrich Peter (1853 - 1900). Unter seiner Ägide wurden nicht nur die Schlösser in Oldenburg und Jever zeitgemäß ausgestaltet, sondern u.a. das Kunstgewerbemuseum in Oldenburg - Vorgänger des Landesmuseums - gegründet. Auch das Ostfriesische Landesmuseum in Emden kann die Entstehung seiner Sammlungen bis ins 19. Jahrhundert zurückverfolgen. So zeigt sich der Historismus in Nordwestdeutschland als das eigentliche Zeitalter der Museen.

Die an fünf Standorten zeitgleich stattfindende Gemeinschaftsausstellung "Historismus in Nordwestdeutschland" präsentiert je nach Sammlungsschwerpunkten der beteiligten Häuser unterschiedliche Phänomene dieser bemerkenswerten Kunstepoche.

Zur Ausstellung erscheint ein umfangreicher Begleitband. Das Gemeinschaftsprojekt wird namhaft von der Stiftung Niedersachsen und der Oldenburgischen Landesbank (OLB) gefördert.

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Ausstellungskatalog

Ausstellungskatalog

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Schlossmuseum Jever:

Gegenstandswelten des Historismus im kleinstädtisch-ländlichen Milieu.

Historismus im historischen Raum - Original und historisierendes Interieur im Schloss zu Jever.
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Ostfriesisches Landesmuseum Emder Rüstkammer:

Technischer Wandel im Kunstgewerbe: Neue Herstellungsverfahren

Die Eröffnungsfeier der Hannoverschen Westbahn am 20. Juni 1856

Wohnkultur im Historismus

Emder Silber des 19. Jahrhunderts

Bürgerliches Vereinswesen in Emden
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Museumsdorf Cloppenburg:

Wohnen im Stil des Historismus

Der Wandel des ländlichen Bauens zwischen 1870 und 1930

Möbelbau auf dem Lande
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Landesmuseum für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg:

Echt oder beinahe echt? Reproduzieren, Nachahmen, Fälschen in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts

Buch- und Plakatkunst des Historismus

Angewandte Kunst im Historismus

Der bürgerliche Salon der Gründerzeit

Arthur Fitger (1840-1909), ein Bremer Maler des Historismus
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Palais Rastede:

Mit den Augen Fontanes (1819-1898) - Der Dichter zu bildenden Künstlern der Gründerzeit