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 CREAMWARE
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CREAMWARE
 
Die Nachahmung des Porzellans wurde zum Leitmotiv der englischen Produktinnovation.
Eine große Antriebskraft bildete der gesteigerte Konsum des Genussmittels Tee. Das Teetrinken hatte sich zu einer neuartigen sozialen Handlung entwickelt, die zu neuen Umgangsformen führte. Dieser Form wurde man nur mit dem Gebrauch eines entsprechenden Teegeschirrs gerecht, wie es in der Grafschaft Staffordshire, wo es die meisten Töpferwerkstätten (Potteries) gab, hergestellt wurde. Staffordshire befindet sich geografisch inmitten einer ländlichen Gegend, relativ weit weg von der Hauptstadt London. Dass es sich zu einem solchen Zentrum der Keramikherstellung entwickeln konnte, liegt an den reichen Kohle- und Tonvorkommen, die für die keramische Industrie wichtig waren.
Von 1730 bis 1760 wurde in den Werkstätten ausgiebig experimentiert. Mitte des 18. Jahrhunderts kam es zum entscheidenden Umbruch. Die englischen Töpfer entwickelten ein bleiglasiertes rahmfarbenes Steingut.
Gab es 1750 bereits 150 Werkstätten, so stieg ihre Zahl 1843 auf 175 mit insgesamt 10.000 Angestellten. Diese Zahlen machen den Umfang der Steingutproduktion und die Nachfrage nach ihren keramischen Produkten deutlich.