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DER WENDEPUNKT |
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Mitte des 19. Jahrhunderts bekam die Steingutproduktion ernsthafte Konkurrenz durch das Porzellan. Porzellan wurde nun auch kostengünstiger hergestellt, und da es haltbarer ist als Steingut, mussten die Manufakturen um ihre Existenz fürchten. Darauf konterten sie mit weiteren Produktinnovationen. Der Scherben wurde härter, die Glasur feiner. Bezeichnungen wie "Granit Ware", "Semi-Porcelain", "New Stone", "Opaque" u.a. sollten den Kunden auf die Entwicklung aufmerksam machen.
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Aber nicht nur mit Materialentwicklung, sondern auch mit eleganter, modischer japanischer Bemalung der Objekte und dem Mehrfarbendruck versuchten die Töpfer dem Porzellan den Rang abzulaufen. Viele der namhaften Steingutmanufakturen stellten bereits Porzellanarten wie z.B. "Stone China" (Josiah Spode, um 1800), "Bone China" (Spode, um 1790) und "China" her. Diese "Bone-China"-Produktion war eigentlich ein Weichporzellan: Der Masse wurde Knochenasche zugefügt, wodurch der Scherben seine charakteristische Transparenz erhielt. Die Brenntemperatur betrug ca. 1200°. Herkömmliches Hartporzellan (mit Kaolin) wird bei 1400° gebrannt. Der Vorteil für die Steingutfabriken bestand darin, dass sie die gleichen Brennöfen, die sie für das Steingut benutzten, nun auch für das neuartige "China" einsetzen konnten.
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