Sie sind hier: Material Frühe Industrieware  
 MATERIAL
Frühe Industrieware
Teekanne

FRÜHE INDUSTRIEWARE
 

Bevor das Steingut in seiner beliebten Konsistenz erfunden wurde, produzierten die Töpfer Irdenware, vorwiegend mit einer Salzglasur versehen. In den 20er bis 50er Jahren des 18. Jh. experimentierten die Töpfer ausgiebig an der Entwicklung eines guten Scherbens und einer entsprechenden Glasur. Vermutlich sind die hier präsentierten Objekte aus der Sammlung in Jever, wie Vergleichsbeispiele aus dem Temple Newsam House in Leeds zeigen, Ergebnisse der Übergangszeit. Eine exakte zeitliche Einordnung ist nicht möglich, da die Exponate nicht gekennzeichnet wurden. Der Vergleich der Form, Glasur, Applikation und Farbe der Objekte mit Keramik aus dem frühen 18. Jahrhundert, läßt eine Zugehörigkeit zur früh-englischen Industrieware vermuten.


 
Schale, schwarz, dunkler Scherben, glasiert. Ohne Marke. Form und Verzierung entsprechen einer in England um 1750 produzierten Irdenware.   Das Dekor ist fehlerhaft (der Teil einer Blüte ist herausgebrochen). Es scheint sich hierbei um einen Herstellungsfehler zu handeln. 8,4 cm X 16,5 cm. Inventarnr. 00633. Lit. Walton 1976, S. 61, Abb. 217, S. 79, Abb. 255.  
Kanne mit Deckel, schwarz, rot-brauner Scherben, glasiert. Vergleiche des Materials, der Füße und des Deckelknaufs zeigen Übereinstimmungen mit Objekten aus englischer Produktion um 1750. 15,0 cm X 10,3 cm. Inventarnr. 01333  
Kanne mit Deckel, schwarz, dunkler Scherben, glasiert. Ohne Marke. 25,0 cm X 16,5 cm. Inventarnr. 01334