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Schlossmuseum Jever
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Landkarten und Pläne aus der Bibliothek des Schlossmuseums

Von den Karten und ihren Arten

Beispiel I

Christian Marl (?), Delineatio der Hochgraefl.[ichen] Aldenburgische[n] Vorwerks Landereyen zu Garmes [...], ca. 1:9.000, kolorierte Handzeichnung, 58x45 cm, 1685. Inv.-Nr. 12091 (Ka 131)

Diese großmaßstäbige Aufnahme des Garmser Vorwerks, nördlich von Jever zwischen den Orten Altgarmssiel und Neugarmssiel gelegen, gehört zu den ältesten und schönsten handgezeichneten Karten der Schlossbibliothek. Wie so oft bei alten Karten wird die heutzutage vertraute Anordnung der Himmelsrichtungen durchbrochen, d.h. die Karte ist nicht "genordet" (Norden = oben), sondern in diesem Falle annähernd "gesüdet". Obwohl das umfangreiche Grundstücksverzeichnis die Arbeit klar als Verwaltungskarte ausweist, hat der Zeichner sich doch große Mühe bei der Ausschmückung der Karte gegeben. Mehr Informationen zu und Bilder von dieser Karte sind in der Rubrik "Kaleidoskop" verfügbar.

Beispiel II
Johannes Janssonius (1588-1664), Oldenburg Comitatus, ca. 1:210.000, Kupferstich, 49x38 cm, 1641/42

Johannes Janssonius (1588-1664), Oldenburg Comitatus, ca. 1:210.000, Kupferstich, 49x38 cm, 1641/42

Johannes Janssonius (1588-1664), Oldenburg Comitatus, ca. 1:210.000, Kupferstich, 49x38 cm, 1641/42. Inv.-Nr. 12083 (Ka 204 )

Gedruckte Einzelkarten sind schon in der Zeit der Früh- oder Wiegendrucke ("Inkunabeln": Drucke bis einschließlich 1500) hergestellt worden; knapp 150 Jahre später, im frühen 17. Jahrhundert, steht bereits die Herstellung ganzer Kartenwerke in Blüte, vor allem in den Niederlanden. Die Werkstatt (officina) des Karten-Druckers und -Verlegers Johannes Janssonius (1588-1664) in Amsterdam war berühmt für die Herstellung von Atlanten. Viele davon wurden später wieder in Einzelblätter aufgelöst, so auch das hier gezeigte Stück aus dem 1641/42 in französischer Sprache herausgegebenen zweiten Band des "Nouveau Theatre du Monde ou Nouvel Atlas", das auf seiner Vorderseite die Karte der Grafschaft Oldenburg, auf der Rückseite den dazugehörigen landeskundlichen Text enthält.

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