Kaleidoskop
Schlossmuseum Jever
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Von Augentäuschern und Nachtstühlen...

Die Reihe Kaleidoskop wirft Schlaglichter auf einzelne, besonders beachtenswerte Ausstellungsobjekte. Viele Objekte befinden sich zur Zeit im Archiv und sind daher der Öffentlichkeit nicht zugänglich. Andere erfordern eine ausführlichere Darstellung und können über die Objektbeschriftungen nicht angemessen vorgestellt werden.

Kaleidoskop 41 - 50:

Friesische Haube aus dem spaeten 18. Jahrhundert
Friesische Haube aus dem späten 18. Jahrhundert
"Se is ünner de Hülle kamen" - ein zum Sprichwort stilisierter Signalsatz aus dem "textilen Sprachgebrauch", heute so aktuell wie dermaleinst, wenn Frau geheiratet hat. "Unter die Haube" zu kommen und letztere als Zeichen der Frauenwürde zu tragen, galt seit dem Mittelalter und über Jahrhunderte hinweg als höchst erstrebenswert.
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Gusseiserne Ofenplatte von 1634
Gusseiserne Ofenplatte von 1634
Die mit einem Relief versehene gusseiserne Platte aus dem Jahre 1634 gehörte ursprünglich als Seitenstück zu einem sogenannten Fünfplatten- oder Kastenofen. Solche Kastenöfen, "Bilegger" oder Hinterlader hielten seit dem Ende des 16. Jahrhunderts Einzug in die norddeutschen Bauernhäuser. Während bis dahin die offene Herdstelle der Diele oder der Küche die einzige Wärmequelle im Hause war, ermöglichte der Ofen die Einrichtung eines zweiten beheizbaren und vor allem rauchfreien Raumes - der "Stube".
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Biedermeier-Puppe
Eine Biedermeier-Puppe
Es scheint nicht schwer, die Puppe mit dem glasierten Porzellanbrustkopf der Zeit ihrer Entstehung zuzuordnen. Haben doch Trödelmärkte, Antiquitätengeschäfte oder auch die Geschenkboutiquen mit ihrem Sortiment an nostalgischem Zierat für ihre große Bekanntheit gesorgt.
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Branntweinschale
Silberne Branntweinschale von 1781
Zu den besonders attraktiven Altbeständen des Schloßmuseums Jever gehört eine datierte silberne Branntweinschale von 1781. Sie vertritt eine in der niederländisch-norddeutschen Küstenregion während des späten 17. bis 19. Jahrhunderts häufig auftretende Gefäßform, deren ursprünglicher Gebrauchszweck vielen noch geläufig ist, aber auch schon zu Deutungsversuchen wie "Aufbewahrungsschale für Konfekt oder Kekse" geführt hat.
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Druckstock
Zwei frühe Druckstöcke aus dem Blaudrucker-Handwerk
Diese Modeln wurden in Europa seit rund 600 Jahren von einem spezialisierten Berufsstand, dem Modelschneider oder Formenstecher, hergestellt.
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Visitkarten-Portrait
Visitkarten-Portrait eines jeverschen Fotografen
Beim Durchblättern von alten Alben lassen uns manche dieser kleinen braungetönten Bildchen innehalten. Es ist schwer zu sagen, was an ihnen unser Interesse weckt, denn zumeist ist uns die abgebildete Person nicht einmal bekannt.
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Waffeleisen
Ein Waffeleisen aus dem Jahre 1764
Das Objekt des Monats mutet äußerlich schon etwas urtümlich an: Ein zangenartiges Gerät mit zwei runden Platten an den Stielenden, mit denen offenbar etwas zusammengepreßt werden konnte. In der Tat ist die eigentliche Funktion nicht mehr für jedermann erkennbar. Zu sehr ist das, was zur Gebrauchsfähigkeit des Geräts erforderlich war, in Vergessenheit geraten. Deshalb können auch voreilige Deutungsversuche, die das Gerät eher als Folterinstrument denn als Waffeleisen interpretieren, nicht überraschen.
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Hausmarke
Jeverländische Hausmarken. Realität und Mythos alter Besitzzeichen
Das Objekt des Monats ist in zweifacher Hinsicht Ausstellungsstück. Einmal gibt es eine Hausmarke wieder, zum anderen repräsentiert es einen Aspekt der Heimatforschung in der NS-Zeit. Hausmarken sind Zeichen, die eingeritzt oder gekerbt wurden, um den Besitz zu kennzeichnen.
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Trachtenpuppe
Trachtenpuppe "Neue Jeverländische Frauentracht"
In der Sammlung des Schloßmuseums befindet sich eine große Anzahl von Trachtenpuppen, die 1935 im Rahmen eines Wettbewerbs entstanden sind.
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Ein Unterrock aus der Zeit um 1910
Ein Unterrock aus der Zeit um 1910
"Kleider machen Leute", äußerte einst Gottfried Keller. Doch welche Bedeutung hat das Darunterliegende, das nach allgemeiner Erfahrung meist zu einem viel späteren Zeitpunkt sichtbar wird? Ein heikles Thema. Gern redet man von der neuesten Hose oder Bluse, - über das sich zart darunter Abzeichnende wird seltener ein Wort verloren. Dieses einsame Dasein des Schweigens verdankt es dem Anstand: Halt, Intimsphäre!
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