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Restaurierung und Sanierung im Schloss linie
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Übersicht - Restaurierungsarbeiten im ehemaligen Buffetraum des Schlosses zu Jever

Fürstliche Etage, BuffetraumIm Schlossmuseum Jever werden seit 1999 umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Über den Fortgang der Arbeiten berichten wir hier.

» Grundriß der Fürstlichen Etage. Der Buffetraum ist rot
» markiert. (16 KB)


In neuer Farbenpracht

Die Arbeiten im ehemaligen Buffetraum sind seit Ende März 2003 abgeschlossen. Nachdem die Vorarbeiten an der Tapete und dem Fußboden geleistet waren, wurden zunächst die Türen, Fensterläden und Holzverkleidungen nach restauratorischer und archivalischer Befundlage mit einer Holzimitationsmalerei versehen. An einer Tür ist ein "Sichtfenster" geblieben, das eine Stelle der freigelegten Malerei zeigt.

Danach sind die Wände mit einer Leimfarbe, die nach dem historischen Originalfarbton angemischt wurde, gestrichen worden. Dieser Farbton, der zart grau-violett ist, wirkt sehr lebendig und weist je nachdem, wie das Licht in den Raum fällt, ein breites Farbspektrum auf. Gleichzeitig korrespondiert er gut mit den kräftigen rotbraunen und kastanienbraunen Tönen der Holzmalereien.

Die einheitlich farbigen Wandflächen erzeugen einen geschlossenen Raumeindruck. Die Tapete, die jetzt wieder straff auf den Holzrahmen befestigt ist, trägt wesentlich dazu bei.

Auch bei dem umlaufenden Fries wurden einzelne Partien, die von den Restauratoren freigelegt worden sind, nicht übermalt. So kann der Besucher selber die Befunde vor Ort mit der Rekonstruktion vergleichen. Gleichzeitig belegen diese "Fenster", dass hier eine Rekonstruktion streng nach der historischen Raumgestaltung vorgenommen wurde. Der Blätter- und Blütenfries hat deshalb auch unterschiedliche Abstände zu den Türen und Fenstern, die er umrahmt: es wurde entschieden, sich an den Verlauf der Wandbemalung aus dem 19. Jahrhundert zu halten.

Ganz zum Schluss wurde der Fußboden geölt und gewachst. So ist er vor Schmutz und Abnutzung geschützt, zeigt aber wieder seine Dielen ohne eine verhüllende Lackschicht. Auch die Fenster- und Türschließen wurden nach historischen Vorbild erneuert oder ergänzt.

Insgesamt spiegelt die aus der Restaurierung und der Rekonstruktion hervorgegangene Raumgestaltung bis ins kleinste Detail den Zustand um 1840 wieder. In einem Bericht über das Schlosses aus dieser Zeit heißt es: "Das Büffet des Speisesaals (..) hat einen mit Tannendielen belegten geölten Fußboden. Das Holzwerk der Thüren, Fußleisten und Fenster ist (...) Eschenholzartig gemalt und lackiert. Die Gypsdecke ist rötlich mit Felderabtheilungen bunt verziert gemalt und die hohl auf Leinen gespannte violett gemalten Wände haben leichte Blätterverzierungen."

Übersicht - Restaurierungsarbeiten im ehemaligen Buffetraum des Schlosses zu Jever
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Flickenteppich
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Der Buffetraum während der Restaurierungsarbeiten: große Teile der historischen Tapete mussten erneuert werden. Dabei griffen die Restauratoren auf ähnliche Materialien und historische Techniken zurück.


Buffetraum
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Hier eine Stelle, an denen der originale Fries neben der Rekonstruktion zu sehen ist.
Buffetraum
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Die großen Flügeltüren kurz nach der Fertigstellung der Holzimitationsmalereien.