Restaurierung und Sanierung im Schloss
Schlossmuseum Jever
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Übersicht - Gartenanlagen

Karte SchlossgartenIm Schlossmuseum Jever werden seit 1999 umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Über den Fortgang der Arbeiten berichten wir hier.

» Karte des Schlossgartens. (71 KB)

Inwertsetzung und Touristische Erschliessung Schlosspark Jever - Restaurierung 1. Bauabschnitt

Das Schloss Jever ist von einem Park umgeben, der Anfang des 19. Jahrhunderts im Stile von Englischen Landschaftsgärten angelegt worden ist. Dieser Landschaftsgarten hat sich in seinen wesentlichen Elementen, der Wegeführung und der Landschaftsgestaltung, erhalten und gehört zu Niedersachsens Naturdenkmälern.

Seit der Anlegung des Parkes 1828 und heute haben sich jedoch, zum Teil naturgemäße, Veränderungen ergeben: sogenannte Sichtachsen, die den Blick des Besuchers früher leiteten, sind zugewachsen, die Wege zum Teil schadhaft und der besondere Blumenschmuck, der einst die Rasenflächen zierte, existiert nicht mehr. Ein Parkpflegewerk, durch die Firma Müller-Gassl, Bremen, erstellt, bietet die Grundlage für weitere Planungen. Zukünftig soll die alte Konzeption der Gartenanlage wieder in den Vordergrund treten.

Der heutige Schlosspark Jever mit seinen geschwungenen Wegen und komponierten Parkbildern aus Pflanzungen, Rasenflächen, dem Schlossgraben, dem Hügel und den Gebäuden der Umgebung, besonders dem Schloss in seiner Mitte, entspricht bis heute in seinem Erscheinungsbild im wesentlichen dem spätklassizistischen Landschaftsgarten aus der ersten Hälfte dews 19. Jahrhunderts. Historische Planunterlagen von 1815 bis 1843 bestätigen diese Übereinstimmung mit dem heutigen Zustand.

Entstanden ist der Landschaftsgarten aus der gestalterischen Überformung der alten Burgbefestigung mit ihren Bastionen, Ravelins und Burggräben sowie kleineren älteren gärtnerischen Anlagen unter den Großherzögen Peter Friedrich Ludwig und Paul Friedrich August parallel zu deren weiteren Gartenanlagen der anderen Residenzen. Stilistisch ist der Garten der Spätform des Landschaftsgartens, dem zonierten Garten* zuzuordnen, ergänzt durch Aufschmückungen im 'gardenesque' Stil des späten 19. Jahrhunderts.

Ziel der Baumaßnahmen ist nicht nur die Sanierung dieses bedeutenden Zeugnisses der Gartenkunst im ehemaligen Großherzogtum Oldenburg, sondern die Restaurierung des Parks mit seinen charakteristischen Strukturen der verschiedenen Zeithorizonte. Das ursprüngliche Gestaltungskonzept ist zwar im wesentlichen erhalten, wurde aber in jüngerer Zeit durch Ergänzungen und kleinere Veränderungen verwischt und damit sowie durch bauliche Mängel in seiner Aussagekraft und Attraktivität beeinträchtigt.

Wichtige Maßnahmen sind die Öffnung der Parkräume und Sichtbeziehungen, wodurch insbesondere die Parkräume untereinander und mit dem Schloss wieder verknüpft werden, die Befestigung der Uferlinie des Schlossgrabens, der Neuaufbau der Wege auf der historischen Tragschicht, welche bis heute die ursprüngliche Wegeführung dokumentiert und die Neuanlage von verlorengegangenen Schmuckpflanzungen im Sinne des Pleasuregrounds.

*Ein zonierter Garten, wie er etwa von Repton in England und von Pückler in Deutschland angelegt wurde, besteht u.a. aus einem intensiv gestalteten Bereich in Hausnähe (der sogenannte "Pleasureground"), freieren Gartenpartien und dem Übergang in die Feldflur.

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Weitere Informationen zum Schlossgarten


Ausflugsziel Schlosspark
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Der Schlosspark im Frühling ist ein beliebtes Ausflugsziel.


Ausflugsziel Schlosspark
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Ein Pfau bewacht den ehemaligen Eingang des unterirdischen Ganges, der vielleicht wieder für Besucher zugänglich gemacht werden kann.