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Restaurierung und Sanierung im Schloss |
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Übersicht - Die Restaurierung der Gobelins im Gobelinsaal Im Schlossmuseum Jever werden seit 1999 umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Über den Fortgang der Arbeiten berichten wir hier.» Grundriß der Fürstlichen Etage. Der Gobelinsaal ist rot » markiert. (16 KB) Die Gobelins im Schloss zu Jever Die aus Wolle und Seide gewirkten Gobelins des Schlosses Jever, die vermutlich um 1680 in einer Brüsseler Manufaktur hergestellt worden sind, gehörten früher zum mobilen Inventar und wurden auf Reisen mitgenommen. Höchstwahrscheinlich in Anhalt-Zerbster Zeit am Anfang des 18. Jahrhunderts nach Jever gekommen, fanden die Tapisserien im 19. Jahrhundert einen festen Platz im Schloss, in dem sie auch heute zu bewundern sind. Die Gobelins, die 1994 aufgrund ihres Erhaltungszustandes zur Restaurierung weggegeben wurden, kamen nach sieben Jahren ins Schloss Jever zurück. So lange dauerten die umfangreichen Restaurierungsmaßnahmen, die notwendig geworden waren. Die Gobelins waren stark verschmutzt und wiesen Schäden auf, die vor allem von der unsachgemäßen Hängung und Festigung herrührten. Die Rückseiten der Gobelins waren mit Stärke eingestrichen - wahrscheinlich meinte man früher, dass dieser Belag zur Konservierung der Teppiche beitragen würde. Nach einer ersten Analyse und einer Schadensaufnahme begannen die Textilrestauratorinnen der Paramentenwerkstatt in Helmstedt die Teppiche von dem Stärkebelag zu säubern. Dieser konnte mit lauwarmen Wasser und vorsichtigem Abbürsten entfernt werden. Anschließend wurden die Gobelins im islamischen Museum in Berlin, in dem sich die größte Teppichwaschanlage Deutschlands befindet, einer kompletten Reinigung unterzogen. An den von Schmutz und Staub befreiten Stücken wurden die Fehlstellen geschlossen. Diese wurden nicht nachgewebt, sondern es wurden reinwollende Flicken in 24 verschiedenen Farbnuancen hergestellt, die hinter den Schadstellen angenäht wurden. Die frühere Befestigung der Gobelins durch Messingringe, die zu einer Überdehnung des Gewebes und zur Zerstörung eines Teils der Kettfäden geführt hatte, wurde durch eine neue Konstruktion ersetzt: die Teppiche wurden per Hand auf Metallrahmen aufgenäht, die mit Segeltuch bespannt sind. So ist der Zug gleichmäßig verteilt und da die Gobelins wie auf Bilderrahmen angebracht sind, haben sie durch die zwischen Wand und Gewebe liegende Luftschicht einen natürlichen Klimapuffer. Seit April 2001 sind die sechs großen, wandfüllenden Bildteppiche wieder im Schloss Jever zu sehen. Übersicht - Die Restaurierung der Gobelins im GobelinsaalInformationen zur Restaurierung des Gobelinsaales:Informationen zu den Wandteppichen im Gobelinsaal:
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