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Restaurierung und Sanierung im Schloss linie
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Übersicht - Restaurierungsarbeiten im ehemaligen Speisesaal des Schlosses zu Jever

Fürstliche Etage, SpeisesaalIm Schlossmuseum Jever werden seit 1999 umfangreiche Restaurierungsarbeiten durchgeführt. Über den Fortgang der Arbeiten berichten wir hier.

» Grundriß der Fürstlichen Etage. Der Speisesaal ist rot
» markiert. (16 KB)


Ehemalige Fürstliche Galerie (Speisesaal)

In der Galerie (Speisesaal) waren sämtliche Ausstattungsteile aus Holz weiß gestrichen worden. Sicherlich entsprachen die Holzimitationsmalereien des 19. Jahrhunderts irgendwann nicht mehr dem Zeitgeschmack, so dass man diese Malereien übergestrichen hatte. Seit August 2003 sind die Fensterläden, die Fußböden und die umlaufenden Holzverkleidungen (Lambrien) wieder in dem Zustand der Einrichtung der Räume zu sehen.

Nachdem an mehreren Stellen Freilegungen erfolgten, konnten Rekonstruktionen nach genauem Befund erfolgen. (Einige dieser Freilegungen sind als "Sichtfenster" offengelassen worden.) Das Gesamtbild des Raumes überzeugt seitdem durch die genau abgestimmten Farben der einzelnen Raumteile aufeinander. Der helle, beige-gelbe Fußboden der Galerie nimmt die Farbigkeit der Decke wieder auf und verklammert optisch beide miteinander. Die Holztöne finden Entsprechungen in den waagerecht und senkrecht verlaufenden Friesen. Eine Besonderheit stellen in der Galerie die beiden Platten der kleinen Abseiten neben der Treppe dar: dort ist das Holz so bemalt worden, dass es wie Marmor aussieht.

Ein Schwerpunkt der Arbeiten lag auf der restauratorischen Behandlung der Tapeten und der Decke. Zunächst ging es darum, die Befestigung der Tapeten zu sichern und entsprechend neuerer Erkenntnisse so zu verändern, dass sie sich frei ausdehnen können und nicht mehr unten fest gespannt sind. Die untere Kante des Gewebes, auf dem das Tapetenpapier liegt, wurde doubliert. Vor allem der untere Teil des umlaufenden Frieses, der Meeresgötter und Fabelwesen zeigt, war stark beschädigt. Hier wurden fehlende Partien ergänzt und die Malereien retuschiert. Die hellblau-türkisen Flächen zwischen den schwarzen Friesen (Spiegel) wurden nach Farbbefund neu überfasst.

An der Decke waren alte Wasserflecken zu erkennen. Auch löste sich die Malschicht an vielen Stellen, so dass als erste Maßnahme die Sicherung dieser Farbschollen durchgeführt wurde. Unter Aussparung der ornamentalen und floralen Malereien wurde die Decke neu gestrichen. Durch den einheitlich farbigen Untergrund kommen seitdem die Malereien wieder zur Geltung. In den Bereichen, wo die Decke zur Wand übergeht (Hohlkehlen), wurde die originale Farbigkeit wieder hergestellt.

Nach der Restaurierung passten Decke und die Tapete farblich wieder zusammen. Das ursprüngliche Farbkonzept dieses Raumes, das im Laufe der letzten 150 Jahre verloren gegangen war, konnte jetzt wieder hergestellt werden.

Übersicht - Restaurierungsarbeiten im ehemaligen Speisesaal des Schlosses zu Jever
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Bildausschnitt Tapete
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Der Bildausschnitt zeigt die untere Zone der Tapete, die die meisten Schäden vor der Restaurierung aufwies.


Fensterseite Galerie
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Die Fensterseite der Galerie nach den Restaurierungsarbeiten.


Fries
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Die untere Kante der Tapete wurde doubliert. Im Fries, der Meeresgötter und Fabelwesen zeigt, wurden die Fehlstellen einretuschiert.