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 Erzählcafé im Schulmuseum
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2. Erzählcafé am 07.05.2008
"Schule und Religion - Evangelisch und Katholisch in der Friesischen Wehde"

Während das erste Erzählcafé einen sehr großen Zulauf hatte, kamen an dem frühsommerlichen Mainachmittag nur wenige Besucher im Erzählcafe zusammen. Von diesen hatten fast alle einen persönlichen Bezug zu dem Thema "Schule und Religion - Evangelisch und Katholisch in der Friesischen Wehde."
Ausgehend von dem Impulserzähler, der als katholischer Flüchtlingsjunge in das evangelische Friesland kam, erinnerten sich die Besucher an ihre eigenen Begegnungen, wo die Religion eine Rolle spielte, oder eben auch nicht. Der Podiumsgast war zunächst in der überwiegend evangelischen Schule in Bohlenbergerfeld, bis dort nachmittags eine katholische Klasse eingerichtet wurde. Später ging er auf die katholische Schule im Fuhrenkamplager. Er berichtete von sportlichen Wettkämpfen in Fußball und Boßeln zwischen den katholischen Flüchtlingskindern und den evangelischen Einheimischen. Allgemein vermittelte er aber den Eindruck, dass für ihn im Miteinander mit den Nachbarn und Freunden die Religion keine Rolle spielte. Die Umgangssprache, das Plattdeutsche, war für viele Flüchtlinge zunächst eine viel größere Barriere.
Diskussionsstoff bot die Anmerkung einer Zeitzeugin, dass rund fünfzehn Jahre später die Begegnung der evangelischen und katholischen Kinder auf dem Schulweg viel eher zu obligatorischen Rangeleien führte. In der Zwischenzeit hatte es in der Friesischen Wehde von kirchlicher Seite verschiedene Bestrebungen und Ansätze gegeben mehr konfessionelle Schulen einzurichten. Diesbezüglich berichteten auch ein ehemaliger evangelischer Pfarrer und ein Lehrer von ihren Erfahrungen. (Konzept und Text: Ulrike Taenzer)
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