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Ausstellungen

Durch die Lupe betrachtet

Verlorengegangenes, Halbvergessenes, Nie gewußtes... In dieser Rubrik wollen wir Museumsobjekte durch die Lupe betrachten und herausfinden, welche Rolle diese Objekte einmal gespielt haben oder welche Bedeutung sie heute noch haben, ohne das uns dies bewußt sein mag.

Schulwandbild mit "Hänschen Klein"-Motiv

Haenschen KleinMelodie: Franz Wiedemann (1821-1882), "Fahret hin" bei Büsching u. v. der Hagen 1807, teilweise schon veröffentlicht 1711

Text: mündlich überliefert, volkstümlich

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Das Kinderlied-Motiv vom "Hänschen Klein" ist im wahrsten Sinne des Wortes volkstümlich geworden und hat Generationen von Kindern den Tag verschönert. Wie viele andere Kinderlieder und -reime auch ist es nur noch rudimentär in Erinnerung. Der heute noch bekannte Text ist innerhalb des Originaltextes groß geschrieben.

HÄNSCHEN KlEIN, GING ALLEIN IN DIE WEITE WELT HINEIN
STOCK UND HUT STEHT IHM GUT IST GAR WOHLGEMUT,
ABER MUTTER WEINET SEHR,
HAT JA NUN KEIN HÄNSCHEN MEHR
wünsch dir Glück, sagt ihr Blick, kehr nur bald zurück.

Sieben Jahr trüb und klar, Hänschen in der Fremde war.
DA BESINNT SICH DAS KIND, EILET HEIM GESCHWIND.
Doch nun ist´s kein Hänschen mehr,
nein ein großer Hans ist er,
schwarz gebrannt, Stirn und Hand, wird er wohl erkannt?

Eins, zwei, drei, geh´n vorbei wissen nicht wer das wohl sei,
Schwester spricht:"Welch Gesicht", kennt den Bruder nicht.
Kommt daher die Mutter sein
schaut ihm kaum ins Aug´ hinein,
spricht sie schon: "Hans, mein Sohn, Grüß dich Gott mein Sohn."

Weitere Informationen im Internet:

Hänschen Klein - Liedvariationen, Melodie (MIDI) zum Anhören

Hänschen Klein - Noten

Stiftung Lesen: Hänschen Klein und Co.

Singen hat für Kinder eine große Bedeutung - nicht zuletzt, weil sie die Stimme von Mama, Papa, Oma oder Opa besonders lieben. Sie mögen sanfte und fröhliche Melodien und freuen sich, wenn sie Reime wiedererkennen. Kinder achten sehr bewusst auf die Texte der Lieder. Eltern und Großeltern sollten in ihrem Gedächtnis kramen, nach Schlafliedern, jahreszeitlichen Liedern, Kniereitern und Spielliedern. [...]



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