Veröffentlichungen im Rahmen der Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever

Seit geraumer Zeit betreibt das Schlossmuseum Jever mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste intensiv Provenienzforschung, um die Herkunft und die Besitzverhältnisse von Objekten, die während der NS-Zeit von 1933 bis 1945 ins Haus gelangt sind, zweifelsfrei klären zu können.

Das Projekt trägt den Titel „Wissenschaftliche Tiefenerschließung ausgewählter Bestände des Schlossmuseums Jever im Hinblick auf unrechtmäßig angeeignetes Sach- und Schriftgut aus dem Besitz jüdischer Bürger Jevers und Frieslands in den Jahren 1933 bis 1945“.

Im Rahmen dieses Projektes bitten das Schlossmuseum und das ↑ Gröschler-Haus ↑ in Jever um Mithilfe. Gesucht werden diverse Möbelstücke, bei denen es sich um Gegenstände aus dem Esszimmer des jüdischen Ehepaares Hermann und Änne Gröschler aus Jever handelt. Genauere Einzelheiten finden sich hier: ↑ Aufruf des Schlossmuseums Jever: Suche nach Esszimmer-Mobiliar der Familie Gröschler ↑.

Weiteres Informationsmaterial und bisherige Veröffentlichungen finden Interessierte auf einer neu angelegten Seite zur Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever.

Pressetermin Erinnerungsort Jever – Di. 08.11.16 um 14:30 Uhr im Gröschlerhaus

Die Forschung zur jüdischen Geschichte Jevers, insbesondere der NS-Zeit, hat einige interessante und wichtige Neuigkeiten und einen neuen Erinnerungsort ergeben, über den wir die Öffentlichkeit gerne informieren möchten. Daher lädt das Schlossmuseum zu einem Pressegespräch am Dienstag, 8. November 2016 um 14:30 Uhr ins Gröschlerhaus, Große Wasserpfortstraße 19, ein.

Es werden Ihnen für ein Gespräch zur Verfügung stehen:

LR Sven Ambrosy
BGM Jan-Edo Albers
Dr. Rolf Keller, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Volker Landig und Hartmut Peters, Arbeitskreis Gröschlerhaus
Holger Frerichs und Antje Sander, Schlossmuseum Jever
(möglicherweise auch Niels Juister, Landesamt für Denkmalpflege)

Weitere Informationen: ↑ Gröschlerhaus

Feierliche Namensgebung für das Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region – Gröschlerhaus

Am Sonntag, 28. September 2014 wird im Rahmen einer feierlichen Namensgebung das Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region den Namen „Gröschlerhaus“ erhalten. Dazu findet um 11 Uhr ein Empfang im Audienzsaal des Schlosses zu Jever statt. Grußworte werden dabei die Stv. Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs, der Bürgermeister Jan Edo Albers sowie der Vorstand der jüdischen Gemeinde Oldenburg halten. Der Arbeitskreis „Juden in Jever“ und Vertreter der Familien von Hermann und Julius Gröschler erläutern den Hintergrund der Namensgebung. Zur musikalischen Umrahmung spielen Bernd Albers (Perkussion), Iko Andrae (Gesang, Gitarre) und Eckhard Harjes (Gesang, Gitarre) auf. Moderation: Volker Landig.

Um ca. 12.30 Uhr erfolgt dann die offizielle Namensgebung ↑ Gröschlerhaus ↑ am Ort der zerstörten Synagoge in der Wasserpfortstraße 19 in Jever. Das Schlossmuseum bittet um Anmeldung unter info@schlossmuseum.de oder 04461 – 969 35 42.