Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever

Seit einem Dreivierteljahr betreibt das Schlossmuseum Jever intensiv Provenienzforschung. Diese betrifft die im Zeitraum zwischen 1933 und 1945 eingegangenen verdächtigen Objekte, die möglicherweise aus dem Besitz jüdischer Bürger aus Jever stammten und unrechtmäßigerweise ins Schlossmuseum gelangten.

Diese Maßnahme wird gefördert mit Mitteln des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste. Eine Verlängerung dieser Maßnahme ab Oktober dieses Jahres wurde nun gewährt.

Das Projekt trägt den Titel „Wissenschaftliche Tiefenerschließung ausgewählter Bestände des Schlossmuseums Jever im Hinblick auf unrechtmäßig angeeignetes Sach- und Schriftgut aus dem Besitz jüdischer Bürger Jevers und Frieslands in den Jahren 1933 bis 1945“.

Im Rahmen eines Pressegesprächs am Mittwoch, 22.06.2016 um 9.30 Uhr wird das Projekt näher erläutert.

Weitere Informationen: ↑ Deutsches Zentrum für Kulturgutverluste

Schenkung von Prof. Dr. Rolf Sternberg

Der ehemalige Leiter der Bibliothek des Mariengymnasiums in Jever, Hartmut Peters, erhielt nun eine einzigartige Schenkung von Dokumenten, die das jüdische Leben in Jever und Neustadtgödens darstellen. Erhalten hat er diese von Prof. Dr. Rolf Sternberg aus New York/USA. Während der Nazidiktatur musste der Jeveraner mit seiner Familie Deutschland in Richtung USA verlassen. Nach einem Besuch Mitte des Jahres in Jever hat er nun Dokumente seines Vaters, Philipp Sternberg, nach Jever geschickt, die dort in der Sammlung des Schlossmuseums aufbewahrt werden sollen. Philipp Sternberg ist in Gödens geboren und war Soldat im Ersten Weltkrieg.

Daher werden zur Zeit einige der Dokumente im Landrichterhaus in der Ausstellung „Jüdische Nachbarn – jüdische Soldaten im Ersten Weltkrieg“ ausgestellt. Die Schenkung von Prof. Dr. Rolf Sternberg wird am Mittwoch, 22. Oktober 2014 um 11:00 Uhr im Landrichterhaus in Sande-Neustadtgödens im Rahmen eines Pressegesprächs der Öffentlichtkeit präsentiert.

Feierliche Namensgebung für das Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region – Gröschlerhaus

Am Sonntag, 28. September 2014 wird im Rahmen einer feierlichen Namensgebung das Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region den Namen „Gröschlerhaus“ erhalten. Dazu findet um 11 Uhr ein Empfang im Audienzsaal des Schlosses zu Jever statt. Grußworte werden dabei die Stv. Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs, der Bürgermeister Jan Edo Albers sowie der Vorstand der jüdischen Gemeinde Oldenburg halten. Der Arbeitskreis „Juden in Jever“ und Vertreter der Familien von Hermann und Julius Gröschler erläutern den Hintergrund der Namensgebung. Zur musikalischen Umrahmung spielen Bernd Albers (Perkussion), Iko Andrae (Gesang, Gitarre) und Eckhard Harjes (Gesang, Gitarre) auf. Moderation: Volker Landig.

Um ca. 12.30 Uhr erfolgt dann die offizielle Namensgebung ↑ Gröschlerhaus ↑ am Ort der zerstörten Synagoge in der Wasserpfortstraße 19 in Jever. Das Schlossmuseum bittet um Anmeldung unter info@schlossmuseum.de oder 04461 – 969 35 42.