Kleidung und Mode in einer ländlichen Kleinstadt

Kostümkleid mit Turnüre. Ende 19. Jh. Seide, Samt, Spitze. Detail Brust und Kragen.Kleidung und Mode zählen zu den attraktivsten, aber auch zu den problematischeren Sammlungsgebieten eines Museums. In ihrem unmittelbaren Bezug zum menschlichen Körper und seiner Sinnlichkeit sind sie zeitverwobene Objekte von grosser Signifikanz und oft Kunstwerke von aufwendiger Schönheit oder schlichter Eleganz.

Problematisch gestaltet sich ein solcher Sammlungsbestand auf Grund der besonderen konservatorischen Anforderungen, vor allem aber auch angesichts einer Überlieferungslage, die in Folge des praktischen Gebrauchs und modischen Verschleißes oft lückenhaft ist.

Die umfangreiche textile Sammlung des Schlossmuseums veranschaulicht die regional-geschichtliche Entwicklung sowie modisches Bewusstsein und ästhetisches Empfinden der Jeverländer, die sich am Puls der Zeit orientierten. Von Rokoko, Empire und Biedermeier über Zweites Rokoko und Tournüre bis zur Reformmode, Mode der 1920er Jahre und der Nachkriegszeit lassen sich die Modeströmungen in der Sammlung wiederfinden.

Frau Nadine Kriwoplas hat im Rahmen der Musealog-Maßnahme ein virtuelles Schaumagazin mit ausgewählten Stücken aus der ca. 1800 Objekte umfassenden Sammlung an Kleidung, Accessoires und anderen textilen Gegenständen des Schlossmuseums erstellt.

Die Präsentation findet sich unter www.schlossmuseum.de/sammlungen/kleidung-und-mode/.

Weitere Infos: ↑ http://www.musealog.de/ ↑.