Deutsches Zentrum Kulturgutverluste fördert erneut Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste fördert erneut das Projekt „Provenienzforschung“ im Schlossmuseum Jever und gibt damit dem Museum die Möglichkeit, im nunmehr dritten Projektjahr die systematische Bestandsprüfung auf die Museumsbibliothek und die Münzsammlung auszuweiten und die Recherchen zu den Judaica und zum Möbelbestand abzuschließen.

Das Deutsche Zentrum Kulturgutverluste versteht sich national und international als zentraler Ansprechpartner zu Fragen unrechtmäßiger Entziehungen von Kulturgut in Deutschland im 20.Jahrhundert. Es fördert die Provenienzforschung über finanzielle Zuwendungen und dokumentiert Kulturgutverluste als Such- und Fundmeldungen in seiner öffentlich zugänglichen Datenbank „Lost Art“.

Seit Beginn der von Bund und Ländern ermöglichten Förderung von Projekten zur Provenienzforschung im Jahr 2008 haben die bis jetzt geförderten Einrichtungen rund 22,15 Millionen Euro erhalten. In diesen Institutionen konnten damit bis heute insgesamt 256 Projekte (davon 173 langfristige und 83 kurzfristige) realisiert werden.

Weitere Informationen zu den Fördermöglichkeiten unter: ↑ www.kulturgutverluste.de ↑.

Die Homepage der Lost Art-Da­ten­bank findet sich unter: ↑ www.lostart.de ↑.

Veröffentlichungen im Rahmen der Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever

Seit geraumer Zeit betreibt das Schlossmuseum Jever mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste intensiv Provenienzforschung, um die Herkunft und die Besitzverhältnisse von Objekten, die während der NS-Zeit von 1933 bis 1945 ins Haus gelangt sind, zweifelsfrei klären zu können.

Das Projekt trägt den Titel „Wissenschaftliche Tiefenerschließung ausgewählter Bestände des Schlossmuseums Jever im Hinblick auf unrechtmäßig angeeignetes Sach- und Schriftgut aus dem Besitz jüdischer Bürger Jevers und Frieslands in den Jahren 1933 bis 1945“.

Im Rahmen dieses Projektes bitten das Schlossmuseum und das ↑ Gröschler-Haus ↑ in Jever um Mithilfe. Gesucht werden diverse Möbelstücke, bei denen es sich um Gegenstände aus dem Esszimmer des jüdischen Ehepaares Hermann und Änne Gröschler aus Jever handelt. Genauere Einzelheiten finden sich hier: ↑ Aufruf des Schlossmuseums Jever: Suche nach Esszimmer-Mobiliar der Familie Gröschler ↑.

Weiteres Informationsmaterial und bisherige Veröffentlichungen finden Interessierte auf einer neu angelegten Seite zur Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever.

Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever

Seit einem Dreivierteljahr betreibt das Schlossmuseum Jever intensiv Provenienzforschung. Diese betrifft die im Zeitraum zwischen 1933 und 1945 eingegangenen verdächtigen Objekte, die möglicherweise aus dem Besitz jüdischer Bürger aus Jever stammten und unrechtmäßigerweise ins Schlossmuseum gelangten.

Diese Maßnahme wird gefördert mit Mitteln des Deutschen Zentrums für Kulturgutverluste. Eine Verlängerung dieser Maßnahme ab Oktober dieses Jahres wurde nun gewährt.

Das Projekt trägt den Titel „Wissenschaftliche Tiefenerschließung ausgewählter Bestände des Schlossmuseums Jever im Hinblick auf unrechtmäßig angeeignetes Sach- und Schriftgut aus dem Besitz jüdischer Bürger Jevers und Frieslands in den Jahren 1933 bis 1945“.

Im Rahmen eines Pressegesprächs am Mittwoch, 22.06.2016 um 9.30 Uhr wird das Projekt näher erläutert.

Weitere Informationen: ↑ Deutsches Zentrum für Kulturgutverluste