Anbringen eines Nistkastens für Waldkäuze im Schlosspark

Die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur-und Umweltschutz e. V. (WAU) hat mit Hilfe von Spendengeldern einen Eulennistkasten erworben, der im Schlosspark Jever aufgehängt werden soll. Dort hat bis vor wenigen Jahren regelmäßig ein Waldkauzpaar gebrütet, seit einiger Zeit ist dieses Brutvorkommen aber erloschen, vermutlich weil keine geeigneten Baumhöhlen mehr zur Verfügung stehen. In den letzten Jahren sind bei Stürmen mehrere alte Bäume im Park umgefallen. Jetzt hoffen WAU und Schlossmuseum, dass das „Angebot“ einer künstlichen Bruthöhle zu einer Wiederbesiedlung durch den Waldkauz führt.

Mit dieser Maßnahme setzt die WAU ihr Nistkastenprogramm im Schlosspark fort. Seit 2012 hängen dort mehr als 30 Kästen, die von Höhlenbrütern auch gut angenommen werden. Kontrolliert werden die Kästen in regelmäßigen Abständen durch die WAU-Mitglieder Dr. Susanne Homma und Olaf Geiter, die im Dienste der wissenschaftlichen Vogelberingung tätig sind und die Jungvögel kurz vor dem Flüggewerden beringen. Damit soll auch ein Beitrag zur Erforschung der kleinräumigen Verbreitung häufiger Singvögel geleistet werden.

Die Schlossparkleitung und der Schlossgärtner, Herr Thomas Werner, freuen sich über die Zusammenarbeit mit der WAU bei dem gemeinsamen Bestreben, den Schlosspark als attraktiven Lebensraum von Tieren und Pflanzen mitten in der Stadt Jever zu gestalten. Das Projekt wird im Rahmen eines Pressegesprächs im Schloss von Herrn Werner Menke (WAU) und dem Schlossmuseum Jever am Donnerstag, 20.02.2014 um 11 Uhr im Detail vorgestellt.