Schlossmuseum Jever



Einführung

Porzellanherstellung

Wallendorf

Form

Dekor

Impressum

Wallendorfer Porzellan
im Schlossmuseum Jever


Dekor / Monogrammmalerei

Neben dem reinen Gebrauchswert erhielten Trinkgeschirre einen ganz persönlichen Wert als Sammeltassen, Geschenke oder Souvenirs, wenn sie mit einem Namenszug, einem Monogramm, einem Porträt, einem Sinnspruch oder einer Stadtansicht verziert waren. Das Schlossmuseum Jever besitzt eine Wallendorf-Tasse in der bekannten Schalenform mit Stabrelief, die mit einem Monogramm in purpurfarbener Aufglasurmalerei versehen wurde. Die Buchstaben MLM werden von einer runden bzw. ovalen Kartusche gerahmt, die seitlich von Blumenarrangements mit zentraler Rose gesäumt wird. Die Kartusche wird von einer Schleife gekrönt. Zwei Streublumen ergänzen das Dekor.

Eine solche Monogrammmalerei wurde als Sonderanfertigung auf Bestellung gearbeitet. Das bedeutet, dass das Dekor erst vor Ort von einem Hausmaler auf importiertem Weißporzellan aufgemalt und eingebrannt wurde. Heimarbeit war bei den Porzellanmalern keine Seltenheit. Sie arbeiteten entweder unabhängig oder wurden von einer Manufaktur beschäftigt. Die Malerfamilie Graef aus Thüringen hat beispielsweise über vier Generationen seit etwa 1820 in Ostfriesland Thüringer Porzellan bemalt.

Auch heute noch ist es möglich, Trinkgeschirr mit persönlichen Initialen in Wallendorf in Auftrag zu geben. Das Dekor "Dresmer Privat" greift die ursprüngliche Kartuschenmalerei mit breiterer Farbpalette wieder auf. Das Monogramm wird nun mit Goldfarbe staffiert.


Zu den SammlungenzurückblätternweiterblätternSeitenanfang