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Rasante Zeiten: die verkehrstechnische Erschließung des Jeverlandes unter den Oldenburger Herzögen

Bis in die 1840er Jahre waren die Verkehrswege zu Lande im Jeverland schlecht ausgebaut. Viele beklagten sich über schwer begehbare Kleiwege. Der Fokus der Beförderung lag damals auf den Wasserwegen der Siele und Tiefs. Dies änderte sich mit dem Bau von sogenannten Kunststraßen in der Zeit der Oldenburger Großherzöge.

Der Anschluss Jevers an das Oldenburger Verkehrswegenetz kam erst sehr spät. Erst 1846 erhielt Jever seine erste Steinchaussee und 1871 erreichte Jever die Eisenbahn.

Die Radtour erinnert an die „Beschleunigung“ des Jeverlandes und führt auf alten Trassen zu markanten Punkten in der Landschaft.

Wegeverhältnisse: Wie schwierig das Fortkommen auf den damaligen Straßen war, gibt ein Bericht des niederländischen Predigers Hebelius Potter aus dem beginnenden 19. Jahrhundert wieder: Über den Weg von Jever nach Varel macht er folgende Aussagen:

„Der Weg, den wir giengen, war so lange gut, als wir uns auf einem sandigen Boden befanden… Kein von gesitteten Menschen angebautes Land auf der Erde, kann weniger Abwechslung und Verschiedenheit der Natur, sowie der Kunst und alter Denkmäler in sich schließen, als dieses Land… Je weiter ich vorwärts kam, desto schlechter fand ich den Weg… besonders in der Nähe von Schortens… Auf dem abscheulichsten, öden, thonigen Wege kam ich nach Dykhuizen“

(H. Potter`s Reisen durch einen großen Theil von Süd-Holland in den Jahren 1807 und 1808. Verlag des Landes – Industrie – Comptoirs, Weimar 1811, S. 118 – 122).

Straßenbauarbeiten in der Albanistraße in Jever. Quelle: Schlossmuseum Jever
Straßenbauarbeiten in der Albanistraße in Jever. Quelle: Schlossmuseum Jever

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