Ledertapeten
"Es ist nicht alles Gold, was glänzt."
Die Ledertapeten gehören zu den Kostbarkeiten des Schlosses zu Jever. Sie wurden um 1700 in einer der großen Werkstätten des niederländischen Raumes (vermutlich Mecheln) hergestellt. Wahrscheinlich haben die Fürsten von Anhalt-Zerbst diese Tapeten im 18. Jahrhundert angeschafft. Sie wurden je nach Bedarf immer wieder umgehängt und zurechtgeschnitten.
Ledertapeten, auch Goldleder genannt, erhielten die goldene Farbe durch eine Auflage aus Blattsilber, das mit einem gelbbraunen Firnis bearbeitet wurde. Alle plastischen Formen wurden mit Hilfe von Modeln in das Leder gepresst. Anschließend wurde das Leder mit verschiedenen Farben bemalt.