Ausstellung: VERsammelt – Museumsstücke treffen auf Privatschätze
29.03.2026 bis 10.01.2017
Sammeln macht glücklich
Der Sammel- und Jagdtrieb ist tief in unserem Unterbewusstsein verankert, obwohl unser Überleben längst nicht mehr davon abhängig ist. Vereinfacht lässt sich sagen, dass wir früher Nahrung gehortet haben und jetzt stellvertretend dafür Kronkorken, Puppen, Streichholzschachteln, Munzen, Gemälde oder Zollstocke. Wer besondere Schätze anhäufte und sich der Bewunderung und dem Staunen der Anderen versichern konnte, hob sich heraus. Die Vorläufer der ersten Museen waren die Wunderkammern der Reichen und Mächtigen, die Kuriositäten und Luxusguter zusammentrugen oder tragen ließen. Und noch heute garantiert das ’sich schmücken‘ mit einer herausragenden Sammlung einen sozialen Stellenwert und lasst den Besitzer im Glanz seiner Stücke erstrahlen. Repräsentation und Wertanlage mögen gute Gründe sein. Aber Sammeln bedeutet noch viel mehr. Da wäre die Sache mit dem Souvenir. Mal ehrlich: Wer hebt nicht am Strand einen besonders schonen Stein auf und steckt ihn in seine Tasche? An den Gegenstand wird automatisch eine Erinnerung geknüpft, das Ding – irgendwann wieder zur Hand genommen – entführt uns wieder zurück an den Tag am Meer, lasst für einen Moment das Rauschen der Wellen und das Gefühl der Sonne im Gesicht hervorholen.
Als Hobby bietet das Sammeln einen Ausgleich zum Alltag und eine Beschäftigung mit etwas, was uns Freude bereitet – der Gegenstand wird dazu subjektiv gewählt. Eine wohltuende Ablenkung und das zielgerichtete Interesse für etwas, das Ordnung im Chaos verheißt, Aufregung durch Jagdfieber beim Ersteigern eines seltenen Stuckes oder aber Gemütlichkeit beim Abstauben, Neusortieren oder Katalogisieren der Sammlung. Im Sammeln entdecken wir vielleicht Seiten von uns, die wir vorher nicht kannten, wie erzielen Aufmerksamkeit bei Freunden und sogar Gleichgesinnten, mit denen wir ins Gespräch kommen oder Dinge tauschen. Spätestens hier wird deutlich, dass das Wissen über das, was da zusammengetragen wird, auch beflügelt. Musikrichtungen, Prägestempel, Erhaltungszustande, Hersteller und Verfügbarkeit. Der passionierte Sammler kennt sich bestens aus, hat alles gelesen, erforscht und dokumentiert seine Stücke: um den Überblick zu behalten, um Auskunft zu geben und sich des Wachstums zu vergewissern. Ob es sich um eine Art ‚einfaches Sammeln‘ handelt, bezogen auf Alltagsgegenstande oder um das Sammeln von Meisterwerken bedeutender Künstler: es funktioniert doch immer gleich, oder?
Pressemitteilung: Ausstellung: VERsammelt – Museumsstücke treffen auf Privatschätze (PDF / 52 KB) Plakat: Ausstellung: VERsammelt – Museumsstücke treffen auf Privatschätze (PDF / 0.7 MB)




