Aktuell

Online-Konzert aus dem Schloss Jever mit “La Protezione della Musica” am 16.01.2021

↑ “La Protezione della Musica” ↑ ist ein anerkannten Ensemble für historisch informierte Aufführungspraxis. Der Schwerpunkt liegt dabei vor allem auf der Musik des Frühbarock. Virtuosität, gepaart mit Spielfreude und das Engagement, nicht nur bekannte Werke (wieder-)aufzuführen, begeistern das Publikum.

Das Ensemble musiziert in den unterschiedlichsten Besetzungen und versteht sich als Kollektiv vieler, wundervoller Musikerpersönlichkeiten.

“La Protezione della Musica” war zu Besuch im Schloss Jever und hat höfische Kammermusik aufgenommen. Musik für Laute und Gesang von Briegel, Nauwach und Strobel gibt es ab dem 16.01.2021 11:00 Uhr zu bestaunen. Das Konzert wird auf Youtube und auf der Homepage des Schlossmuseums übertragen.

Der Trailer zum Konzert:

Das Online-Konzert im Schlossmuseum Jever – 16.01.2021 ab 11:00 Uhr:

Neuer Blog-Beitrag zum Püttbierfest

Die Püttgemeinschaft Wangerstraße in Jever hätte in diesem Jahr ihr 301. Püttbier feiern können. Coronabedingt muss der traditionelle Festbrauch des Püttbierfestes 2021 leider ausfallen. Die Museumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander erinnert in ihrem Blog-Beitrag “Püttbier – ‘alle Jahr auf den Montag nach Heilige drei Könige’“ an diesen bis auf die “Jeverische Brunnenordnung” von 1756 zurückreichenden Brauch und beschreibt, was da jedes Jahr Anfang Januar eigentlich los ist in Jever …

Übrigens: Das Rechnungsbuch von 1720 der ältesten noch aktiven Püttacht der Stadt aus der Wangerstraße existiert noch und wird im Archiv des Schlossmuseums bewahrt und gepflegt.

Ratspütt

Weitere Informationen finden sich im Kaleidoskop Nr. 37: Das Püttbuch Wanger Straße von 1720. Ein frühes Beispiel jeverscher Festkultur und Brunnengemeinschaft.

Weihnachtsbotschaft für das Jahr 2020: Advent – Ankunft und Nähe

Die Vorweihnachtszeit hat für viele Menschen in diesem Jahre eine ganz andere Stimmung als zuvor. Da auch der traditionelle Tag der offenen Tür am dritten Adventssonntag im Schlossmuseum Jever nicht stattfinden kann, wird ein ganz besonderer Adventskalender präsentiert.
Vom 1. bis zum 24. Dezember werden 24 Bilder mit Motiven aus dem Museum auf die Fassade des Schlosses projiziert.

Sie erzählen von Vertrautheit, Beziehung und Nähe. Gefühlen und Stimmungen, die die Adventszeit ausmachen.

Grußbotschaft zum Tag der offenen Tür am 3. Advent

Eine Grußbotschaft der Museumsleiterin Prof. Dr. Antje Sander zum Tag der offenen Tür am 3. Advent, der leider wegen der aktuellen Corona-Maßnahmen ausfallen musste. Zu berichten gab es dennoch einiges, denn 2020 ist im Schloss Jever viel geschehen …

Am 30.12.2020 endet nach 13 Jahren die Ausstellung zur Geschichte der Diskotheken

Mit der Präsentation von Konzert-Plakaten der einstigen Diskothek Charts (Harkebrügge) von den ausgehenden 1970er bis Mitte der 90er Jahre in einer Online-Ausstellung auf den Internetseiten des Schlossmuseums Jever geht die Ausstellung „Break on through to the other side – Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken in Weser-Ems“ ihrem Ende entgegen. Nach mehr als 13 Jahren Laufzeit, in der sie für die zuvor nicht existente kulturgeschichtliche Beschäftigung mit diesem Thema viel bewegt hat, wird sie am 30. Dezember 2020 geschlossen.

Es ist im deutschsprachigen Raum wohl ein einzigartiges Phänomen, dass eine Ausstellung zu so einer langwährenden und lebendigen sozialen und kulturellen Praxis geführt hat wie im Fall der Diskotheken-Ausstellung im Schlossmuseum Jever. Nach der offiziellen Laufzeit von 2007 bis 2012 (ursprünglich waren sogar nur acht Monate geplant) konnte die Ausstellung, die für viele Fans so etwas wie ein „Wallfahrtsort“ wurde, in veränderter Form als Teil der Dauerausstellung des Schlossmuseums weitergeführt werden.

Aus dem Zusammenhang der Ausstellung, zu der ein umfangreicher Katalog erschienen ist, haben sich zahlreiche Aktivitäten und Projekte entwickelt:

Es entstand der Film „Zu laut, zu dunkel, to düür“, in dem ehemalige DJs und Betreiber über die frühen Läden berichten, es kam zu einer ergänzenden Publikation zu den Beat-Bands der Region von Hans-Jürgen Klitsch: „Otto & die Beatle Jungs“, und 2009 zeigte das Museum eine zusätzliche Sonderausstellung zu wichtigen LPs der 1960er und 70er Jahre, begleitet von einer mittlerweile vergriffenen kleinen Publikation.

2009/10 gab es das Rockmusical „Meta“ der Niedersächsischen Landesbühne Nord (Stadttheater Wilhelmshaven) zu Meta Rogall (1935 – 1994) und ihrer bis heute bestehenden Kultdisko in Norddeich mit den zahllosen ausverkauften Aufführungen und dem Verweis im Programmheft: “Diese großartige Ausstellung … war die Initialzündung. Die Idee, ‘Meta’ auf die Bühne zu bringen, war geboren”. Vom Autor des Musicals, Peter Schanz, folgte ein Feature zur Disko und Person Meta, das sich auch auf die Ausstellung bezog und auf N3 und Radio Bremen gesendet wurde.

2010 starteten „Die Liste“ der Wattwerker (www.wattwerker.de) mit ihren Sendungen auf Radio Ostfriesland zur Musik vor allem der progressiven Diskotheken sowie auf der Ems-Vechte-Welle die jährliche lange „Kult-Diskotheken Radionacht“ mit Stephan Glück (www.emsvechtewelle.de), und Mitte 2012 lag die schöne Publikation „Music in another dimension” über den Wittmunder DJ und Diskotheken-Betreiber Rio de Luca vor.

Der große Erfolg der Ausstellung und das Wissen, dass Musik eine zentrale Rolle im Diskotheken- und Szeneleben spielt(e), führten zudem zu der Überlegung, DJ-Nights mit der Musik der damaligen Zeit und den beteiligten DJs zu organisieren. Diese Nächte 2008, 2009, 2012, 2014 und 2017 vor dem Jeverschen Schloss mit Tausenden Besuchern sind allen Teilnehmern in bleibender Erinnerung geblieben.

Die DJ-Nights und die Jahre der Ausstellung lassen sich anhand von vielen Fotogalerien und Videos auf dem DJ-Night-Portal (www.dj-night-jever.de) von Wilfried Wördemann nachvollziehen, der dort Infos, Berichte, Kommentare zum Thema und phantastische musikalische Beiträge postet.

Über die genannten Projekte hinaus aber hat sich diese einzigartige Ausstellung vor allem auch dadurch ausgezeichnet, dass sich unzählige Leute aus der ganzen Region und weit darüber hinaus mit Leihgaben, ihren Informationen und selbst aktiv vor Ort beteiligt haben.

Zahlreiche Objekte und Inhalte dieser Ausstellung gehen nun in ein neues Projekt ein, das das Thema in einen erweiterten Zusammenhang stellen wird: “Krüge, Kneipen, Tanzlokale – Aspekte öffentlicher Unterhaltungskultur seit dem ausgehenden 18. Jahrhundert”.

Wenn die Präsentation im Schlossmuseum Jever nun auch zu Ende geht, so wird sie aber auf den Internet-Seiten des Museums demnächst in 360°- Aufnahmen aller Bereiche besuchbar bleiben.

Online-Ausstellungsarchiv des Schlossmuseums Jever – “Break on through to the other side. Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken im Weser-Ems-Gebiet in den 1960er, 70er und 80er Jahren“ mit zahlreichen Presse-Materialien:
https://www.schlossmuseum.de/ausstellungen/archiv/diskotheken/.

Öffnungszeiten der Bibliothek um die Jahreswende 2020/21

Die Bibliothek im Schlossmuseum Jever ist in der Zeit vom 16.12.2020 bis 05.01.2020 wegen der Winterpause geschlossen. Ab 06.01.2021 kann die Bibliothek wieder zu den üblichen Öffnungszeiten (mittwochs, 14 bis 18 Uhr) nach Voranmeldung besucht werden.
Die coronabedingten Einschränkungen gelten weiterhin für alle Besucher!

Siehe auch: Wiedereröffnung der Schlossbibliothek unter besonderen Sicherheitsvorkehrungen.

Online-Ausstellung “Live im Charts – Konzertplakate der 1970er bis 1990er Jahre”

Eine umfangreiche Sammlung von Plakaten, die etwa die Hälfte der insgesamt 102 Konzerte in der Diskothek Charts (Harkebrügge) unter Wolfgang Schönenbergs Regie (zwischen 1978 und 1983 sowie von 1988 bis 1997) dokumentiert, konnte durch den Freundeskreis des Schlossmuseums Jever erworben werden. Die Plakate werden ab dem 6. Dezember 2020 in einer Online-Ausstellung im Internet präsentiert.

Auch wenn die Musik vom Plattenteller seit den ausgehenden 1960er Jahren die Liveacts in den Tanzlokalen vielfach ersetzte, wurden Konzertveranstaltungen als zusätzliche Angebote und Einnahmequellen auch in den neu entstandenen Diskotheken durchgeführt. Selbst in der hiesigen ländlichen Region entwickelte sich ein reges Konzertgeschehen mit einem breiten Spektrum von deutschen und internationalen Bands. Das Angebot, seine Ausrichtung und der Umfang hing allerdings sehr von der Initiative einzelner Betreiber von Clubs und Diskotheken ab.

Zu denjenigen, die mit großem Engagement sowohl die progressive Rockmusik in ihren Diskotheken als auch die Livemusik “gefördert” haben, gehörte Wolfgang Schönenberg (1948 – 2003). Schon in der 1972 von ihm übernommenen Diskothek Scala in Lastrup, die bis 1977 bestand, führte er Veranstaltungen mit Bands wie Scorpions, Neu, Eloy oder Schicke Führs Fröhling durch.

Live im Charts – Konzertplakate der 1970er bis 1990er Jahre

Nachdem diese Diskothek geschlossen werden musste, widmete er sich mit Unterstützung seiner Mutter, Hildegard Schönenberg, einem neuen Projekt in Harkebrügge, ebenfalls im Oldenburger Münsterland. Das 1978 in einem bestehenden Saalbetrieb mit Gaststätte eröffnete Charts sollte neben dem regelmäßigen Diskobetrieb wiederum zu einer Stätte vieler Auftritte von Bands aus dem In- und Ausland werden.

Die Plakate zeigen recht deutlich, dass Wolfgang Schönenberg pop-/rockmusikalisch stets auf der Höhe der Zeit war. Vor allem aber spiegeln sie das Konzertgeschehen in der hiesigen Region wieder, wie es ähnlich auch in anderen progressiven Diskotheken dieses Zeitraumes, wie z. B. der Newtimer (Zetel), das Old Inn (Aurich) oder das Ede Wolf und das Renaissance (beide Oldenburg), zu finden war.

Live im Charts – Konzertplakate der 1970er bis 1990er Jahre

Zu den präsentierten Plakaten gibt es jeweils eine kurze Vorstellung der Band in ihrer damaligen Besetzung sowie musikalische Highlights aus dem Repertoire, das sie wahrscheinlich im Charts gespielt haben.

Live im Charts – Konzertplakate der 1970er bis 1990er Jahre – eine Online-Ausstellung des Schlossmuseums Jever

Klingender Adventskalender aus dem Schloss

Die von der Stadt Jever mit dem Vareler Bariton Ivo Berkenbusch geplante Weihnachtsgala fällt zwar bedingt durch den Corona-Lockdown aus, aber die Stadt und die Musiker bieten als Alternative nun einen “Klingenden Adventskalender” an. Ivo Berkenbusch hat mit Anorthe Eckert vom Staatstheater Oldenburg am Flügel festliche Weihnachtsklassiker per Video eingespielt, die an jedem Adventswochenende und an Heiligabend online gestellt werden. So werden die Adventssonntage und Heiligabend stimmungsvoll “eingeläutet” mit festlichen Titeln wie Georg Friedrich Händels berühmtem “Largo”, dem “Ave Maria” von Franz Schubert oder der feierlichen Weihnachts-Hymne “Adeste fideles”.

Nachdem das erste “Türchen” des “Klingenden Advenskalenders” am vergangenen Wochenende in Varel “geöffnet” wurde, führt das nächste musikalische Filmereignis in den Audienzsaal des Schlosses zu Jever, aus dem das “Ave Maria” ertönen wird.

Für den “Klingenden Adventskalender” hat das Schloss Jever gerne seine Tore geöffnet, da er eine hervorragende Ergänzung zum aktuellen Lichtspiel-Projekt des Schlossmuseums darstellt. Zur Augenweide der vom 1. bis zum 24. Dezember allabendlich stattfindenden Schloss-Illuminationen im Rahmen der Lichteraktion “Advent – Ankunft und Nähe” gesellen sich so an den Adventswochenenden nun auch musikalische Impressionen aus dem Schloss hinzu.

“Geöffnet” wird das “Türchen” am kommenden Samstag, 5. Dezember, um 18 Uhr auf ↑ YouTube ↑ und ↑ Facebook ↑ unter “Ivo Berkenbusch” sowie auf der Homepage und der Facebookseite der ↑ Stadt Jever ↑. Danach ist auch die zweite Filmaufnahme des “Klingenden Adventskalenders” weiter auf diesen Kanälen abrufbar.

Anorthe Eckert u. Ivo Berkenbusch im Schloss Jever
Anorthe Eckert u. Ivo Berkenbusch im Schloss Jever

Advent – Ankunft und Nähe

Die Vorweihnachtszeit hat für viele Menschen in diesem Jahre eine ganz andere Stimmung als zuvor. Da auch der traditionelle Tag der offenen Tür am dritten Adventssonntag im Schlossmuseum Jever nicht stattfinden kann, wird ein ganz besonderer Adventskalender präsentiert.

Vom 1. bis zum 24. Dezember werden 24 Bilder mit Motiven aus dem Museum auf die Fassade des Schlosses projiziert.

Sie erzählen von Vertrautheit, Beziehung und Nähe. Gefühlen und Stimmungen, die die Adventszeit ausmachen. Für die Fotographie, künstlerische Konzeption und Realisierung konnte Andreas Reiberg gewonnen werden. Die technische Umsetzung der Lichtprojektion lag in den Händen von Thorsten Evers und Eiko Menssen. Das Projekt wird gefördert mit Landesmitteln aus dem Programm “Niedersachsen dreht auf”.

Ein Dank für die gute Unterstützung gilt auch dem Freundeskreis Schlossmuseum e.V. und der ↑ Oldenburgischen Landschaft ↑.

Advent - Ankunft und Nähe

Jeden Abend von 17 bis 19 Uhr wird das Schloss mit einem neuen Bild zum Thema angestrahlt und dann die 24 Bilder in der Folge im Kleinformat nacheinander platziert. Am 24. Dezember erscheint dann der vollständige Adventskalender. Ein abendlicher Spaziergang zum Schloss mit der Familie lohnt sich also. Damit das stimmungsvolle Licht in jedes Haus getragen wird, wird auf der Homepage des Schlossmuseums Jever zum Download eine Vorlage für Fenster- oder Laternenbilder angeboten. Jever erstrahlt so in der Adventszeit in einem besonderen Licht, dass den Zusammenhalt in dieser Zeit verdeutlicht.

Der Schloss-Adventskalender

Zur Vorweihnachtszeit: Bastelbögen mit Schloss- und Häusermotiv

Auf unserer Homepage gibt es jetzt eine Bastelvorlage: „Leuchtende Stadt mit dem Schloss Jever“ zum Herunterladen.

Die Seiten können auf DIN A 4 Papier ausgedruckt werden. Die Stadtumrisse kann man am besten mit einer großen Bastelschere ausschneiden. Danach können die Fenster und Türen mit einer kleinen spitzen Bastelschere an den vormarkierten grauen Stellen ausgeschnitten werden. Hinter die Fenster und Türen wird buntes Pergament- oder Transparentpapier geklebt. Die fertigen Häuser können an den vorgesehenen Stellen mit Tesafilm zusammengeklebt werden.

Die Bastelei eignet sich hervorragend als Fensterbild oder als Tischleuchte.

MitMachMaterialien Fensterbild

Bei unserer Bastelvorlage für eine Laterne braucht man schwarzes Tonpapier, einen weißen Stift, Bastelscheren, einen Cutter, einen Kleber und Transparentpapier. Für eine Laterne schneidet man zunächst eine Schablone entlang der Außenlinien der Häuser. Die Schablone überträgt man dann mit einem weißen Stift auf schwarzes Tonpapier. Fenster und Türen werden mit einem Cutter oder einer kleinen Schere ausgeschnitten und mit buntem Transparentpapier beklebt. Das bunte Papier hebt sich bei der fertigen Laterne leuchtend vom schwarzem Tonpapier ab. Es ergeben sich tolle Effekte.

Eine schöne Adventszeit und viel Spaß beim Basteln!
Euer Schlossteam