Vortrag von Hartmut Peters am 05.09.2019: Die Militarisierung der Region Friesland / Wilhelmshaven und der Beginn des Zweiten Weltkriegs

Der Historiker und Gesellschaftswissenschaftler Hartmut Peters hält am 5. Sept. 2019 um 20 Uhr im Küchensaal des Schlosses Jever einen Vortrag mit zahlreichen Fotos über „Die Militarisierung der Region Friesland / Wilhelmshaven und der Beginn des Zweiten Weltkriegs“. Der inhaltliche Schwerpunkt liegt auf dem Jeverland.

Vier Tage nach der Machtübernahme 1933 informierte Hitler die Reichswehr über den geplanten „Aufbau der Wehrmacht“. Hierauf müsse die gesamte Staatsführung eingestellt werden, denn das sei die „wichtigste Voraussetzung“ der „Wiedererringung der politischen Macht“ Deutschlands. Ziel sei die „Eroberung neuen Lebensraums im Osten und dessen rücksichtslose Germanisierung“ (Protokoll vom 3.2. 1933).

Wilhelmshaven-Rüstringen und der umgebende Nordteil des Landkreises Friesland verwandelten sich in die wohl größte Baustelle der Welt. Kriegsschiffe und U-Boote, Rüstungsbetriebe, Hafenanlagen, Kasernen, Flugplätze, Flugabwehr, Luftschutzbunker, ein Lazarett, Verwaltungsgebäude, Straßen u.v.a.m. entstanden. Die aus dem ganzen Reichsgebiet herbeigeholten Arbeiter benötigten Wohnraum, der in Trabantenstädten wie Fedderwardergroden hochgestampft wurde.

Das Oberkommando der Kriegsmarine in Berlin störte sich nicht an Verwaltungsgrenzen, es überplante den gesamten Raum. Zum 1. Juni 1936 schlugen die Planer Jever dem „Wohnsiedlungsgebiet Wihelmshaven-Jeverland“zu. 1936/37 baute die Oldenburgische Regierung der Amtsstadt Jever ein repräsentatives Amtsgebäude – Vorbereitung auf die zugedachte Rolle im Marinehinterland von Wilhelmshaven. Die militärische Großanlage „Fliegerhorst Upjever“ im Wald zwischen Jever und Schortens war die zentrale Rüstungsmaßnahme im Jeverland.

Peters stellt nicht allein die bauliche Seite der Aufrüstung dar, sondern geht auch auf die Erziehung zum Krieg in der Schule und die Vorbereitung derBevölkerung auf den Krieg durch die Maßnahmen und Ideologien der Nationalsozialisten ein.

Ausstellung im Gröschlerhaus: “Aufrüstung, Krieg und Befreiung im Jeverland 1933 – 1945”

Aus Anlass des 80. Jahrestages des Beginns des 2. Weltkriegs eröffnen der Arbeitskreis GröschlerHaus im Jeverländischen Altertums- und Heimatverein und das Schlossmuseum Jever am 01.09.2019 im Gröschlerhaus die Ausstellung “Aufrüstung, Krieg und Befreiung im Jeverland 1933 – 1945”, die bis zum August 2020 laufen wird.

Beachten Sie dazu auch den Vortrag “Die Militarisierung einer Region und der Beginn des Zweiten Weltkrieges” von Hartmut Peters am 05.09.2019 im Küchensaal des Schlosses.

Informationen zum Gröschlerhaus:

www.groeschlerhaus.eu/

Informationen zum Jeverländischen Altertums- und Heimatverein:

www.heimatverein-jever.de/

Ausstellung im Gröschlerhaus: 'Aufrüstung, Krieg und Befreiung im Jeverland 1933 - 1945'

Pressegespräch am 9. August 2018 um 11 Uhr im Schlossmuseum Jever im Rahmen der Sommerausstellung “Gezeitenwechsel”

Die Ausstellung “Gezeitenwechsel. Das Herzogtum Oldenburg und das Jeverland 1818 – 1918” ist ein großer Erfolg – nicht zuletzt auch wegen der aktuellen Diskussionen zur Entwicklung der Demokratie. In den hundert Jahren von 1818 bis 1918, in denen das Jeverland zum Großherzogtum Oldenburg gehörte, hatte sich auch das Recht zu wählen und am politischen Geschehen teilzunehmen, gewandelt und weiter entwickelt.

Trotz vieler Vorschritte hatte es in diesen 100 Jahren auch Rückschritte auf dem Weg hin zu einer demokratischen Verfassung gegeben. Für Frauen brachte dann auch erst das Ende des Ersten Weltkrieges und damit auch des Großherzogtums Oldenburg das Wahlrecht.

Zusammen mit den Förderern der Ausstellung, u.a. der OLB-Stiftung, wird das Schlossmuseum einige Besonderheiten der Ausstellung (u.a. Abdankungskurkunde des letzten Großherzogs, Aufruf für die Frauen im Januar 1919 zur Wahl zu gehen …) anlässlich eines Pressegesprächs am 9. August 2018 um 11 Uhr genauer vorstellen.

Ausstellungseröffnung “Gezeitenwechsel” am 10.06.2018

Am 10. Juni 2018 wird um 11:30 Uhr im Schloss Jever die diesjährigen Sommerausstellung “Gezeitenwechsel – Das Herzogtum Oldenburg und das Jeverland 1818 – 1918” eröffnet.

Begrüßung und Einführung:
Prof. Dr. Antje Sander, Museumsleiterin

Grußworte:
Reinhard Onnen-Lübben, Stellvertr. Landrat des Landkreises Friesland
Dr. Michael W. Brandt, Geschäftsführer der Oldenburgischen Landschaft

Zeitsprung 1840:
Der großherzogliche Schlossverwalter Günther Leopold Schäfer begrüßt die Gäste (Jeffery von Laun, Landesbühne Nord).

Führung durch die Ausstellung:
Dr. Maren Siems und Andreas Puth M.A.

Das Ausstellungsprojekt wurde gefördert durch:
Land Niedersachsen, EWE-Stiftung, OLB- Stiftung.

Das Projekt ist zugleich Teil des Netzwerkprojektes “Revolution im Nordwesten 1918/1919” anlässlich des 100. Jahrestags der Novemberrevolution. Viele Veranstaltungen von Museen, Stiftungen, Theater und kulturellen Institutionen aus dem Nordwesten werden in diesem Projekt zusammengefasst. Von Norderney bis Bremen, von Wilhelmshaven bis Lohne finden die Veranstaltungen im Jahr 2018 bis in die erste Hälfte des Jahres 2019 hinein statt. Ausstellungen, Vorträge, Theateraufführungen, Performances und eine Denkmal-Einweihung erinnern an den demokratischen Aufbruch im Nordwesten.

Im Zusammenhang mit dem Netzwerkprojekt findet darüber hinaus am Freitag, 8. Juni 2018 eine öffentliche Tagung mit dem Titel “Demokratischer Aufbruch im Nordwesten” im Küstenmuseum Wilhelmshaven statt.

Weitere Informationen:

Wichtige Informationen zum Netzwerkprojekt “Revolution im Nordwesten 1918/1919” finden sich auch auf der Website ↑ www.revolution-nordwest.de ↑. Die Website wird laufend aktualisiert. Weitere Veranstaltungen können gern in die Website aufgenommen werden – melden Sie sich bei der Oldenburgischen Landschaft unter schulz@oldenburgische-landschaft.de.

Werkverzeichnis für Arthur Eden-Sillenstede entsteht

Kaum ein Maler des 20. Jahrhunderts ist im Jeverland so präsent wie der Künstler Arthur Eden-Sillenstede (1899-1977). Das Schlossmuseum Jever erarbeitet zur Zeit ein umfangreiches Werkverzeichnis, in dem möglichst alle Bilder seines Oevres aufgeführt werden sollen.

Im Rahmen eines Pressegesprächs am Freitag, 02.05.2014 um 11:00 Uhr möchte das Schlossmuseum dieses ambitionierte Vorhaben zusammen mit dem Bearbeiter Herrn Andreas Grundei und Vertretern der Familie des Künstlers gerne einer interessierten Öffentlichkeit vorstellen.