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Lang nicht mehr gesehen

28.3.2021 – 31.10.2021
Eine Ausstellung über Alltagsgegenstände von gestern

Ob Teppichklopfer, Zuckerbrechzange, Wäschestampfer oder Tonbandgerät: All diesen Dingen ist gemein, dass sie sich nahezu unbemerkt aus unserem Alltag geschlichen haben. Andere, “moderne” Geräte haben ihre Funktionen übernommen, manchmal scheinen sie ganz überflüssig geworden zu sein.

Die Ausstellung widmet sich dem Zusammenhang von gesellschaftlichen Veränderungen und materiellem Kulturgut. Die Freude am (Wieder-) Entdecken und Betrachten steht dabei im Vordergrund. Viele Objekte kennen ältere Besucher sicher noch “von früher” und geben daher schöne Anlässe zum Erinnern und Erzählen.

Lang nicht mehr gesehen - Käseohren, Einkorker, Henkelmann
Käseohren, Einkorker, Henkelmann
Lang nicht mehr gesehen - Eierspalter, Garnrollenhalter, Stricknadelhalter
Eierspalter, Garnrollenhalter, Stricknadelhalter
Lang nicht mehr gesehen - Wäscheblau, Zuckerbrechzange, Zwiebelreibe
Wäscheblau, Zuckerbrechzange, Zwiebelreibe

Manche Dinge im Haus sind wie gute Bekannte und ihre Anwesenheit wird gar nicht in Frage gestellt: Vor allem Elektrogeräte wie Kühlschrank, Waschmaschine oder Staubsauger sind inzwischen selbstverständlich. Wenn sie kaputt gehen, wird schnell klar, dass sie nahezu unentbehrlich im täglichen Leben sind – dabei haben diese Erfindungen erst vor etwa 70 Jahren Einzug in die deutschen Haushalte gehalten.

Gebrauchsgegenstände verschwinden oder werden von neueren und vermeintlich besseren abgelöst. Jedes Jahr kommt eine Vielzahl von Neuerfindungen hinzu, die aufkommende Bedürfnisse der Konsumenten stillen oder aber überhaupt erst wecken. Das in Erscheinung treten neuer Produkte ist vielfach eng an gesellschaftliche Veränderungen geknüpft. Wer hätte Anfang letzten Jahres gedacht, dass eine Mund-Nasen-Abdeckung zu einem unentbehrlichen Begleiter werden würde?

Interessant sind auch rückläufige Trends: hielt man die Frischhaltefolie in den 1970er Jahren für eine gute Möglichkeit, Lebensmittel einzupacken, so versuchen wir jetzt mehr auf Kunststoff zu verzichten und verwahren Essen wieder in Glasdosen.

Mit dem Heft durch die Ausstellung …

Auf den Seiten des Ausstellungsbegleitheftes sind spannende Informationen gesammelt und Zeitzeugen berichten von ihren Erinnerungen. Mitdenken, Rätsel lösen und selbst zum Stift greifen: viel Spaß mit dem Heft, das euch unterhaltsam auf der Tour durch die wundersame Welt der Alltagsobjekte begleitet!