Als Teil der Befestigungsanlage wurde anstelle eines Geschützhügels 1546 ein großes Rondell mit einem Blockhaus errichtet. So sollte die durch ostfriesische Angriffe gefährdete Südwest-Seite des Schlosses mit dem Eulenturm besser geschützt werden.

Bereits im 18. Jahrhundert hatte der Hügel seine militärische Funktion verloren und wurde zusammen mit den Wallanlagen auch als Spazierweg und für Tabakpflanzungen genutzt. In dieser Zeit sind wohl auch die Linden gepflanzt worden, die nun zu den ältesten Bäumen im Schlosspark gehören.

Für die Anlage des Schlossparks ab 1823 konnte der Hügel sehr gut als modellierendes Element genutzt werden. Die Natur sollte im Konzept des englischen Landschaftsgartens nachgebildet werden: hierzu gehörte auch ein Hügel, selbst im ansonsten flachen Friesland. Von dem Hügel aus eröffnen sich reizvolle Ausblicke in den Park und auf das Schloss; zugleich wirkt er aus verschiedenen Perspektiven als markanter Blickpunkt innerhalb der Anlage.

Der große Mühlstein kam um 1960 hierhin. Er stammte aus der Mühle in Middoge und sollte zusammen mit Findlingsblöcken die Aufenthaltsqualität erhöhen.
