Pressegespräch zur Aufwertung der Ausstattung des GröschlerHauses am 21.07.2021

Das GröschlerHaus in Jever – Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland / Wilhelmshaven – und dessen Ausstattung können durch das Engagement der OLB-Treuhandstiftung weiter ausgebaut und aufgewertet werden.

Die neuen Maßnahmen werden am Mittwoch, 21.07.2021 um 10 Uhr im GröschlerHaus im Rahmen eines Pressegesprächs der Öffentlichkeit vorgestellt.

Das GröschlerHaus erinnert mit seiner Namensgebung an Hermann und Julius Gröschler. Die beiden Brüder waren die letzten Vorsteher der jeverschen Synagogengemeinde und wurden von den Nationalsozialisten in den Konzentrationslagern Bergen-Belsen und Auschwitz ermordet.

Ausstellung im Gröschlerhaus: “Aufrüstung, Krieg und Befreiung im Jeverland 1933 – 1945”

Aus Anlass des 80. Jahrestages des Beginns des 2. Weltkriegs eröffnen der Arbeitskreis GröschlerHaus im Jeverländischen Altertums- und Heimatverein und das Schlossmuseum Jever am 01.09.2019 im Gröschlerhaus die Ausstellung “Aufrüstung, Krieg und Befreiung im Jeverland 1933 – 1945”, die bis zum August 2020 laufen wird.

Beachten Sie dazu auch den Vortrag “Die Militarisierung einer Region und der Beginn des Zweiten Weltkrieges” von Hartmut Peters am 05.09.2019 im Küchensaal des Schlosses.

Informationen zum Gröschlerhaus:

www.groeschlerhaus.eu/

Informationen zum Jeverländischen Altertums- und Heimatverein:

www.heimatverein-jever.de/

Ausstellung im Gröschlerhaus: 'Aufrüstung, Krieg und Befreiung im Jeverland 1933 - 1945'

Ausstellung “80 Jahre nach dem NS-Pogrom – die Synagoge von Jever und ihre Zersörung im Jahre 1938” im Gröschlerhaus

Blick in die Ausstellung im Gröschlerhaus
Blick in die Ausstellung im Gröschlerhaus
Die über Fußbodenfenster einsehbare Keller-Mikwe
Die über Fußbodenfenster einsehbare Keller-Mikwe

Im November 1938 zerstörten die Nationalsozialisten die Synagoge, plünderten die Wohnungen der jüdischen Einwohner und verschleppten die jüdischen Männer in das KZ Sachsenhausen. Fotos und Dokumente zeigen, warum die 1880 erbaute Synagoge von Jever als die schönste zwischen Weser und Ems galt, und stellen die einst stolze Gemeinde vor, die im Pogrom von 1938 ihr Ende fand.

Rund 40 Schautafeln, Medienstationen und Vitrinen gegen einen Einblick in die Vergangenheit und in die Geschichte der Erinnerung seit der Befreiung vom Nationalsozialismus.

In einem Gebäude, das 1954 auf den Grundmauern der 1938 zerstörten Synagoge errichtet wurde, wird gleichzeitig das alte Gotteshaus fragmentarisch sichtbar. Die Zerstörung, der nur der Schulanbau und die Mikwe im Keller entkamen, wird mit den beim Umbau gefundenen Artefakten und den Räumen des GröschlerHaus selbst in einen Zusammenhang gestellt. Die Mikwe ist durch Fußbodenfenster sichtbar, der Abdruck eines archäologischen Grabungshorizonts zeigt die beim Umbau gefundenen Artefakte wie Bodenfliesen, Gesimse und verkohlte Holzreste.

Der 1938 erhalten gebliebene Schulanbau ist ebenfalls Bestandteil der Ausstellung. Jüdische Zeitzeugen schildern in Audio-Interviews (aufgenommen 1984) die Gewalttaten der jeverschen NS-Aktivisten. Die jüdische Emanzipation, der nationalsozialistischen Terror und die heutige Erinnerungsarbeit bilden den Rahmen der Ausstellung.

Die Ausstellung wurde vom Arbeitskreis Gröschlerhaus erarbeitet und vom Schlossmuseum Jever und der Initiative erinnerungsorte-friesland.de ermöglicht.

Zur Ausstellung erscheint:
Hartmut Peters: Die Synagoge von Jever, der Progrom von 1938 und der lange Weg der Erinnerung. Jever 2018, 52. S. (Schriften zur Geschichte des Nationalsozialismus und der Juden im Landkreis Friesland – Nr. 4) Unkostenbeitrag 5,- €

Bis zum 30. November 2108 regelmäßige Öffnungszeiten:
Dienstag 10 – 12 Uhr
Donnerstag 16 – 18:30 Uhr
Freitag 10 – 12 Ihr
sowie weitere Öffnungszeiten oder Führungen nach Anfrage über info@groeschlerhaus.eu, 04461-964426 oder 04461-969350.

Weitere Informationen: ↑ Gröschlerhaus – Zentrum für Jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region Friesland / Wilhelmshaven

8. März 1943: Deportation der Zeteler Familie Frank nach Auschwitz – Gemeinsame Gedenkstunde am 8. März 2018

Aus Anlass der Deportation der Zeteler Familie Frank nach Auschwitz am 8. März 1943 findet am 8. März 2018 um 17 Uhr eine gemeinsame Gedenkstunde im Schulmuseum Zetel-Bohlenbergerfeld (Wehdestraße 97) statt.

Es sprechen:
Hans Begerow – Leiter der Politikredaktion der Nordwest-Zeitung
Reinhard Onnen-Lübben – Landkreis Friesland
Hartmut Peters – Arbeitskreis GröschlerHaus
Antje Sander – Schlossmuseum Jever
Menni Christel Schwarz – Freundeskreis für Sinti und Roma Oldenburg

Es musizieren: Sinti Swing Oldenburg.

Weitere Informationen:

Der ehemalige Wohnort der Familie Frank in Zetel ist ein Erinnerungsort im Rahmen der Initiative “Erinnerungsorte Friesland”.

Weitere Informationen im Gröschlerhaus: ↑ www.groeschlerhaus.eu/erinnerungsorte/zetel-die-in-auschwitz-ermordete-sinti-familie-frank/

Gröschlerhaus: Broschüre “Jüdisches Jever – ein historischer Stadtrundgang” erschienen

Das Gröschlerhaus ist wegen seines Umbaus noch bis zum 15. April 2018 geschlossen. Während der Umbauphase bietet der Arbeitskreis Gröschler Haus um Hartmut Peters eine Reihe von Veranstaltungen außer Haus: Sie besuchen z.B. mit einem Medienkoffer zum jüdischen Leben Schulen und bieten Rundgänge durch das jüdische Jever bzw. über den jüdischen Friedhof.

Aktuell ist darüber hinaus die Broschüre “Jüdisches Jever – ein historischer Stadtrundgang” erschienen, die einen Rundgang durch das historische jüdische Jever von Hausnummer zu Hausnummer ermöglicht. Auf 24 Seiten mit 60 Abbildungen und Fotos sowie einer Klappkarte, auf der rote Punkte mit Kennzahlen die jeweiligen Schauplätze markieren, wird mit kurzen und informativen Texten die Geschichte des jüdischen Jever erzählt. In der Innenstadt behandelt der Rundgang 27 Erinnerungsorte, außerhalb sind es zusätzlich das Marianne-Sternberg-Haus und der jüdische Friedhof in Schenum.

Die handliche Broschüre ist ab sofort im Schlossmuseum Jever, in Buchhandlungen und der Tourist-Info gegen eine Schutzgebühr von 2,- Euro erhältlich.

Weitere Informationen: ↑ Gröschlerhaus ↑.

Veröffentlichungen im Rahmen der Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever

Seit geraumer Zeit betreibt das Schlossmuseum Jever mit Unterstützung des Deutschen Zentrums Kulturgutverluste intensiv Provenienzforschung, um die Herkunft und die Besitzverhältnisse von Objekten, die während der NS-Zeit von 1933 bis 1945 ins Haus gelangt sind, zweifelsfrei klären zu können.

Das Projekt trägt den Titel „Wissenschaftliche Tiefenerschließung ausgewählter Bestände des Schlossmuseums Jever im Hinblick auf unrechtmäßig angeeignetes Sach- und Schriftgut aus dem Besitz jüdischer Bürger Jevers und Frieslands in den Jahren 1933 bis 1945“.

Im Rahmen dieses Projektes bitten das Schlossmuseum und das ↑ Gröschler-Haus ↑ in Jever um Mithilfe. Gesucht werden diverse Möbelstücke, bei denen es sich um Gegenstände aus dem Esszimmer des jüdischen Ehepaares Hermann und Änne Gröschler aus Jever handelt. Genauere Einzelheiten finden sich hier: ↑ Aufruf des Schlossmuseums Jever: Suche nach Esszimmer-Mobiliar der Familie Gröschler ↑.

Weiteres Informationsmaterial und bisherige Veröffentlichungen finden Interessierte auf einer neu angelegten Seite zur Provenienzforschung im Schlossmuseum Jever.

Pressetermin Erinnerungsort Jever – Di. 08.11.16 um 14:30 Uhr im Gröschlerhaus

Die Forschung zur jüdischen Geschichte Jevers, insbesondere der NS-Zeit, hat einige interessante und wichtige Neuigkeiten und einen neuen Erinnerungsort ergeben, über den wir die Öffentlichkeit gerne informieren möchten. Daher lädt das Schlossmuseum zu einem Pressegespräch am Dienstag, 8. November 2016 um 14:30 Uhr ins Gröschlerhaus, Große Wasserpfortstraße 19, ein.

Es werden Ihnen für ein Gespräch zur Verfügung stehen:

LR Sven Ambrosy
BGM Jan-Edo Albers
Dr. Rolf Keller, Stiftung niedersächsische Gedenkstätten
Volker Landig und Hartmut Peters, Arbeitskreis Gröschlerhaus
Holger Frerichs und Antje Sander, Schlossmuseum Jever
(möglicherweise auch Niels Juister, Landesamt für Denkmalpflege)

Weitere Informationen: ↑ Gröschlerhaus

Feierliche Namensgebung für das Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region – Gröschlerhaus

Am Sonntag, 28. September 2014 wird im Rahmen einer feierlichen Namensgebung das Zentrum für jüdische Geschichte und Zeitgeschichte der Region den Namen “Gröschlerhaus” erhalten. Dazu findet um 11 Uhr ein Empfang im Audienzsaal des Schlosses zu Jever statt. Grußworte werden dabei die Stv. Landrätin Marianne Kaiser-Fuchs, der Bürgermeister Jan Edo Albers sowie der Vorstand der jüdischen Gemeinde Oldenburg halten. Der Arbeitskreis “Juden in Jever” und Vertreter der Familien von Hermann und Julius Gröschler erläutern den Hintergrund der Namensgebung. Zur musikalischen Umrahmung spielen Bernd Albers (Perkussion), Iko Andrae (Gesang, Gitarre) und Eckhard Harjes (Gesang, Gitarre) auf. Moderation: Volker Landig.

Um ca. 12.30 Uhr erfolgt dann die offizielle Namensgebung ↑ Gröschlerhaus ↑ am Ort der zerstörten Synagoge in der Wasserpfortstraße 19 in Jever. Das Schlossmuseum bittet um Anmeldung unter info@schlossmuseum.de oder 04461 – 969 35 42.