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Analog und digital: Museen inspirieren die Zukunft – Internationaler Museumstag am 16.05.2021

Genau hingeschaut und mitgemacht, heißt es am Sonntag, 16. Mai 2021 im Schlossmuseum Jever. Der Internationalen Museumstag 2021 findet diesmal gleich doppelt statt: digital und analog. Natürlich ist das Schlossmuseum Jever vor Ort und auch im Netz mit dabei.

Der Besuch des Schlossmuseums ist ganztägig frei (Anmeldung erforderlich). Passend zum Thema des Museumstages “Museen inspirieren die Zukunft” wendet sich unser diesjähriges Angebot vor Ort besonders an Familien. Für Familien gibt es gleich zwei Schlossmuseumshefte mit auf den Weg durch das Schloss und seine Sammlung (Unkostenbeitrag 1€ / Eintritt frei). Die “Architekturdetektive im Schloss zu Jever” (Schlossmuseums-1,2,3) und die “Buchstabenrallye durch das Schloss zu Jever” (Schlossmuseums-ABC) wurden im Rahmen des Projektes LernRäume plus des Niedersächsischen Kultusministeriums konzipiert. Die Schlossmsueumshefte sind an der Museumskasse erhältlich.

Etwas ganz Neues zum Anfassen und Mitmachen bietet auch die Sonderausstellung “Lang nicht mehr gesehen“. Das Begleitheft punktet nicht nur mit heiteren Illustrationen aus der Hand von Andreas Reiberg und kniffeligen Rätseln, sondern gibt auch Antwort auf die Frage “Wer weiß denn so etwas?” rund um all die Dinge von Gestern (kostenfrei).

Digital und zum Mitmachen erscheint gerade rechtzeitig zum Museumstag unser neustes Tutorial “Neues Hobby – Altes Handwerk” zu Scherenschnitt und Schattenrissen. Der Schloss-Blog “Hinter Schloss und Riegel” lädt wie immer zum ausführlichen Stöbern zwischen Hintergründigem und Informativen ein, während auf dem schlosseigenen ↑ Youtubekanal ↑ für jedes Interesse das richtige Video zum digitalen Besuch wartet.

Öffnungszeiten im Schlossmuseum Jever ab 13. Mai (Christi Himmelfahrt)

Zum 13. Mai 2021 ändern sich im Schlossmuseum Jever wieder die Öffnungszeiten:

Mo – So. 10.00 – 18.00 Uhr
Eintritt: Erwachsene 6,00 €
Kinder und Jugendliche (bis 18 Jahre) frei.

Damit ist das Schloss bis auf Weiteres wieder ganztägig geöffnet. Auf die Besucher warten die Sonderausstellung “Lang nicht mehr gesehen – Alltagsgegenstände von gestern”, die frisch restaurierten Ledertapeten sowie einige geänderte Ausstellungsräume und neue Ausstellungsobjekte.

Neue Cororna-Verordnung

Seit dem 08.05.2021 gilt die neue Corona Verordnung des Landes Niedersachsen. Daher möchten wir Sie in Kenntnis setzen, dass ein Besuch in unserem Museum nur noch nach Vorlage eines negativen Corona Test möglich ist, der nicht älter als 24 Stunden sein darf.

Freien Zutritt zum Museum ohne Auflagen haben Personen, bei denen:

– ein Impfnachweis über die Zweitimpfung vorliegt, der mindestens 14 Tage alt ist oder
– ein Genesenen-Nachweis vorliegt, der mindestens 28 Tage, sowie maximal sechs Monate zurückliegt.

Die oben genannten Nachweise können in Papierform oder digital vorgelegt werden. Für Kinder bis zu einem Alter von einschließlich 14 Jahren ist kein Nachweis erforderlich.

Eine Anmeldung über unseren Terminplaner ist daher wegen der noch gültigen Besucherbeschränkung nur noch für Besucher nötig, die weiter entfernt aus dem Umland kommen. Für Besucher vor Ort ist eine Anmeldung derzeit nicht erforderlich.

Wir würden uns freuen, Sie bei uns im Museum begrüßen dürfen!

Saatkrähenküken im Schlosspark Jever schlüpfen

Nach knapp drei Wochen geduldigen Brütens schlüpfen nun die Küken der Saatkrähen im Schlosspark Jever: Am Montag konnte über die Live-Cam, die im Februar über einem der Nester installiert wurde, das erste Küken entdeckt werden. In den letzten beiden Jahren schlüpften die ersten Küken am 11. April (2019) und am 05. April (2020), somit verschiebt sich die Brutsaison der “Mathilde” genannten Saatkrähe in diesem Jahr etwas nach hinten. Für die Saatkrähen-Partner beginnt nun eine herausfordernde Zeit, da sie alleine die Versorgung der Saatkrähenfamilie übernehmen. Sie sind im Umland Jevers derzeit auf den Feldern bei ihrer Suche nach Regenwürmern, Larven und Insekten zu beobachten.
Saatkrähenküken im Schlosspark Jever schlüpfen
Schlupf der Saatkrähenküken am 19.04.2021

Das Geschehen im Nest der Saatkrähen ist per Live-Stream einzusehen über folgende Links:

WAU: www.wau-jever.de
Schlossmuseum Jever: Live dabei – Die Webcam im Schlosspark
NABU Niedersachsen: niedersachsen.nabu.de

Saatkrähe Mathilde: über Ostern 5 Eier gelegt

Die Krähen-Webcam im Schlosspark Jever ist wie in den beiden vergangenen Jahren auch 2021 ein “Hit”. Bereits 10.000 Besucher haben den Nestbau des Saatkrähen-Pärchens verfolgt. Und “Mathilde” lässt ihre Fans nicht warten – über Ostern hat sie 5 Eier gelegt, die sie nun eifrig bewacht und wärmt.

Voraussichtlich noch bis Anfang Mai kann das muntere Treiben im Krähennest verfolgt werden, dann werden die flügge gewordenen Jungtiere das Nest verlassen.

Ausstellung “Lang nicht mehr gesehen” ab 28.03.2021 zu sehen

In der Sonderausstellung “Lang nicht mehr gesehen… – Alltagsgegenstände von gestern”, die das Schlossmuseum Jever vom 28.3. bis 31.10.2021 zeigt, liegt der Fokus auf den Dingen, die in den meisten Haushalten nicht mehr zur allgemeinen Ausstattung gehören, wie zum Beispiel Bohnerklotz, Eierborte, Stricknadelhalter, Petroleumlampe oder Waschbottich. Auf unterhaltsame Weise wird schnell klar: Gebrauchsgegenstände verschwinden oder werden von neueren abgelöst, da ihre Benutzung eng mit gesellschaftlichen Veränderungen verknüpft ist. Diese Entwicklung lässt sich bis in die heutige Zeit verfolgen. Somit bietet die Ausstellung an vielen Punkten Gesprächsanlässe: Mit nostalgischem, aber auch reflektierendem Blick lässt sich die wunderbare Welt der Alltagsobjekte in der Ausstellung entdecken.

Ein Begleitheft, das von dem Grafiker Andreas Reiberg für das Schlossmuseum Jever gestaltete wurde, bietet Wissenswertes, Funfacts und Rätselspiele zu den Ausstellungthemen auf 24 Seiten und kann kostenfrei mitgenommen werden.

Mit dem Heft durch die Ausstellung …

Lang nicht mehr gesehen - Beispielseite aus dem Ausstellungsbegleitheft
Lang nicht mehr gesehen – Beispielseite aus dem Ausstellungsbegleitheft

Öffnungszeiten des Schlossmuseums Jever ab 30. März 2021

Ab dem 9. März haben wir zunächst zur Stippvisite mit begrenztem Rundgang und beschränkten Öffnungszeiten eingeladen.
In der kommenden Woche, ab Dienstag, dem 30. März 2021, öffnen wir dann wieder das gesamte Schloss, um die Abstandsregeln noch besser umsetzen zu können, mit dem im Sommer 2020 bewährten Rundgang und zudem der Sonderausstellung

Lang nicht mehr gesehen
Eine Ausstellung über Alltagsgegenstände von gestern.

Da wir aktuell mit stark steigenden Inzidenzen zu rechnen haben, müssen sich die Besucher*innen auch weiterhin anmelden (das geht online über unsere Homepage oder per Telefon). Die Einhaltung der Abstands-, Mundschutz- und Hygieneregeln sind weiterhin wichtig. In Kürze werden wir auch die Nachverfolgung per Luca App einführen.

Während der Osterferien (bis 11.04.) ist der Eintritt für das Schloss auf 3 Euro reduziert.

Corona-bedingt sind die Öffnungszeiten auf Di-So von 14-18 Uhr festgelegt. Auch Ostermontag und Pfingstmontag haben wir nach den aktuellen Regelungen geöffnet.

Der Gesundheitsschutz aller Gäste und unserer Mitarbeiter*innen liegt dem gesamten Team des Schlossmuseums sehr am Herzen und hat für uns oberste Priorität.

Die Lage kann sich natürlich aufgrund der steigenden Zahlen schnell ändern und damit auch die Möglichkeit zur Besichtigung. Alle aktuellen Informationen werden wir unverzüglich auf unserer Homepage und über die Medien bereitstellen. Hier sind wir auch weithin aktiv und stellen Wissenswertes, Spannendes und Informatives online zur Verfügung und freuen uns über digitale Besuche.

Jüdisches Leben in Neustadtgödens

Mit der Sonderausstellung “Jüdisches Leben in Neustadtgödens” beteiligt sich das Museum im Landrichterhaus ab dem 28.03.2021 an dem deutsch-jüdischen Festjahr „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“, das von dem Verein “321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland e.V.” initiiert wurde.

In der Ausstellung werden Stationen des letzten jüdischen Gemeindevorstehers Richard Stein dargestellt. Richard Steins Leben dokumentiert zum einen den Niedergang einer einst großen jüdischen Gemeinde. Er steht zum anderen exemplarisch für das Schicksal vieler ostfriesischer Juden. Sein Leben zeugt von einem Weg, der auf Augenhöhe mit seinem christlichen Umfeld begann und mit der völligen Entrechtung, Vertreibung und schließlich der physischen Vernichtung endete.

Der Verein „321-2021: 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ wurde 2018 gegründet und geht auf die Initiative der Gründungsmitglieder Abraham Lehrer, Prof. Dr. Jürgen Rüttgers und Dr. Matthias Schreiber zurück. Weitere Gründungsmitglieder sind u.a. die Zentralratspräsident der Juden (Dr. Josef Schuster) bzw. der Katholiken in Deutschland (Prof. Dr. Thomas Sternberg), die Kölner Oberbürgermeisterin Henriette Reker, der stellvertretende LVR-Vorsitzende Prof. Dr. Jürgen Wilhelm sowie der Journalist und ehemalige Kirchentags-Präsident Hans Leyendecker. Generalsekretärin des Vereins ist Sylvia Löhrmann, Staatsministerin a. D. des Landes NRW. Leitender Geschäftsführer ist Andrei Kovacs.
Logo 1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland

Weitere Informationen:

https://2021jlid.de/

https://www.sande.de/tourismus-freizeit-kultur/neustadtgoedens/museum-im-landrichterhaus/

Das Schloss öffnet wieder – vorsichtig – Tür und Tor zur Stippvisite

Das Schloss öffnet wieder – vorsichtig – Tür und Tor zur Stippvisite ab 9. März Di-So 14-17 Uhr.

Mit der amüsanten Videoführung „Ein Besuch im Schloss im Jahre 1840“ auf Tablet oder Smartphone mit Schlossverwalter Schäfer wird das Schlossmuseum nach und nach wieder zu den üblichen Öffnungszeiten zurückkehren. Auch vor rund 200 Jahren war nämlich das Schloss lange geschlossen. Nach vielen Monaten der Restaurierung und Vorbereitung soll es nun endlich wieder geöffnet werden. Schlossverwalter Schäfer wartet auf die letzte Lieferung Äpfel. Schon am nächsten Tag will der Großherzog von Oldenburg mit seiner Familie auf der Durchreise zum Seebad Wangerooge die Räumlichkeiten beziehen. Alles ist – fast – fertig und Schlossverwalter Schäfer zeigt schon einmal Vorratskeller, Küche, Buffetraum und Speisesaal.

Und wenn dann alles gut geht, ist auch wieder
Zeit für Entdeckungen im Schlossmuseum
ab 28. März Di-So 14-18 Uhr (feiertags auch am Montag)
und
für die Sonderausstellung „Lang nicht mehr gesehen …“- über Alltagsgegenstände von gestern.

Je nach aktuellem Inzidenzwert ist eine Voranmeldung unter 04461-96935-0 oder info@schlossmuseum.de notwendig. Aktuelle Informationen finden Sie stets auf der Homepage des Schlossmuseums.

Neu: Ab sofort können Sie für Ihren Museumsbesuch auch unseren Terminplaner Onlinebuchung Museumsbesuch nutzen (Externer Link)!

Von Quarantäne, Abstandsregeln und Impfen in Jever und Varel im 18. und frühen 19. Jahrhundert

Die Museumsleiterin des Schlossmuseums Jever, Prof. Dr. Antje Sander, hat einen Beitrag – “Überstandene Sorge, Gefahr und Mühe” – zu den Blattern-Epidemien des 18. und frühen 19. Jahrhunderts in Friesland (und andernorts) verfasst, der in der Rubrik “Online-Vorträge” sowie auch in der März-Ausgabe 2021 der Zeitschrift “Kulturland Oldenburg” erscheint bzw. erscheinen wird.

Vor dem Hintergrund der aktuellen Corona-Pandemie und der allgegenwärtigen Eindämmungs-Regeln erscheinen die damaligen Maßnahmen der Behörden und Ärzte beklemmend aktuell. Bei einer Mortalitätsrate von 20-30 % und der Tatsache, dass vor allem Kinder an der Seuche erkrankten, mussten zum Teil drastische Einschränkungen des Alltagslebens verordnet werden. Des ungeachtet waren die neuen Möglichkeiten einer Impfung auch bereits im 18. Jahrhundert nicht allen Bevölkerungsteilen zu vermitteln, zumal auch nicht alle Impfungen erfolgreich verliefen.

Abb. rechts: Rezension von B. L. Faust „Versuch über die Pflicht der Menschen jeden Blatternkranken aus der Gemeinschaft der Gesunden abzusondern, und dadurch zugleich in den Städten und Ländern und in Europa die Ausrottung der Blatternpest zu bewirken“ in der Beilage des “Jeverischen Intelligenz-Blattes“ Nr. 13 von 1795, in der strikte Quarantäne-Regeln für Erkrankte gefordert werden.

Rezension von B. L. Faust 'Versuch über die Pflicht der Menschen jeden Blatternkranken aus der Gemeinschaft der Gesunden abzusondern, und dadurch zugleich in den Städten und Ländern und in Europa die Ausrottung der Blatternpest zu bewirken' in der Beilage des 'Jeverischen Intelligenz-Blattes' Nr. 13 von 1795, in der strikte Quarantäne-Regeln für Erkrankte gefordert werden