Pressegespräch im Schlosspark Jever am Mittwoch, 07. Dezember 2022 um 10 Uhr

Der Schlosspark Jever war nicht immer eine Parkanlage. Noch vor 1830 befand sich unter der heutigen grünen Anlage die Unterburg des Schlosses – ein Ort mit vielen Wirtschaftsgebäuden, Ställen, Brunnen und generell regem Treiben. Nach der Neugestaltung der Fläche ab 1830 wurde der Park nach weltlichen Vorbildern gestaltet. Was blieb jedoch übrig? Mithilfe einer geomagnetischen Messsonde und geschultem Blick sollen im Untergrund verborgene bauliche Strukturen wiederentdeckt werden. Alte Fundamente, Gänge, Wege könnten mit etwas Glück sichtbar gemacht werden. Diese Messung findet im Vorfeld zu verschiedenen Handbohrungen statt, eine umfassende Maßnahme zur Beurteilung der Beschaffenheit des Untergrundes.

Die angesetzten geomagnetischen Messungen finden voraussichtlich im Zeitraum 05.12. – 07.12.2022 im Park statt. Durchgeführt werden die Bohrungen von Mitarbeitern des Niedersächsischen Institut für historische Küstenforschung aus Wilhelmshaven in Begleitung durch Projektleiter Herr Dipl.-Geogr. Andreas Folkers.

Die Messungen im Rahmen des Projektes “Schlosspark Jever – Landschaftsgärten in Friesland im Klimawandel” werden am Mittwoch, 07. Dezember 2022 um 10:00 Uhr im Rahmen eines Pressegesprächs vorgestellt.

Schlossmuseum Jever nimmt mit 2 Schlosspark-Führungen an “Woche der Klimaanpassung” teil

Unter dem Motto „Gemeinsam für Klimaanpassung“ findet im Zeitraum vom 12. – 16.09.2022 deutschlandweit die erste „Woche der Klimaanpassung“ statt. Organisiert wird diese Maßnahme zur Klimaanpassung durch das Zentrum KlimaAnpassung und das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, nukleare Sicherheit und Verbraucherschutz. Das Gute daran: Jeder kann daran teilnehmen. Darum möchte sich das Schlossmuseum Jever im Rahmen des kürzlich gestarteten Schlosspark-Projektes, welches sich mit der Klimaanpassung beschäftigt, ebenfalls daran beteiligen.

Zu diesem Anlass wird Herr Werner Menke an zwei Tagen durch den Schlosspark führen: zum einen mit ökologischem und historischem Schwerpunkt, zum anderen entführt er Interessierte mit lyrischen Texten zu einem Streifzug durch den idyllischen Park.

Mit beiden Führungen soll für die durch die Klimaerwärmung bedrohte und zu schützende Artenvielfalt des Landschaftsgartens sensibilisiert werden. Jedoch nicht nur die zu erhaltende und zu fördernde Biodiversität steht hier im Vordergrund, vielmehr soll auch das Gespür vermittelt werden, welchen Stellenwert dieses grüne Kleinod für Jever und die umliegende Region hat.

Die Führungen finden am 13. und 16.09.2022 jeweils um 18:00 statt, Treffpunkt ist der Schlossvorplatz. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Dienstag, der 13.09.2022:
Ökologie und Historie des Schlossparks an ausgewählten Beispielen

Auswirkungen des Klimawandels auf den Schlosspark Jever – so oder ähnlich lauteten Schlagzeilen, die sich in jüngster Zeit mehrfach in der regionalen Presse fanden. Die Folgen der menschengemachten Klimaveränderungen verstärken in drastischer Weise einen Wandlungsprozess, in dem sich das Ökosystem eines Landschaftsparks ohnehin befindet: Alte Bäume sterben ab, neue Schadorganismen treten auf, Gartengestalter setzen andere Akzente. Kurzum: Ein Park unterliegt in seiner Geschichte dauernder Veränderungen, zu denen aktuell und zukünftig die klimabedingten als besondere Herausforderung kommen.

Diese Führung soll den derzeitigen ökologischen Zustand des Schlossparks an verschiedenen Beispielen aufzeigen sowie in einem historischen Rückblick auf wichtige Veränderungen im Lauf seiner bisherigen Geschichte eingehen.

Freitag, der 16.09.2022:
Literarische Führung durch den Schlosspark

Einen völlig anderen Zugang zu Besonderheiten des Schlossparks soll eine Führung eröffnen, bei der an verschiedenen Punkten literarische Texte, vor allem Gedichte, vorgetragen und erläutert werden, die vom gestalteten Motiv her zu dem jeweiligen Umfeld und der Jahreszeit passen. So lässt sich z. B. bei dem beeindruckenden Gingko-Baum des Parks auf Goethes bekanntes Gedicht ‚Gingo biloba‘ oder bei den Eichen auf Hölderlins ‚Die Eichbäume‘ eingehen.

Das entspannte Umhergehen im Schlossgarten wird so zu einem zweifachen Spaziergang, der zugleich durch die historische Parklandschaft und durch die deutsche Naturlyrik führt.

Neues Projekt “Schlosspark Jever – Landschaftsgärten in Friesland im Klimawandel”

Hitze, Dürren, Starkregenereignisse, immer stärker wütende Stürme

Das sind die derzeitigen Herausforderungen, mit denen wir alle zu kämpfen haben. Auch unsere geliebten Grünflächen wie der Schlosspark zu Jever.

Aus diesem Grund hat der Zweckverband Schloss- und Heimatmuseum Jever Mittel beim Bund beantragt, um den Schlosspark nachhaltig an das Klima anzupassen. Mit dem Projekt “Schlosspark Jever – Landschaftsgärten in Friesland im Klimawandel” unter der Leitung von Herrn Andreas Folkers, Dipl.-Geogr., sollen bis Ende 2024 anpassende Maßnahmen stattfinden. Der Startschuss fiel Anfang Juni 2022.

Der etwa 4 ha große Schlosspark zu Jever hat, wie so viele der englischen Landschaftsgärten, die um 1800 entstanden sind, bereits in seiner Anlage eine Konzeption erfahren, die die Natur in ihrer Vielfalt im Kleinen widerspiegeln soll. Baumgruppen, buschige Zonen, blühende Beete, Wasserflächen, eine modellierte Landschaft – oft in enger Kombination mit historischen Bauten, Mauern und einer geschlängelten Wegeführung, die immer wieder neue Ausblicke eröffnen, sind nicht nur für die Menschen ein Ort der Muße, sondern bieten ebenso Pflanzen und Tieren eine Rückzugsmöglichkeit und ein Refugium.

In den letzten Jahren haben Sturmschäden und Starkregen, aber auch Hitzeereignisse und Dürren zum Verlust einiger wertvoller, z.T. über 200-jähriger Bäume geführt. Wege und Böschungen sowie die Uferbefestigung der Graften sind zum Teil unterspült worden. Gerade die Versieglung einiger Bereiche durch Betonrinnen und unzureichenden Wegebelag hat sich als besonders schädlich erwiesen. Die Verbindungen zu den Wasserflächen der angrenzenden Wallanlage durch Kanäle und unterirdische Gänge sind marode und für den Wasserausgleich nicht mehr nutzbar; sie spielen jedoch als Habitat z.B. für die Wasserfledermaus eine große Rolle. Bauliche Maßnahmen sollen dazu dienen, hier eine Anpassung an Hitzeperioden der Starregenereignisse vorzunehmen.

Folgende Punkte sollen im Rahmen durch das vom Bund profitierenden Programm “Anpassung urbaner Räume an den Klimawandel” untersucht und nachhaltig bearbeitet werden:

  • Entsieglung von Flächen zur besseren Wasserspeicherung im Boden.
  • Instandsetzung der Graften als Wasserspeicher.
  • Umfassendes ökologisches Monitoring der Fauna und Flora sowie der Gewässer und des Bodens.
  • Neupflanzungen von klimaresilienten Bäumen und Sträuchern zur besseren Sauerstoffversorgung und Kühlung bei Hitzewellen
  • Anlage von Grün- und Blühflächen als Nahrungsquelle für Tiere und Förderung der Biodiversität.
  • Öffentlichkeitsarbeit, Bereitstellung von Informationen und Veranstaltungsangeboten verschiedener Art, Austausch mit weiteren historischen Parkanlagen Frieslands.

Die erzielten Ergebnisse des Projektes sollen zum Ende zusammengetragen werden und weiteren historischen Parkanalgen in Friesland als Leitfaden dienen. Schon während der Projektlaufzeit findet ein Austausch mit verschiedenen Standorten statt, so dass ein bestmögliches Ziel erreicht werden kann.

Das Projekt “Schlosspark Jever – Landschaftsgärten in Friesland im Klimawandel” unter der Leitung von Herrn Andreas Folkers, Dipl.-Geogr., wird am Montag, 22. August 2022 umd 14 Uhr im Rahmen eines Pressegesprächs der Öffentlichkeit vorgestellt.

Kulturfest – Ein Musenhof im Schloss und Park Jever am 16., 17. und 18. Juli 2021

Ein Musenhof – ein Kulturfest im Schloss und Park Jever, 16.-18. Juli, Einlass ab 17:30 Uhr

Das alte Schloss mit seiner traditionsreichen Geschichte und der schöne Park, der als englischer Landschaftsgarten angelegt ist, laden als Orte der Musen und Künste zu einem stimmungsvollen Kulturfest ein.

In Kooperation präsentieren das Schlossmuseum, die Landesbühne Nds. Nord und das Künstlerkollektiv „die bagage“ eine musikalische, künstlerische und theatrale Zeitreise.

Die Besucher*innen schlendern in kleinen Gruppen zu Orten, wo Künste und Musen warten. Im Schlossinnenhof erleben sie den berühmten Moliere, der mit seinem Theater zu Gast ist und gerade eine Liebesszene probt. Im Park flaniert man zum Café con Amore und trifft auf den berühmten Mathematiker Carl Friedrich Gauß sowie auf einen illegalen Camper. Im Schloss warten eine musikalische Performance und amüsante, spannende und skandalöse Schlossgeschichten. Unterwegs werden die Gäste im Park mit Getränken versorgt. Zur Einstimmung musiziert „Marie`s Wedding“ und zum Ausklang des Abends bietet die ostfriesische Musikerin „Sabine Hermann mit Band“ poetische plattdeutsche Popmusik.

Unterstützt wird das Vorhaben durch das Programm des Landes Niedersachsen „Niedersachsen dreht auf“ und durch Förderungen der Oldenburgischen Landschaft, der Stadt Jever und des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins.

An sieben Stationen erleben bis zu 200 Besucher*innen jeweils an drei Abenden einen bunten Reigen aus verschiedenen Kleinkunstdarbietungen. Die Zuschauer*innen sind in Gruppen á max. 32-35 Personen aufgeteilt und werden zu den einzelnen Stationen geführt.


Stadt Jever - Willkommen zurück

Die aktuellen Corona-Regeln des Landkreises Friesland, die im Juli gültig sind, werden berücksichtigt.

Und wie kommt man an Karten:

Entweder, Sie rufen uns an unter 04461 – 969 35 – 0 und wir reservieren für Sie die Karten
oder
Sie schreiben uns eine Email an info@schlossmuseum.de.
Die Email sollte folgendes enthalten: Name, Adresse, Telefonnummer des Bestellers sowie den Hinweis, ob Sie die Karten abholen oder nach Überweisung auf unser Konto IBAN: DE55 2805 0100 0001 5991 74; BIC: SLZODE22XXX
Vermerk: Kulturfest Aufführungsdatum und Name des Kartenbestellers
zuzüglich 0,80 Euro Portogebühren, zugeschickt bekommen möchten.

Der Preis der Karten beträgt 28 Euro oder ermäßigt 20 Euro für Schwerbehinderte oder Kinder und Jugendliche unter 18 Jahren.

Projekt “Live dabei” 2020: Die erste Webcam im Schlosspark Jever ist wieder freigeschaltet

Auch in diesem Jahr wird das Projekt “Live dabei” es möglich machen, bestimmte Tierarten im Schlosspark Jever live zu beobachten und an ihrem Alltag teilzuhaben. Die spannendsten Momente der Aufnahmen des letzten Jahres hat der Filmdesigner Basil Mansour in einem eindrucksvollen Video zusammengefasst.

Die erste Webcam 2020 ist ab sofort auf der Seite Live dabei – Die Webcam im Schlosspark zu sehen!

Hier sehen Sie einen aktuellen “Screenshot” vom Live-Stream aus dem Schlosspark Jever:

Webcam - Snapshot

Die Krähen-Webcam ist offline – im nächsten Jahr geht es mit einer anderen Tierart weiter

Nachdem die Nestlingszeit der beiden Küken von “Saatkrähe Mathilde” beendet ist, wurde die Krähen-Webcam auf der Homepage des Schlossmuseums deaktiviert. Die Saatkrähen-Webcam bildete den Auftakt zur Serie “Live dabei”, durch die zukünftig auch in den folgenden Jahren weitere Tierarten live vorgestellt werden sollen, die im und am Schlosspark und Schloss Jever leben. Die Webcam lädt jeweils dazu ein, die Bewohner des Schlosses und Schlossparkes aus neuen, sehr nahen Perspektiven zu beobachten und kennenzulernen.

Während der Brutzeit herrschte im Nest von “Saatkrähe Mathilde” ein reges Treiben:

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Nistkastenaktion im Schlosspark Jever

Das Schlossmuseum Jever und die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz legen den Auftakt der Nistkastenaktion für den Star im Schlosspark auf den Donnerstag, 22.3.2018, 9:30 Uhr. An diesem Termin werden die ersten Kästen aufgehängt.

Vogel des Jahres 2018 ist der Star. Auch wenn dieser noch zu den häufigeren Vogelarten gehört, hat sich in den letzten zwanzig Jahren ein erheblicher Bestandsrückgang gezeigt, so dass die Art inzwischen auf der deutschlandweiten Roten Liste als ‚gefährdet‘ eingestuft wird. Die WAU wird deshalb im Schlosspark Jever und in der Umgebung des Parks Starenkästen anbringen. Dieses Projekt wird wissenschaftlich begleitet u.a. durch Mitarbeiter des Instituts für Vogelforschung. So sollen der Bruterfolg kontrolliert und Jungvögel durch Beringung markiert werden, um z. B. ihre Rückkehrrate an den Schlupfort zu bestimmen.