Brutsaison der Saatkrähe „Mathilde“ in diesem Jahr früh beendet

In den letzten Wochen wuchsen zwei Saatkrähenküken im Fokus einer Kamera auf, die von der Arbeitsgruppe „Live dabei“ über einem der Nester der Saatkrähenkolonie im Jeverschen Schlosspark in 22 m Höhe montiert wurde. Das Nestgeschehen wurde über die Homepages der Projektpartner per Livestream übertragen und fand bundesweit Aufmerksamkeit.

„In diesem Jahr fand die Brutsaison im Vergleich zu den fünf vorangegangenen filmisch dokumentierten Jahren rund fünf Tage früher statt“, berichtet die Arbeitsgruppe zum Abschluss der diesjährigen Brutsaison des beobachteten Paares. Auch wenn es sich bei der Beobachtung eines einzelnen Nestes um keine repräsentativen Daten handelt, lässt sich darin möglicherweise eine Anpassung an die aktuellen Wetterverhältnisse, die bereits vom Klimawandel geprägt sind, erkennen.

Nach der intensiven Phase des Nestbaus Anfang März legte „Mathilde“ – dieser Name wurde dem Weibchen in der ersten gefilmten Brutsaison gegeben – in diesem Jahr vier Eier. Drei Küken schlüpften, von denen eines bereits wenige Tage nach dem Schlupf verstarb, so dass zwei junge Saatkrähen heranwuchsen, die, nachdem erste Flugübungen auf dem Nestrand erfolgt waren, nun ausgeflogen sind.

„Der Livestream wurde 2024 über 47.000-mal angeklickt, das Projekt wird bundesweit rege wahrgenommen. Uns erreichten auch in diesem Jahr wieder Anfragen und Rückmeldungen aus dem gesamten Bundesgebiet“, berichtet die Arbeitsgruppe. „Wir freuen uns sehr über diese große Resonanz, denn das Ziel des Projektes ist es, über die Lebensweise der Saatkrähen, die als Koloniebrüter während der Brutzeit als lautstarke ‚Nachbarn‘ auch in einigen Städten und Dörfern leben, aufzuklären“. Über die Kamera konnte beispielsweise wieder sehr gut das Fütterungsverhalten und auch das Nahrungsspektrum der sozialen Vögel beobachtet werden. An die Küken wurden Regenwürmer, Insekten und Insektenlarven verfüttert. Die ausgewachsenen Vögel ernähren sich, wie der wissenschaftliche Name „Corvus frugilegus“ (übersetzt „der Früchte sammelnde Rabe“) es vermuten lässt, auch von Samen, Eicheln, Nüssen etc. „Wer in diesem Tagen mit offenen Augen durch die Landschaft spaziert oder fährt, kann die Alt- und Jungvögel dabei beobachten, wie sie auf den Wiesenflächen im Umland Jevers mit ihren hellen Stocherschnäbeln – daran kann man sie von den Rabenkrähen unterscheiden – im Boden nach Regenwürmern und Insekten suchen. Das Nest wird von den Jungvögeln nicht wieder aufgesucht, daher wird nach der von den Rufen der Vögel geprägten Brutsaison im Schlosspark Jever nun Ruhe einkehren.

Zur Arbeitsgruppe „Live dabei“ gehören das Schlossmuseum Jever, das mobile Umweltbildungsprojekt MOBILUM des NABU Niedersachsen, die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz Jever (WAU), der NABU „Jever und umzu“, die Oldenburgische Landschaft mit dem Projekt „Naturkieker“ sowie der Landkreis Friesland.

Unterstützt wird das Projekt durch die Firma Braukmann Baumpflege aus Rastede durch die Bereitstellung einer Hubbühne und von der Firma Stadtlander aus Zetel, die für die elektronische und digitale Infrastruktur sorgt.

Eindrücke aus der Brutsaison 2024 / „Familienfotos“ der Brutsaison 2024:
Fotos: AG Live dabei

Live dabei 2024 – Die Krähen-Webcam im Schlosspark ist freigeschaltet.

Live dabei 2024: Ab sofort und mittlerweile zum siebten Mal sind auf den Homepages des Schlosses Jever und der Projektpartner sowie auf einem Bildschirm im Fenster des linken Torhauses des Schlosses Aufnahmen aus dem Nest eines Saatkrähenpaares zu sehen, das sich in 22 m Höhe in einer der Eschen des Schlossparkes befindet. Interessierte Besucher können so per Web-Cam Gäste sein bei der Brut eines Saatkrähenpaares.

Live dabei – Die Webcam im Schlosspark
Webcam I: “Zu Besuch bei einem Saatkrähen-Pärchen”

Live dabei 2024 - Die Krähen-Webcam im Schlosspark ist freigeschaltet

Die Saatkrähe brütet in Kolonien, die einige hundert Brutpaare umfassen können. Mitte März beginnt sie mit dem Nestbau in Baumkronen oder auch höherem Gebüsch. Als Material dienen Zweige, Reisig und weiches Pflanzenmaterial (Gras, Moos) zur Auspolsterung. Mitte März bis Ende April legt das Weibchen zwei bis sechs helle, grau-braun gefleckte Eier. 16 bis 18 Tage später schlüpfen die Jungen. Während der Brut und Aufzucht versorgt das Männchen sowohl seine Partnerin als auch die Jungvögel mit Nahrung. Nach 32 bis 35 Tagen werden die jungen Saatkrähen flügge und schließen sich zu Jugendschwärmen zusammen.

Diese und weitere Informationen finden Sie auf der Webseite des NABU: ↑ Die Saatkrähe – Vogel des Jahres 1986 ↑.

Brutgeschehen von Rauchschwalben beobachten

Projekt “Live dabei” geht weiter: auf Saatkrähe Mathilde folgt Rauchschwalbe Renja

Im Rahmen des Projekts “Live dabei“, das gemeinsam vom Schlossmuseum Jever, der Wissenschaftlichen Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz Jever (WAU), der Mobilen Umweltbildung MOBILUM des NABU Niedersachsen, des NABU Jever und umzu sowie des Projektes “Naturkieker” der Oldenburgischen Landschaft durchgeführt wird, wurde jetzt die Kamera auf das Rauchschwalbennest im Schloss-Torbogen freigeschaltet. Nachdem die Webcam vom Saatkrähennest im Schlosspark, die rund 60.000 Mal besucht wurde, inzwischen abgestellt worden ist, weil die in diesem Jahr drei Jungen flügge sind und das Nest verlassen haben, können nun die Webcam-Bilder vom Brutgeschehen der Rauchschwalbe auf den Webseiten der Projektpartner verfolgt werden.
Unter Beobachtung: eine Live.Kamera richtet sich auf das Nest von Rauchschwalbe Renja

In diesem Jahr haben die Schwalben wegen der kühlen Witterung im April/Mai erst spät mit der Brut begonnen, doch seit einiger Zeit ist das alte Rauchschwalbennest im Torbogen zum Schloss-Innenhof wieder bezogen und das Weibchen sitzt bereits auf den Eiern.

Während ihre nahe Verwandte, die Mehlschwalbe, ihr Nest bevorzugt an Außenwänden von Gebäuden baut, zieht die Rauchschwalbe Innenräume wie Stallungen und Bauernhausdielen vor, brütet aber auch in Toren oder unter Dachüberständen.

Schwalben im oder am Haus wurden früher als Glücksbringer geschätzt, heute ärgern sich viele Menschen dagegen über mögliche Verunreinigungen durch Kot und herabfallendes Nistmaterial. Dem kann man allerdings durch das Anbringen von Brettern unter dem Nest leicht abhelfen. Auf jeden Fall sollten Ansiedlungen von Schwalben gefördert werden, steht die Rauchschwalbe doch als “in ihrem Bestand gefährdet” auf der Roten Liste Deutschlands und die Mehlschwalbe auf der Vorwarnliste.

Die brütende Saatkrähe hatte den Namen “Mathilde” erhalten, die brütende Rauchschwalbe soll “Renja” heißen, nach der Praktikantin, die im vorletzten Jahr das Projekt betreute.

Seien Sie also “Live dabei” bei der diesjährigen Brut der Rauchschwalbe “Renja” auf www.NABU-niedersachsen.de/webcams und über die Webseiten der Projektpartner: www.schlossmuseum.de, www.wau-jever.de.

Für Rückfragen
Petra Walentowitz, Projektleitung Mobile Umweltbildung MOBILUM, E-Mail: mobilum@friesland.de,, Mobil: 0151 51440267.

Mathilda’s Junge
Rauchschwalbe Renja

Saatkrähen-Brut-Saison im Schlosspark Jever 2023 beendet

Mathilde’s Nest ist leer

Nachdem die Jungvögel in den letzten Tagen fleißig Flugübungen vollzogen haben, ist Mathilde’s Nest nun leer. In diesem Jahr waren die Küken früh flugreif, in den vorhergehenden Jahren flogen sie zwischen dem 11. und dem 23. Mai aus. 2019 und 2020 waren jeweils zwei Küken flügge geworden, in den letzten drei Jahren flogen drei Jungvögel aus.

In den ersten zehn Tagen nach dem Schlüpfen wurden die Jungen rundum von der Mutter betreut, für die Nahrungsversorgung der Familie war in dieser Zeit allein das Männchen zuständig. Als die Jungen dann größer wurden, konnte auch das Weibchen für längere Phasen wegbleiben und sich an der Nahrungssuche beteiligen. Je selbstständiger die Jungen wurden, umso aktiver gestaltete sich ihr Tagesablauf. Bald turnten sie auf dem Nestrand herum, trainierten ihre Flugfähigkeit und suchten benachbarte Zweige auf. Doch auch nachdem sie jetzt vollständig flügge sind, werden sie nach wie vor von ihren Eltern betreut. Noch über einige Wochen bleibt die Familie zusammen – bei den sozial lebenden Saatkrähen in der Regel im größeren Verbund mit anderen Artgenossen – und die Jungvögel lernen dabei die notwendigen Überlebenstechniken. Man kann sie unter den Altvögeln immer noch gut erkennen, weil sie die charakteristische weiße Färbung am Schnabelgrund noch nicht zeigen, sondern hier noch Federn tragen.

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(Bildautor Projektgruppe “Live dabei”)

Küken im Saatkrähen-Nest vor Ostern geschlüpft

Seit Mitte Februar dieses Jahres überträgt eine Kamera, die über einem der Saatkrähen-Nester im Jeverschen Schlosspark installierte wurde, das Geschehen im Nest per Live-Stream. Geduldige Beobachter konnten nun mitverfolgen, wie zwischen letztem Donnerstag und Samstag die Küken schlüpften: Den Saatkrähen-Eltern strecken sich nun drei kleine Schnäbel bei den Fütterungen entgegen. Aus einem Ei, das noch im Nest liegt, wird vermutlich kein Küken mehr schlüpfen. Der Verbleib des fünften Eis bzw. Kükens des ursprünglichen Fünfer-Geleges kann auf den Aufnahmen nicht nachvollzogen werden.

Bis Mitte Mai kann nun die Alltagsroutine am Nest beobachtet werden: Die regelmäßigen Fütterungen durch das Saatkrähen-Männchen, das zunächst „Mathilde“ einen Teil des Futters übergibt – im wesentlichen Larven und Regenwürmer. Die eiweißreiche Kost wird dann von den noch sehr kleinen, rot leuchtenden Schnäbeln mit großem Appetit aufgenommen. Anschließend wird das Nest sauber gehalten, die „Windelpakete“, der Küken werden aufgenommen und entsorgt und das Nest mit dem Schnabel aufgelockert.

Den Saatkrähen-Eltern strecken sich nun drei kleine Schnäbel bei den Fütterungen entgegen. Bildautor: Arbeitsgruppe “Live dabei”

Im Laufe der nächsten Wochen werden die Küken ihr Federkleid entwickeln, so dass sie keinen Schutz des mütterlichen Gefieders mehr benötigen. Dann wird auch „Mathilde“ sich an der Nahrungssuche beteiligen. Spannend wird zu beobachten sein, wenn die Jungvögel ihre Augen öffnen, ihre Flügel zunächst spielerisch nutzen, später Ausflüge auf den Nestrand und in die naheliegenden Äste unternehmen, bis sie dann, etwas Mitte Mai, den Mut finden werden, um schließlich auszufliegen.

Der Live-Stream wird von der Arbeitsgruppe „Live dabei“ bereits im fünften Jahr übertragen und ist seitdem mit je über 12.000 Klicks in den Vorjahren sehr erfolgreich. Die Filmaufnahmen des Brutverlaufs werden gespeichert, diese Beobachtungsdaten fließen mit in das Projekt „Schlosspark Jever- Landschaftsgärten in Friesland im Klimawandel“ ein.

Zur Arbeitsgruppe „Live dabei“ gehören das Schlossmuseum Jever, das mobile Umweltbildungsprojekt MOBILUM des NABU Niedersachsen, die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur- und Umweltschutz Jever (WAU), der NABU „Jever und umzu“, die Oldenburgische Landschaft mit dem Projekt „Naturkieker“ sowie der Landkreis Friesland.

Saatkrähe “Mathilde”: Die Eier sind da!

Nachdem Saatkrähe “Mathilde” und ihr Partner “ihr” Nest repariert und gemütlich ausstaffiert haben, beginnt nun die Brutzeit. Mittlerweile befinden sich 5 Eier im Nest.

Täglich versammeln sich ca. 400 Besucher an ihrem PC oder Smartphone vor der Live-Webcam und verfolgen das Geschehen im Gipfel einer Esche im Schlosspark Jever – mit steigender Tendenz.

Erstes Ei am 19.03.2023
Zweites Ei am 20.03.2023
Drittes Ei am 22.03.2023
Viertes Ei am 23.03.2023
Fünftes Ei am 24.03.2023
 

“Die Saatkrähe brütet in Kolonien, die einige hundert Brutpaare umfassen können. Mitte März beginnt sie mit dem Nestbau in Baumkronen oder auch höherem Gebüsch. Als Material dienen Zweige, Reisig und weiches Pflanzenmaterial (Gras, Moos) zur Auspolsterung. Mitte März bis Ende April legt das Weibchen zwei bis sechs helle, grau-braun gefleckte Eier. 16 bis 18 Tage später schlüpfen die Jungen. Während der Brut und Aufzucht versorgt das Männchen sowohl seine Partnerin als auch die Jungvögel mit Nahrung. Nach 32 bis 35 Tagen werden die jungen Saatkrähen flügge und schließen sich zu Jugendschwärmen zusammen” (NABU).

Mathilde’s Nest ist leer: Die Saatkrähen-Brut-Saison im Schlosspark Jever 2022 ist beendet

Das Brutgeschäft der Saatkrähe “Mathilde” ist für dieses Jahr beendet. Die Jungvögel sind Mitte Mai ausgeflogen. Andere Paare im Schlosspark sind mit ihrer Brut etwas später dran, so wird es noch ein paar Tage dauern, bis hier sommerliche Ruhe einkehrt.

Mit dem Nestbau begonnen hatten Mathilde und ihr Partner Anfang März; am 20.3. lag das erste Ei im Nest. Von den insgesamt sechs Eiern ging eines verloren, aus den übrigen fünf schlüpften am 7.4. und in den Folgetagen die Küken. Zwei von ihnen haben die schwierige Anfangsphase nicht überlebt, die drei übrigen entwickelten sich dagegen gut. Über die im Rahmen des Projekts “Live dabei” übertragenen Web-Cam-Aufnahmen haben viele Menschen diese Entwicklung verfolgen können. In den ersten zehn Tagen nach dem Schlüpfen wurden die Jungen rundum von der Mutter betreut, für die Nahrungsversorgung der Familie war in dieser Zeit allein das Männchen zuständig. Als die Jungen dann größer wurden, konnte auch das Weibchen für längere Phasen wegbleiben und sich an der Nahrungssuche beteiligen. Je selbstständiger die Jungen wurden, umso aktiver gestaltete sich ihr Tagesablauf. Bald turnten sie auf dem Nestrand herum, trainierten ihre Flugfähigkeit und suchten benachbarte Zweige auf. Doch auch nachdem sie jetzt vollständig flügge sind, werden sie nach wie vor von ihren Eltern betreut. Noch über einige Wochen bleibt die Familie zusammen – bei den sozial lebenden Saatkrähen in der Regel im größeren Verbund mit anderen Artgenossen – und die Jungvögel lernen dabei die notwendigen Überlebenstechniken. Man kann sie unter den Altvögeln immer noch gut erkennen, weil sie die charakteristische weiße Färbung am Schnabelgrund noch nicht zeigen, sondern hier noch Federn tragen.

Da die Aufnahmen jetzt nur noch das leere Nest zeigen, wird die Kamera in den nächsten Tagen abgeschaltet. Wie in den drei Vorjahren ist die Arbeitsgruppe “Live dabei”, zu der das Schlossmuseum Jever, das mobile Umweltbildungsprojekt MOBILUM des NABU Niedersachsen, die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur-und Umweltschutz Jever, WAU, der NABU “Jever und umzu” sowie der Landkreis Friesland gehören, mit dem Verlauf des Projektes sehr zufrieden. Viele Menschen haben sich die Bilder angeschaut (die Seiten wurden 30.000mal angeklickt) und die Organisatoren haben so manche positive Rückmeldung aus ganz Deutschland bekommen.

Das ist ein Ansporn weiterzumachen. Auch im nächsten Jahr wird es Bilder von den jeverschen Saatkrähen geben! “Mathilde” hat alles Zeug dazu, ein nationaler Medienstar zu werden!

Wir haben eine kleine Serie erstellt, die den Ablauf der diesjährigen Brut dokumentiert (alle Foto-Schnappschüsse von Petra Walentowitz).

Saatkrähe Mathilde: Bisher vier Junge geschlüpft

Am 7. April ist das erste Küken der Saatkrähe “Mathilde” geschlüpft; rund 19 Tage nach der Ablage des ersten Eies. In den Folgetagen schlüpften die nächsten; am Sonntagmittag (10.4.) waren vier noch weitgehend nackte Jungen im Nest sowie ein letztes Ei, aus dem noch kein Schlupf erfolgt war.

Wenn man jetzt die Bilder der “Live-dabei” – Kamera betrachtet, wird man allerdings nur für kurze Momente einen Blick auf die Jungen werfen könnten, denn das Weibchen nimmt die schutzlosen Jungen fast ununterbrochen unter ihre Flügel, sie “hudert” sie, wie der gängige Begriff dafür lautet. Das ist bei den derzeitigen Temperaturen auch notwendig, da die Jungen noch keinen Schutz gegen Wärmeverlust haben.

Während der bisherigen Brut wurde das Weibchen durch das Männchen mit Futter versorgt. Das wird auch noch etwa zehn Tage lang so bleiben, dann muss allein das Männchen nicht nur das Futter für “Mathilde” heranschaffen, sondern auch für die Schnäbel der Jungen. Erst danach, wenn diese etwas weiter entwickelt sind, wird sich auch das Weibchen an der Futtersuche beteiligen.

Das Brutgeschehen kann auf folgenden Seiten der Projektpartner “Live dabei” verfolgt werden:

www.wau-jever.de
www.schlossmuseum.de
www.niedersachsen.nabu.de

Saatkrähe Mathilde: Bisher vier Junge geschlüpft

Legende zum Foto:
Der Schnappschuss (Foto: Werner Melles) vom Sonntagvormittag (10.4.) zeigt die fünf bereits geschlüpften Jungen sowie das übrige Ei. Das orange Kabel im Vordergrund stellt die Verbindung der Kamera dar.
(Text: Werner Menke)

Trotz Wintereinbruch: Derzeit 5 Eier in Mathilde’s Nest

Ihr dichtes Federkleid sorgt stets für optimale Temperaturen in Saatkrähe Mathilde’s Nest. Der aktuelle Wintereinbruch dürfte daher keine negativen Folgen für das Brutgeschäft haben.

Derzeit umsorgt Mathilde 5 Eier in ihrem Nest.

Trotz Wintereinbruch: Derzeit 5 Eier in Mathilde's Nest

Live dabei – die Krähen-Webcam ist wieder online

Die Arbeitsgruppe “Live dabei” lädt im vierten Jahr in Folge dazu ein, per Web-Cam Gast zu sein bei der Brut eines Saatkrähenpaares. Ab sofort sind auf den Homepages des Schlosses Jever und der Projektpartner sowie auf einem Bildschirm im Fenster des linken Torhauses des Schlosses Aufnahmen aus dem Nest eines Saatkrähenpaares zu sehen, das sich in 22 m Höhe in einer der Eschen des Schlossparkes befindet.

Da Saatkrähenpaare ein Leben lang zusammenbleiben und auch eine große Nistplatztreue zeigen, ist es durchaus möglich, dass das diesjährige Brutpaar noch dasselbe ist wie beim Start des Projektes 2019. Beweisen lässt sich das allerdings nicht, da die Vögel nicht markiert sind. Trotzdem bleibt es auch in diesem Jahr bei dem Namen “Mathilde”, der dem Weibchen der ersten gefilmten Brut gegeben wurde.

Mit jeweils über 12.000 Klicks war das Projekt in den Vorjahren sehr erfolgreich, entsprechend groß war die Motivation, als die Kamera am 11. Februar für die diesjährige Brutsaison startklar gemacht wurde. Doch die heftigen Stürme der Folgetage machten zunächst einen Strich durch die Rechnung. Die Kamera verschob sich und musste am 25. Februar neu ausgerichtet werden.

Die Firma Braukmann Baumpflege aus Rastede unterstützte diese Aktionen durch die Bereitstellung von Mitarbeitern und einer Hubbühne; die Firma Stadtlander aus Zetel sorgte für die elektronische und digitale Infastruktur.

Doch als die Kamera wieder lief, zeigte sich am 26.2. eine überraschende Entwicklung: Das bereits weitgehend fertig gestellte Nest war verschwunden. Offensichtlich hatten andere Brutpaare aus der Kolonie es abgeräumt, um sich selbst ohne großen Aufwand Nistmaterial zu verschaffen.

“Mathilde” und ihr Partner ließen sich dadurch nicht entmutigen und haben inzwischen damit begonnen, ein neues Nest herzurichten. Diese Bauaktivitäten kann man jetzt direkt über die Kamera verfolgen, ab Mitte März liegt dann vielleicht schon das erste Ei im Nest. Sobald das Brutgeschäft beginnt, übernimmt allein das Männchen die Versorgung der Partnerin und später des Nachwuchses mit Nahrung. Etwa ab Mitte Mai werden die Jungen dann flügge sein.

Der Arbeitsgruppe “Live dabei” gehören das Schlossmuseum Jever, das mobile Umweltbildungsprojekt MOBILUM des NABU Niedersachsen, die Wissenschaftliche Arbeitsgemeinschaft für Natur-und Umweltschutz Jever, WAU, der NABU “Jever und umzu” sowie der Landkreis Friesland an.

Links:
NABU Niedersachsen: www.niedersachsen.nabu.de
Schlossmuseum Jever: www.schlossmuseum.de
WAU: www.wau-jever.de