Vortrag „Bredendiek und der Nationalsozialismus“ von Andreas Wojak am 01.10.26 im Gröschlerhaus

Am 01. Oktober 2026 findet im Gröschlerhaus in Jever folgender Vortrag statt, zu dem alle Interessierten herzlich eingeladen sind. Der Eintritt ist frei.

Hein Bredendiek: Der Dichter und der Nationalsozialismus
Vortrag von Dr. Andreas Wojak
Donnerstag, 1. Okt. 2026, 19 Uhr
GröschlerHaus Jever, Gr. Wasserpfortstr. 19
Eintritt frei

Hein Bredendiek (1906 – 2001) zählt zu den großen Fi­guren der niederdeutschen Literatur. Der Oldenburger Gymnasiallehrer, der aus Jever stammte und hier auch kurz am Mariengymnasium unterrichtete, machte sich zunächst vor allem als Kunstmaler einen Namen. Zu Lebzeiten erhielt er hohe Auszeichnungen und Preise; die Stadt Jever verlieh ihm 1986 die Ehrenbürgerschaft, die Stadt Oldenburg das Große Stadtsiegel, und posthum erfolgten in Jever und in drei weiteren Ortschaften Straßenbenennungen nach ihm.

Bredendiek verfasste viele Hörspiele und trat als Autor zahlreicher Bücher und Erzählungen in niederdeutscher Sprache hervor. Fünfundzwanzig Jahre lang führte er den Schrieverkring Weser-Ems. Auch der Nationalsozialismus spielte in seinen Texten hin und wieder eine Rolle; allerdings räumte er seine eigene Beteiligung erst im hohen Alter ein. In seinen Lebenserinnerungen, 1998 veröffentlicht, gibt er an, seit 1933 Mitglied der NSDAP und der paramilitärischen SA gewesen zu sein. Nicht lange davor noch hatte er in einem Interview eine Partei-Mitgliedschaft verneint. Das Eingeständnis in seiner Autobiografie blieb jedoch bisher fast ohne jede öffentliche Resonanz. Bis in die jüngste Zeit hinein wurde in ehrenden Rückblicken Bredendieks NS-Vergangenheit ausgespart. Dabei lassen Texte, davon einer aus der Nazizeit, der bisher unbeachtet blieb, deutliche Rück­schlüsse auf seine Haltung zu.

Der Arbeitskreis GröschlerHaus im Jeverländischen Altertums- und Heimatverein freut sich sehr, mit Dr. Andreas Wojak einen engagierten Journalisten und Autor, begrüßen zu dürfen, der sich in Radiofeatures, Vorträgen und Veröffentlichungen intensiv mit dem Thema Nationalsozialismus und seinen Folgen auseinandergesetzt hat. Wojak, geboren 1952, stammt aus Ostfriesland, ist plattdeutsch aufgewachsen und lebt in Oldenburg. Seine 1992 veröffentlichte sozialhistorische Dissertation über Moordorf in Ostfriesland erregte über die Region hinaus Aufsehen. In seinem Projekt „Kriegsbriefe“ ging es auch um die Verstrickung seiner eigenen Familie.

Ein Vortrag Wojaks über die Ehrung des ehemaligen SS-Mediziners Arend Lang durch die Ostfriesische Landschaft 1976 mit der „Ubbo-Emmius-Medaille“ führte erst vor kurzem zur posthumen Aberkennung dieser höchsten Auszeichnung Ostfrieslands. Neben Hein Bredendiek hat sich Wojak mit weiteren niederdeutschen Schriftstellerinnen und Schriftstellern beschäftigt, so mit Wilhelmine Siefkes, Oswald Andrae, Johann Schoon und Greta Schoon.

Im Anschluss an den Vortrag wird Gelegenheit sein, mit dem Referenten und untereinander ins Gespräch zu kommen.

https://www.groeschlerhaus.eu/

Marias Begräbnis und das Land Oldenburg – Vortrag von Prof. Dr. Antje Sander am 13.11.2025

Am Do., 13. November 2025 hält Prof. Dr. Antje Sander einen Vortrag zum Thema:

„Marias Begräbnis und das Land Oldenburg“

Wann: Donnerstag, 13.11.2025 – 19:00 Uhr
Wo: ehem. Küchensaal des Schlossmuseums

Eine Veranstaltung im Rahmen der gemeinsamen Vortragsreihe des Schlossmuseums Jever und des Jeverländischen Altertums- und Heimatvereins.

Eintritt: € 3,00, Jugendliche und Studenten € 1,50, Mitglieder frei.

Eine Veranstaltung im Rahmen der gemeinsamen Vortragsreihe des Schlossmuseums Jever und des Jeverländischen Altertums-und Heimatvereins

Weitere Informationen, Dokumente und Bildmaterial finden Sie in unserem Pressebereich: www.schlossmuseum.de/presse/pressemitteilung-vortrag-von-antje-sander-zum-thema-marias-begraebnis-und-das-land-oldenburg/.

Vortrag zum Klimaanpassungsprojekt „Schlosspark Jever im Klimawandel“

Vortrag „Die Anfänge des Fußballs in Deutschland“ 01.10.2025

Die Anfänge des Fußballs in Deutschland
Vortrag in Neustadtgödens, Museum im Landrichterhaus
Mi. 01.10.2025, 19 Uhr
Vortrag von Dr. Andreas von Seggern

Die wahrscheinlich kommerziellste Fußball-Weltmeisterschaft aller Zeiten steht 2026 in den USA und Mexiko vor der Tür. Vor dem Hintergrund seiner heute nahezu alle Lebensbereiche durchdringenden Präsenz stellt sich die Frage, wie und wo alles begann:

Entstanden als Freizeitvergnügen bürgerlicher Eliten hat sich der Fußball spätestens seit den 1920er Jahren zur mit Abstand populärsten Sportart entwickelt.

Wer gründete die ersten Vereine? Wann entstand das erste Regelwerk? Welchen Einfluss hatte der Erste Weltkrieg an der massenhaften Verbreitung des „Fußballwahns“ (J. Ringelnatz). Diesen und weiteren Fragen widmet sich der Vortrag von Dr. Andreas von Seggern, selbst seit Jahrzehnten sowohl kulturhistorisch, aber auch als Fan, am Fußball interessiert.

Der rhetorische Ball rollt am 01. Oktober 2025, um 19 Uhr, im Landrichterhaus Neustadtgödens …