Archiv

22. November 2015 – 30. April 2016
Sefa. Die Malerin Josefa Egberts (1893 – 1941). Ein Opfer der NS-Krankenmorde aus Friesland

Nur Bilder, Zeichnungen, Skizzenbücher und ein paar Fotos erinnern heute noch an die Malerin Josefa Egberts, die in den 1920er Jahren hoffnungsvoll ihre künstlerische Ausbildung begann. Die sensible Malerin wurde 1934 in die Psychiatrie eingeliefert und schließlich 1941 in Hadamar im Zuge der NS-Euthanasie (der so genannten „T4-Aktion“) ermordet.

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14. Juni – 31. Oktober 2015
Jeverland in Ton gebrannt. Von Melitta zu Friesland Porzellan – 60 Jahre Porzellanherstellung

Ab Juni 2015 zeigt das Schlossmuseum Jever die Geschichte des Werkes Friesland Porzellan in Rahling/Varel und seine Erzeugnisse aus etwa 60 Jahren Produktion. Ein großartiger Rundgang durch die Design- und Kulturgeschichte von der Nachkriegszeit bis heute erwartet den Besucher, der sich nebenbei über die Fertigung von Porzellan und Steingut informieren kann.

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16. November 2014 – 31. März 2015
Und noch geht es mir gut! Feldpostkarten des 1. Weltkriegs in Friesland

Dem Archiv des Schlossmuseums wurden im letzten Jahr zwei größere Konvolute an Feldpostkarten und -briefen aus dem 1. Weltkrieg übergeben. Sie stammen aus Korrespondenznachlässen hiesiger Familien und ermöglichen z.T. verstörende Einblicke in die individuellen Schicksale der Soldaten an der Front, die stellvertretend für viele stehen.

Foto: Ausschnit aus einer Feldpostkarte “Laufgraben in den Vogesen”, gesendet von Emil Heeren und adressiert an Frieda Heeren, Varel, mit Poststempel vom 01.09.1916.

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April – September 2014
Englische Landschaft in friesischen Gärten

Mit Führungen, Touren und Entdeckungen im Jeverschen Schlosspark, den Wallanlagen und den englischen Landschaftsgärten in Friesland gratulieren wir dem Oldenburger Schlossgarten zum 200. Geburtstag.

Die Idee des englischen Landschaftsgartens hatte auch in Friesland starke Einflüsse auf die Gestaltung nicht nur öffentlicher oder herrschaftlicher Anlagen, sondern auch privater Gärten. Der Zauber dieser Gartenkultur ist auch nach 200 Jahren noch ungebrochen.

Im Herbst zeigen wir aus diesem Anlass vor den Gartengobelins des 17. Jahrhunderts Zeugnisse „Barocker Frühlingslust“ im Oldenburger Land.

Weitere Informationen zum Oldenburger Schlossgartenjubiläum 2014 erhalten Sie unter
www.schlossgarten2014.de ↑.

6. April – 31. August 2014
Die Halbinsel der Seligen. Franz Radziwill in der Natur

Ausstellungsvorhaben im Franz Radziwill Haus in Dangast und im Schlossmuseum Jever:

Franz Radziwill Haus in Dangast / 30. März 2014 – 11. Januar 2015
Schlossmuseum Jever / 6. April – 31. August 2014

Anknüpfend an die Ausstellung IN DER NÄHE DES PARADIESES. DER MALER ENTDECKT DIE NATUR im Franz-Radziwill-Haus in Dangast (März 2013 – Januar 2014), in der sich Natur vor allem als Idylle präsentiert, wird nun Franz Radziwills Engagement für den Erhalt der Landschaft in seiner Region am Jadebusen in einer weiteren Ausstellung dargestellt werden.

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28. Juni 2013 – 15. Januar 2014
Hinter dem Horizont. Sach- und Wissenskultur ländlicher Oberschichten im Jeverland zwischen 1650 und 1850

Der Titel der Ausstellung nimmt in doppeltem Sinne Bezug auf eine besondere Situation in den friesischen Marschen in der frühen Neuzeit, die einerseits von einem von der Aufklärung beeinflussten weiten geistigen Horizont der bäuerlich-bürgerlichen Führungsschicht bestimmt war und andererseits auf die überregionalen wirtschaftlichen Kontakte zu den Nordseeanrainern und darüber hinaus verweist. Dieser wirtschaftliche Wohlstand hat seinen Niederschlag in der Alltagskultur der Marschenbewohner gefunden.

Die Ausstellung, deren Grundlage ein mehrjähriges Forschungsprojekt ist, bietet einen weitreichenden Einblick in diese Lebenswelt mit ihrer Wohnkultur, dem Modebewusstsein und den Lesezirkeln und wissenschaftlichen Gesellschaften.

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April 2009 – Juni 2013
Vorsicht zerbrechlich. Eine Auswahl aus dem Keramikmagazin des Schlossmuseums Jever
Mit etwa 3500 Objekten aus Keramik besitzt das Schlossmuseum Jever eine umfangreiche Sammlung, die ganz unterschiedliche Stücke umfasst: Neben älteren Objekten, wie beispielsweise den in der Dauerausstellung präsentierten Jeverschen und Zerbster Fayencen, finden sich auch zahlreiche Stücke des letzten Jahrhunderts. Meist handelt es sich um Gebrauchsgeschirr, das durch Schenkung ins Museum kam und an das sich meist persönliche Erinnerungen und Geschichten knüpfen. Diese Objektgeschichten spielen in der Ausstellung jedoch keine Rolle. Hier soll der Blick auf die Tischkultur zu einer Zeit gelenkt werden, in der Porzellanwaren längst für große Teile der Bevölkerung erschwinglich waren. Typische Service der 30iger, 50iger und 60iger Jahre des 20. Jahrhunderts werden vorgestellt, die vielfach dem funktionellen Design des Bauhauses verpflichtet sind und gleichzeitig durch ihre Dekore den jeweiligen Geschmack der Zeit widerspiegeln.

21. April – 02. Juni 2013
Herrnhuter Kleisterpapiere in Friesland
Aktenhällen, Bucheinbände, Mappen, Hutschachteln, Schubladen – viele Gegenstände konnten durch die farbenprächtigen und ästhetischen Papiere nach Herrnhuter Art aufgewertet werden. In der zweiten Hälfte des 18. und im frühen 19. Jahrhundert findet sich auch in Friesland – oft verborgen in Archiven – dieser Augenschmaus, der mit Kleisterfarben aus Stärkekleister und wasserlöslichen Farbmitteln mit Hilfe von Bürsten, Pinseln, Schwämmen, Kämmen und Fingern auf das Papier gebracht wurde.

02. Dezember 2012 bis 30. Januar 2013
Anhalt 800 | 1212 – 2012. Eine Ausstellung zum 800jährigen Jubiläum
Das Jeverland war über viele Jahrzehnte von 1667 bis 1793 mit dem Fürstenhaus von Anhalt-Zerbst verbunden. Die Stadt Zerbst im heutigen Bundesland Sachsen-Anhalt ist die Partnerstadt Jevers. Aus dieser langen Verbindung heraus ist auch eine enge Zusammenarbeit zwischen den Museen in Anhalt und dem Schlossmuseum Jever erwachsen.

Aus Anlass des 800jährigen Jubiläums wird daher eine Wanderausstellung gezeigt, die in die spannende und wechselvolle Geschichte Anhalts einführt.

08. Juli bis 15. Dezember 2012
Der Tod. Sepulkralkultur in Friesland vom Mittelalter bis zur Neuzeit
Unsere Vorstellung vom Tod, unser Umgang mit dem Sterben und der Trauer über den Verlust eines Menschen hat sich im Laufe der Geschichte immer wieder gewandelt. Die Bestattungssitten und die Formen des Gedenkens an die Verstorbenen sind Spiegel von kulturellen Brüchen und Kontinuitäten.

Die Christianisierung im 8./9. Jahrhundert, die Einführung der Reformation im 16. Jahrhundert und die Rationalisierung der Glaubensvorstellungen durch die Aufklärung im späten 18. und frühen 19. Jahrhundert bilden die entscheidenden Marken des Wandels in diesem Millennium. Die Individualisierung und die Verdrängung und Entfremdung der Menschen von ihrem Tod sind eine Entwicklung, die insbesondere in der westlichen Welt seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts dem memento mori nicht nur eine mahnende, sondern auch eine wachrüttelnde Bedeutung geben.

Dabei geht es zum einen um Artefakte der Erinnerungs- und Gedenkkultur, wie Grabmäler, Funeralgraphiken oder Leichenpredigten. Zum anderen werden Hinterlassenschaften aus dem Kontext derjenigen Sitten, Gebräuche oder ritualisierten Handlungen präsentiert, die den Menschen einen erträglichen Umgang mit den letzten Dingen ermöglichen und ihnen in der Zeit des Sterbens und der Trauer so etwas wie Halt und Trost bieten sollen, hierzu gehören beispielsweise spezielle Geschirre zu Verwendung bei den Beerdigungen oder Trauerkleidung in ihren unterschiedlichsten Abstufungen.

01. September 2007 bis 01. Juli 2012 (heute Teil der Dauerausstellung!)
„Break on through to the other side“. Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken im Weser-Ems-Gebiet in den 1960er, 70er und 80er Jahren
Auf Grund des anhaltenden Interesses und des enormen Zuspruches zeigte das Schlossmusem Jever die Ausstellung „Break on through to the other side – Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken in Weser-Ems“ mit Unterstützung durch die Oldenburgische Landschaft in modifizierter Form noch bis zum 1. Juli 2012. Mit über 300.000 Besuchern seit September 2007, zahllosen Rückmeldungen und dem Verkauf der ersten Auflage des Katalogs war und ist das Projekt zur Geschichte der regionalen Jugend-, Musik- und Freizeitkultur ein großer und nachhaltiger Erfolg für alle Beteiligten.

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27. November 2011 bis 31. Januar 2012
Wohlgeruch und Silberglanz: Riechdosen und Kleinsilber auf der ostfriesischen Halbinsel
Kleinsilber aus den qualitätvollen Silberschmieden in Ostfriesland und Jever sind seit über 50 Jahren die Sammelleidenschaft des Restaurators und Antiquitätenhändlers Horst Arians. Mit großer Kennerschaft hat er über 250 Exemplare gesammelt, die in ihrer Formenvielfalt faszinieren. Auch das Schlossmuseum Jever besitzt einen einzigartigen Bestand dieser reizvollen Gefäße. Gerade die Riechdosen bestechen mit ihren reizvollen Miniaturen und geben Einblick in eine einzigartige Sinnenwelt, die vielfach verloren gegangen ist. Aber auch als Tabak- und Schnupfdosen hat das wertvolle Material Verwendung gefunden. Die kleinen Kunstwerke sind oft als stolzer Familienbesitz über viele Generationen weitergegeben worden.

04. März bis 29. April 2012
Für bare Münze? Der römische Münzschatz von Jever unter der Lupe
Der römische Münzschatz von Jever, der 1850 bei Bauarbeiten entdeckt wurde, hat bereits in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zu vielen Spekulationen geführt. Hortfund – Schatz – Opfer, viele Mythen ranken sich um seine Entstehung.

In Zusammenarbeit mit Studenten und Lehrenden der Universität Oldenburg wird in der Ausstellung versucht, Antworten auf diese Frage zu finden und den historischen Horizont, in dem dieser Fund entstanden ist, zu beleuchten.

30. Oktober 2011 bis 30. Januar 2012
„Sie schauen noch?“ Historische Geschäfte in Jever – 475 Jahre Stadt Jever
Das Jahr 1536 ist fest mit der Verleihung der Stadtrechte an die Residenz Jever verbunden. Die damalige Verordnung sollte vor allem eine Grundlage für den Schutz und die Sicherheit der Stadt geben. Sie war jedoch auch im weiteren Verlauf der Geschichte ein Garant für die Entwicklung Jevers als wichtiger Handelsort.

Heute prägen die Reste der Stadtbefestigungsanlagen, die sich wie ein grüner Saum um den Altstadtkern legen, sowie die zahlreichen historischen Häuser und die verwinkelten Straßenverläufe das malerische Bild Jevers. Die Stadt ist seit Jahrzehnten gerade auch aus diesen Gründen ein touristischer Anziehungspunkt. Der Slogan „Einkaufs- und Erlebnisstadt“, mit dem Jever beworben wird, stellt das „Bummeln“ durch die kleinen Gassen in den Vordergrund. Doch welche Läden findet der Besucher in Jever vor?

Die Ausstellung wird die Entwicklung und Veränderung der Innenstadt Jevers mit ihrer bunten Geschäftsvielfalt nachzeichnen. Dabei sollen sowohl Geschäfte mit ihren Waren und Ladenausstattungen vorstellt werden, die nicht mehr existieren, als auch Tradtionsgeschäfte, die zum Teil seit mehr als 100 Jahren in Familieneigentum sind. Historische Fotos und Postkarten illustrieren den Wandel der Straßen und Plätze Jevers.

18. Juni bis 30. September 2011
Frömmigkeit und Kunstgenuss. Mittelalterliche Kirchenausstattung auf der ostfriesischen Halbinsel und dem Groningerland
Die Kirchen und ihre Ausstattungen waren einer der wichtigsten Orte der Identitätsfindung und Selbstvergewisserung der Menschen im Mittelalter. In Friesland tritt noch die herausragende gesellschaftliche und politische Funktion der Kirchenbauten für die Menschen an der Küste hinzu. Die Kirchen waren nicht nur Orte der geistlichen Erbauung, sondern auch Mittelpunkt des gesellschaftlichen Miteinanders und der wirtschaftlichen und politischen Repräsentation. Diesen Kulturschatz, der die Menschen an der niederländischen und norddeutschen Küstenregion noch heute verbindet, wieder mehr in das Bewusstsein zu rücken, ist eines der Ziele der Präsentation.

6. März bis 15. Mai 2011
Frieslands Wunderkammer – Die Gründung des Jeverländischen Altertumsvereins 1886 und 125 Jahre museale Sammlung
Mit Leidenschaft und Sammellust haben die Väter des jeverländischen Altertumsvereins 1886 begonnen, die Zeugnisse der friesischen Geschichte zusammenzutragen. Ein weiter Horizont offenbarte sich dort und ließ gleichsam eine friesische Wunderkammer entstehen. Jede Zeit hat mit ihren sozialen, politischen und kulturellen Prämissen ihre eigene Sicht auf die erhaltenswerten Dinge entwickelt. So änderte sich auch in den 125 Jahren seines Vereinsbestehens gleichsam der Filter, der die Überlieferung in unser Museum brachte.

6. Februar bis 1. Mai 2011
Summa summarum. Hein Bredendiek – zum 10. Todestag am 24. April 2011
In der Retrospektive aus Anlass seines Todestages, der sich 2011 zum zehnten Mal jährt, stellt die Ausstellung die wichtigsten Seiten des Oevres Hein Bredendieks zusammen: die Landschaftsbilder, die liebevoll seine norddeutsche Heimat zeigen, die ungegenständlichen Bilder, die von Experimentierfreude und Schaffenslust zeugen, die fast meditativ anmutenden Stillleben und seine einfühlsamen Illustrationen. Ergänzt werden die Bilder durch Zeugnisse seiner Dichtkunst und literarischer Kostbarkeiten.

28. Mai bis 31. Oktober 2010 (verlängert bis 31. Dezember 2010!)
Jämmerliche Wasserflut – Herrliches Meer. Alles fließt. Kulturgeschichte des Wassers
Wohl kaum eine Landschaft in Weser-Ems ist der Gewalt des Wassers so unmittelbar ausgesetzt wie die ostfriesische Küstenregion. Landgewinnung, Schifffahrt, Handel, Naturerlebnis, Tourismus sind die positiven Seiten; Sturmfluten, Überschwemmungen, unfruchtbares Land die Schrecknisse. Das Wasser – eines der sprichwörtlichen vier Elemente – ruft gerade in Gestalt des Meeres ein Bild seiner Macht und Unabhängigkeit hervor, das sich tief in das kollektive Gedächtnis vor allem auch der „betroffenen“ Menschen an der Küste eingeschrieben hat. In mündlichen Überlieferungen, in schriftlichen (Sach- und literearische Texte), in bildlichen oder musikalischen Asusdruckformen haben die „Begegnungen“ der Menschen mit diesem Element ihren Niederschlag gefunden. In der Ausstellung im Schlossmuseum Jever werden diese Begegnungen unter den Aspekten „Jämmerliche Fluten“, „Übers Meer“ und „Herrliches Meer“ vorgestellt. Hierbei steht die „Wahrnehmung“ des Meeres in seiner Vielschichtigkeit als mentalitätsgeschichtliches Phänomen im Vordergrund.

13. November bis 5. Dezember 2010
Die Welt hinter Glas – Briefbeschwerer als Sammlungsstücke zur Kulturgeschichte
Im Mittelpunkt der Ausstellung stehen die Briefbeschwerer aus der Sammlung von Prof. Dr. Rudolf Hollbach (Carl von Ossietzky Universität Oldenburg) als historische Quelle. Durch Bild und Schrift sind sie Zeichenträger persönlicher und kollektiver Erinnerung und Wahrnehmung. In der Ausstellung wird die Qualität des Briefbeschwerers als visuelle und haptisch erfahrbare authentische Sachquelle herausgestellt. Im Vordergrund stehen die unterschiedlichen Aussagen, vom Ausdruck der Frömmigkeit, Naturverbundenheit oder die Hinwendung zur Vergangenheit, die ein Briefbeschwerer transportieren kann.

30. November 2008 – 31. März 2009 (verlängert bis 03. Mai 2009!)
Notbergungen. Archäologische Schätze aus Jever
Die Notbergungen archäologischen Fundgutes auf dem Kirchplatz zu Jever 2006 und 2007 unterstreichen ein weiteres Mal, dass Jever seit dem Frühmittelalter zu den zentralen Orten auf der Ostfriesischen Halbinsel gehörte. Die Funde geben nicht nur einen interessanten Einblick in die einstige Alltagswelt, sondern sie dokumentieren eindrucksvoll auch den Wandel der Bestattungssitten seit dem Mittelalter. Ergänzt werden diese neuesten Funde durch faszinierende Objekte aus den Nachkriegsgrabungen auf dem Kirchplatz.

27. Januar – 29. März 2009
„Nirgendwo und überall zu Haus“. Gespräche mit Überlebenden des Holocaust. Fotografien von Monika Zucht
In den vergangenen Jahren reiste Martin Doerry kreuz und quer durch Europa und Amerika, um mit Menschen zu sprechen, die der Vernichtung durch die Nationalsozialisten knapp entkommen sind. Sie gehören zu den letzten Repräsentanten einer untergegangenen Welt des europäischen Judentums, und sie legen hier eindrucksvoll Zeugnis ab über ihre Geschichte, ihren Kampf ums Überleben und darüber, was es für sie bedeutet, Juden zu sein. Die Fotografin Monika Zucht begleitet die Texte mit ausdrucksstarken Schwarzweißporträts.

20. Juli 2008 – 11. Januar 2009
Franz Radziwill und die Moderne. Retrospektive zum 25. Todestag des Künstlers
Franz Radziwill, 1895 bei Rodenkirchen geboren und 1983 in Dangast gestorben, lebte in der Abgeschiedenheit seines neu gewählten Heimatortes 60 Jahre und wurde zum bedeutendsten Maler der Region im 20. Jahrhundert. Das Gemeinschaftsprojekt der Franz Radziwill Gesellschaft e.V. und des Schlossmuseums gibt mit ca. 80 Werken des Künstlers einen umfassenden Überblick über die Entwicklung Radziwills.

09. Dezember 2007 – 30. März 2008
Bürgerliche Paradiese. Parks und Gärten der Aufklärung und des Biedermeier in Friesland
Ende des 18. Jahrhunderts inspirierte die aufgeklärte Vision eines bewusst konzipierten Gartenparadieses, in dem sich das „Nützliche mit dem Schönen“ verband, die Gestaltung von Parks und Gärten in ganz Europa. Auch auf der ostfriesischen Halbinsel entstanden Parks nach dem Vorbild englischer Landschaftsgärten, deren oft adelige Besitzer sie aber ganz im aufgeklärten Sinne für alle Spaziergänger öffneten. Die Anlagen von Jever, Gödens, Neuenburg und Lütetsburg zeugen noch heute von diesem Anspruch. Auch für das Bürgertum wurden Gärten zu irdischen Paradiesen, denen man sich aus Pläsier und Lebensfreude widmete. Eine Fülle von Zeichnungen, Plänen, Aquarellen und Gemälden erzählen von deren durchdachter Gestaltung.

03. Dezember 2006 – 31. Januar 2007
Der Schatz unterm Dach. Raritäten aus Archiv und Bibliothek des Schlossmuseums
Zu den großen Schätzen der Region gehören nicht nur die bedeutenden Baudenkmäler und wertvollen kunsthistorischen Objekte, sondern auch die oft im Verborgenen liegenden Archive und Buchbestände.
Auch das Schlossmuseum besitzt einen solchen umfangreichen Archiv- und Bibliotheksbestand. In über einhundert Jahren ist die Sammlung der Museumsbibliothek entstanden und birgt heute Kostbarkeiten wie spätmittelalterliche Urkunden, Karten des 16. Jahrhunderts, Erstdrucke oder auch einen vielfältigen Postkartenbestand.
Nach der Sanierung des Magazinbereichs und der Neugestaltung des Leseraums im Dachgeschoss des Schlosses werden die Schätze z.T. erstmals in einem größeren Rahmen präsentiert.

09. Juli – 31. Oktober 2006
Sturmfluten, Milchkarren, Jubiläen. Fotojournalismus im ländlichen Raum

18. September – 29. Oktober 2006
Hein Bredendiek zum 100. Geburtstag. Kleine Werkschau zu Ehren des Malers und Poeten und Jeverschen Ehrenbürgers

28. April – 04. Juni 2006
Pütten und Achten. Historische Wasserversorgung und traditionelles Püttbier
Vor 250 Jahren erhielt Jever seine erste „Püttordnung“, in der die Wasserversorgung und die Unterhaltung der öffentlichen Brunnen geregelt wurde. Die Hausbesitzer eines Straßenzuges in der Innenstadt regelten dies gemeinschaftlich in den „Püttachten“. Traditionell traf man sich einmal im Jahr zum so genannten Püttbier.
Dieses Fest wird noch heute, auch nach der Errichtung von Wasserleitungen, in Jever gefeiert. In den z.T. über zweihundert Jahre alten Püttbüchern wurden nicht nur die nachbarschaftlichen Verpflichtungen festgehalten, sondern oft auch vergnügliche oder kuriose Ereignisse geschildert.

26. November 2005 – 31. März 2006
Schöner Vorsatz. Vorsatzblätter und Einbände des 17. bis 19. Jahrhunderts aus Varel und Jever
Vom 17. bis Anfang des 19. Jahrhunderts stand die Kunst der Gestaltung von Einband- und Vorsatzpapieren in hoher Blüte. Immer wieder wurde mit neuen Techniken und Farben experimentiert. Von einfachen Farbverläufen bis hin zu komplizierten Marmorierungen reicht die Palette.
Besonders schöne Vorsatzpapiere haben sich in Varel (Waisenstift) und in Jever (u.a. Schüler- und Lehrerschriften des Mariengymnasiums) erhalten.

15. Juli – 31. Oktober 2005
Mit Hermelin und Krone. Die Herrscherporträts Katharinas II. und der jeverschen Regenten

26. Oktober 2003 – 28. März 2004
FERNE FÜRSTEN (2). Das Jeverland in Anhalt-Zerbster Zeit. Bildung und Repräsentation. Bibliophile Schätze des 17. und 18. Jahrhunderts – die fürstliche Bibliothek im Schloss

25. Juli 2003 – 28. März 2004
FERNE FÜRSTEN (1). Das Jeverland in Anhalt-Zerbster Zeit. Burg und Land am Meer
Great BritainFaraway Princes

Mit Audio-Führung zur Entwicklung unserer Landschaft am Meer im 17. und 18. Jahrhundert.

18. Juli – 12. September 2004
Glaskultur in Niedersachsen. Tafelgeschirr und Haushaltsglas vom Mittelalter bis zur frühen Neuzeit
Mehr als 100 faszinierende Objekte ermöglichen in der Wanderausstellung „Glaskultur in Niedersachsen“ einen wohl einmaligen Überblick über die Geschichte der Glasherstellung und -verwendung in Norddeutschland im Verlauf von vierzehn Jahrhunderten.

07. Dezember 2003 – 29. Februar 2004
Nicht von Pappe. Papiertheater im Kinderzimmer. Studioausstellung

29. November 2002 – 31. Januar 2003
Kindheitsträume – Sammlerglück · Modelleisenbahnen 1900 – 1960
Im Blickpunkt der Ausstellung standen Modelleisenbahnen aus der Zeit von 1900 bis 1960. Schwerpunktmäßig gezeigt wurden dabei die sogenannten großen Bahnen (Spur 0 + 1) sowie eine fahrbereite elektrische Eisenbahnanlage aus den 1930er Jahren.

28. April bis 01. September 2002
Hein Bredendiek – „Unterwegssein“. Kunst und Poesie
Der 2002 verstorbene Ehrenbürger Jevers zeichnete sich durch seine Doppelbegabung aus, die sich in Bildern und Dichtung ausdrückte. Die Ausstellung möchte sein acht Jahrzehnte umfassendes künstlerisches Schaffen in den Blick nehmen. Das Werk Bredendieks spiegelt viele Phasen der Kunstentwicklung des 20. Jahrhunderts wider, ist aber immer eigenständig, kraftvoll und oft überraschend.

10. Februar bis 31. Mai 2002
Friesenstolz und Heimatsinn
Die Ausstellung im Schlossmuseum Jever war Teil des gemeinschaftlichen Ausstellungsprojektes „Suche nach Geborgenheit. Heimatbewegung in Oldenburg“.

24. Juni – 14. Oktober 2001
Historismus in Nordwestdeutschland. Gegenstandswelten des Historismus im kleinstädtisch-ländlichen Milieu. Historismus im historischen Raum – Das Original und historisierendes Interieur im Schloss zu Jever

In seinem Beitrag zum Gemeinschaftsprojekt Historismus in Nordwestdeutschland mit dem Landesmuseum Oldenburg, dem Ostfriesischen Landesmuseum Emden, dem Museumsdorf Cloppenburg und dem Palais Rastede fragte das Schlossmuseum Jever nach den Einflüssen historischer Ästhetik im kleinstädtisch-ländlichen Milieu des ausgehenden 19. Jhs. Im Mittelpunkt standen das bürgerliche Interieur und die höfische Innenarchitektur.

3. September – 31. Dezember 2000
Das Fräulein und die Renaissance. Maria von Jever (1500-1575). Herrschaft und Kultur in einer friesischen Residenz des 16. Jahrhunderts

15. Oktober bis 31. Dezember 1999
Der Heimatmaler. Arthur Eden zum 100. Geburtstag

21. März bis 31. Juli 1999
Bilder mit Geschichten – Geschichten mit Bildern. Die Laterna Magica und Rudolphe Töpffer

13. November 1998 – 15. Januar 1999
Georg von der Vring. Ein Expressionist in Jever

27. Juni bis 31. August 1999
Mittsommernacht. Arbeiten zu August Strindberg’s Fräulein Julie

15. Mai bis 31. August 1999
Der Stoff der Träume. Hochzeitskleider aus zwei Jahrhunderten

05. Juli – 31. Oktober 1998
Gerstensaft und Hirsebier. 5000 Jahre Biergenuss

10. Mai – 05. Juli 1998
Ausgezeichnet. Orden und Ehrenzeichen im Grossherzogtum Oldenburg 1813 – 1918

02. August 1997 bis 15. Januar 1998
Fromme Friesen. Mittelalterliche Kirchengeschichte Frieslands

24. Juni – 31. Oktober 1992
Badeleben. Zur Geschichte der Seebäder in Friesland

Als die Landesadministratorin der Herrschaft Jever im Mai 1804 der Insel Wangerooge eine Badekutsche und ein Strandzelt zur Errichtung einer Seebadeanstalt stiftete, war damit auch im oldenburgischen Teil der „südlichen Nordsee“ das Badeleben offiziell eröffnet worden.

Die Reise ins Seebad, anfangs noch ein Privileg Wohlhabender und von gesundheitlichen Interessen bestimmt, ist inzwischen zu einem Vergnügen vieler Menschen geworden. Die Lust am Reisen gehört heute zu den ökonomisch umsetzbaren Werten einer Industriegesellschaft, für die Freizeit und Urlaub zentrale Begriffe geworden sind.

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