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Schlossmuseum Jever Preußischer Haudegen

preußischer Haudegen Modell 1889
Deutscher Kavallerie-Haudegen, Modell 1889, Solingen, 1916

 

Der kräftige und nach hinten abgebogene Griff der Waffe ist aus schwarzem Kunststoff.
Der Handschutz ist aus vernickeltem Eisen, die Klinge aus Stahl.


Dieser massive Degen mit der einfachen und sehr stabilen Klinge diente der schweren Reiterei als Hieb und Stoßwaffe.
Das Modell verband die Eigenschaften eines Reitersäbels mit optimalem Schutz für die Hand mit der langen Klinge, dem abgebogenen Griff und der langen geraden Klinge eines Stoßdegens.

Auf Grund ihrer preiswerten Herstellung fand diese Waffe in ganz Deutschland große Verbreitung.
Die Vereinheitlichung der Wehrtechnik im Kaiserreich unter Preußens Hegemonie, vor allem in der Phase der Aufrüstung vor dem ersten Weltkrieg, trug zu dieser Verbreitung bei.
In der preußischen Armee wurde die Waffe ihrer Funktion entsprechend „Haudegen“ genannt.

Die ersten europäischen Waffen dieser Art besaßen noch die klassischen Gefäße der ungarischen Säbel ohne Handschutz.
Erst die Erfahrungen der Kriege zu Beginn des 18. Jh. führte zur Einführung des Korbbügels und zusätzlicher Korbspangen zum Schutz der Hand.

1889 wurden in Deutschland das letzte Modell eines schweren Kavallerie- Haudegens neu eingeführt.

preußischer Haudegen Modell 1889 Preußischer Kavallerie-Haudegen Modell 1889, Schlossmuseum Jever

Torsten Pöschk

© Schlossmuseum Jever

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