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Schlossmuseum Jever
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"Break on through to the other side". Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken im Weser-Ems-Gebiet in den 1960er, 70er und 80er Jahren
01. September 2007 bis auf weiteres

'Break on through to the other side'. Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken im Weser-Ems-Gebiet in den 1960er, 70er und 80er Jahren
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DVD 'Zu laut, zu dunkel, to düür'

Die Ausstellung Break on through to the other side. Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken in Weser-Ems ist nach wie vor ein Publikumsrenner. Die Ausstellung wurde inzwischen bis auf weiteres verlängert.

Die DVD Zu laut, zu dunkel, to düür. Underground in Weser-Ems und andere Missverständnisse ist eine filmische Dokumentation "über eine ungewöhnliche Zeit an einem äußerst gewöhnlichen Ort" von Marten Seedorf, Lars Kaempf und Florian Krämer. Der Film reflektiert das Lebensgefühl der regionalen Disko-Szene in den 70er und 80er Jahren.

Der einstündige Dokumentarfilm ist eine Gemeinschaftsproduktion des Schlossmuseums und des Instituts für Musik der Universität Oldenburg. Die kongeniale "Musik zum Film" stammt von der Oldenburger Psychedelic-Band Black Box Massacre.

DVD und CD sind ab sofort auch online im Museumsshop erhältlich.

Black Box Massacre: Deich


Break on through ...

Aktuelle News vom 22.03.2010: Mit unserer Ausstellung "Break on through to the other side – Tanzschuppen, Musikclubs und Diskotheken in Weser-Ems" will es einfach kein Ende nehmen. Sowohl vom Zweckverband als auch von vielen Interessierten wird immer wieder gebeten, die Präsentation in der einen oder anderen Form doch weiterhin zu zeigen. Nach vielen planerischen Überlegungen haben wir uns nun entschlossen, die Präsentation entgegen der Ankündigung noch nicht abzubauen, soweit es die Umstände - und die Leihgeber - erlauben. Wir haben immer noch viele Nachfragen von Leuten vor allem auch von außerhalb, die die Ausstellung gerne noch oder auch ein weiteres Mal sehen möchten. Außerdem erhält das Thema der hiesigen Beat- und Diskothekenkultur mit Blick auf den 50sten "Geburtstag" eines der bedeutendsten Läden nicht nur der hiesigen Region, Meta's Musikschuppen, in diesem Jahr nochmals einen besonderen Stellenwert. So können wir die zahlreichen Veranstaltungen, die im Zusammenhang mit diesem Jubiläum in Norddeich vor allem im Sommer geplant sind, mit dem Angebot unserer Ausstellung begleiten.

Leider wird es 2010 krankheitsbedingt keine DJ-Night geben. Auch die LP-Ausstellung "Sounds des Underground in Weser-Ems" wird definitiv am 21. März 2010 enden, da die Räumlichkeiten für eine neue Austellung benötigt werden.

Im Rahmen des Ausstellungsprojektes "Break on through to the other side" widmet sich das Schlossmuseum Jever mit den Musikclubs und Diskotheken der Weser-Ems-Region einem Gegenstand, der den klassischen Ausstellungsthemen so gar nicht entspricht. Dennoch ist es ein nahe liegendes Motiv, denn die heute 50- und 60jährigen sind in der Musik- und Diskothekenkultur der 1960er bis 80er Jahre aufgewachsen und von ihr musikalisch und im Freizeitverhalten nachhaltig beeinflusst.

Im Vordergrund der Darstellung stehen dabei die Diskotheken und Clubs, die der Rockmusik verbunden waren und sind. Es werden aber auch diejenigen Protagonisten und Orte in den Blick genommen, die an der frühen Popularisierung dieser Musik ihren Anteil hatten: die Beatbands und die Tanzschuppen, in denen sie auftraten.

Die Ausstellung

Die Ausstellung beschäftigt sich mit den Stätten, die vor allem der Rock'n'Roll-, Beat- und Rockmusik verbunden waren und gerne mit Begriffen wie Progressiv, Underground oder Subkultur umschrieben werden. Viele dieser Lokalitäten des Weser-Ems-Gebietes, die zunehmend in Vergessenheit geraten sind oder bereits nicht mehr existieren, werden porträtiert. Zum Beispiel das Old Inn (Aurich), das Alte Fehnhaus (Ostgroßefehn), der Newtimer (Zetel) oder das Tiffany, der Etzhorner Krug, das Ede Wolf, das Renaissance (alle Oldenburg) sowie die Scala und das Charts (Oldenburger Münsterland). Dabei wird den verschiedenen Facetten des Phänomens "Disko" nachgespürt, denn unabhängig von ihrer Ausrichtung war die "Disko" nicht einfach nur ein Ort, der von Jugendlichen zum Tanzen aufgesucht wurde, sondern ganz im Gegenteil ein komplexes Gesamtgefüge aus Musik, Mode und Lebensgefühl. Vor allem in den 1970er und 80er Jahren waren Musikclubs und Diskotheken Orte, an denen Jugend stattfand.

Ungewöhnliche Persönlichkeiten und zum Teil skurrile Protagonisten prägten die Lokale und Diskotheken jener Jahre. In einer Reihe von Interviews, die als Film in der Ausstellung zu sehen ist, kommen viele Zeitzeugen zu Wort. Emil Penning (Tiffany), Manni Dieks (Ede Wolf), Otto Sell (DJ) und Rio de Luca (Whisky a GoGo), Sven Rogall (Meta) sowie Wolfgang Schönenbergs Mutter und Nachlassverwalterin erzählen aus ihrem Leben in und mit der Disko und verleihen dem Thema mit ihrer plastischen Authentizität eine weitere Dimension.

Musik, Licht und Mode

Musik spielt auch in der Ausstellung eine zentrale Rolle. So kann sich der Besucher über 20 Live- und Studioaufnahmen diverser Beatbands aus der Weser-Ems-Region aus den 1960er Jahren anhören. Sämtliche Aufnahmen sind bisher unveröffentlicht und als echte Entdeckung selbst in der einschlägigen Beat-Szene weitgehend unbekannt.

Ein Info-Terminal mit einer Musik-Auswahl, die von Diskjockeys nach ihrem damaligen Programm zusammengestellt wurde, macht Begegnungen mit dem musikalischen Horizont der Zeit möglich. So wird Musik zu hören sein nach Otto Sell's "Playlist" aus dem Ede Wolf, aus den Top 100 der Scala nach Wolfgang Schönenberg und eine Auswahl von Rainer Urbschat aus dem Mehrsparten-Programm des Renaissance.

In vielen Diskotheken liefen so genannte "Lightshows", die den Hörgenuss und die Wirkung der Musik noch intensivieren konnten und manche Lokalität durchaus zu einem "Gesamtkunstwerk" werden ließen.

Neben der Musik spielen Kleidungsverhalten und die modische Ausrichtung eine Rolle, an deren Ausformung die Diskotheken einen Anteil trugen. Subtiler dagegen zeigte sich der Einfluss auf die Kommunikationsformen oder auch die Körperlichkeit mit "cooler" Gestik, Mimik und Pose.

Und natürlich stehen viele Diskotheken auch für einen lockeren und ungebremsten Umgang mit Drogen aller Art, zum Beispiel in Form von Alkohol, Haschisch oder synthetischen Substanzen.

Meta Bild: Lee Curtis (rechts) and The All Stars mit der Betreiberin der Diskothek Meta, Meta Rogall, Mitte der 1960er Jahre. Die 3. Person von links ist Meta Rogall (Mit freundlicher Genehmigung: Sven Rogall, Norddeich).

Die Diskothek Meta's Musikschuppen (so der heutige Name) feierte 2007 ihr 47-jähriges Jubiläum und zählt daher zu den frühesten Diskotheken der Region.


Kontakt, Info:

Schlossmuseum Jever
Projektleitung: Peter Schmerenbeck
Schlossplatz 1
26441 Jever
Tel. 04461 - 969350
E-Mail: p.schmerenbeck@schlossmuseum.de


Ausstellung und Katalog wurden gefördert durch:

Ausstellung und Katalog wurden gefördert durch

Das Projekt wurde zudem unterstützt durch:

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