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Barocke Träume im Schlossmuseum Jever

Die Fayence-Manufakturen von Zerbst und Jever

Zerbster Fayencen

Tafelaufsatz Platte
TerrineTerrine
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Wie viele andere Fürsten ließ auch Johann August von Anhalt-Zerbst (Regierungszeit 1718 - 1742) eine Fayence-Manufaktur anlegen, um die begehrte Ware im eigenen Land produzieren und das Abfließen von Geld einschränken zu können. Der Betrieb der Manufaktur in Zerbst wurde 1721 aufgenommen.

Zum Käuferkreis gehörten zunächst vor allem die Fürstenhäuser, so daß ein großer Anteil der Produktion aus repräsentativer Schmuckkeramik bestand (Vasengruppen, figürliche Tafelaufsätze wie der Zerbster Bär u.a.).

Der kaufmännische Erfolg der Manufaktur in Zerbst wurde erheblich von ihrer ungünstigen Lage zwischen den wirtschaftspolitischen Rivalen Sachsen, Preußen und Braunschweig beeinflußt. Nach anfänglichen Absatzproblemen gehörten die 1760er Jahre zu den erfolgreichsten der Zerbster Fabrik.

Die zunehmende Steingut- und Porzellanerzeugung sowie neue ästhetische Orientierungen der Käufer, die mit der Fayence nicht mehr erfüllt werden konnten, führten gegen Ende des 18. Jahrhunderts zum Niedergang dieser Produktkultur und 1799 auch zur Einstellung des Betriebs in Zerbst.

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